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Kosmetik

Naturkosmetik-Nagellack: Was drin ist und was nicht

Ihr wollt Zehen zeigen? Wir zeigen euch den passenden Naturkosmetik-Nagellack und seine Inhaltsstoffe.

18.06.2021 vonSteffi Schmitz

Ihr wollt Zehen zeigen? Wir zeigen euch den passenden Naturkosmetik-Nagellack und seine Inhaltsstoffe.

Gibt es Nagellack in Bio und vegan?

In der Flasche muss er lange flüssig bleiben, auf den Nägeln aber schnell trocknen. Er soll farbintensiv und glänzend sein und nicht absplittern. Und das alles ohne Schadstoffe, gerne auch vegan. Solchen Nagellack rein auf natürlicher Basis gibt es (noch) nicht.

Aber die Farben der Naturkosmetik-Hersteller für Finger und Zehen kommen dem Ideal immer näher. 80 bis 90 Prozent der Inhaltsstoffe sind in der Regel natürlichen oder mineralischen Ursprungs. Dazu zählen Lösungsmittel wie Bio-Alkohol oder pflanzliches Butyl- bzw. Ethylacetat und auch die Farbpigmente. Natürliche Harze, Wachse und Öle sorgen für Glanz und Konsistenz, echter Kampfer wirkt als Weichmacher.

„Free“ heißt ohne was?

Natürliche Nagellacke kommen ohne schädliche Zutaten wie Formaldehyd-Harz, fortpflanzungsschädigende Weichmacher (Phtalate) oder hormonell wirkende UV-Filter aus. Auslobungen wie „3-free“ oder „7-free“ auf den Fläschchen sollen anzeigen, auf wie viele der Schadstoffe verzichtet wurde. Die „free“-Bezeichnung ist allerdings nicht geschützt und oft eine Auslegungssache.

Ist Nagellack krebserregend?

Beim Filmbildner, also dem Stoff, der nach dem Verdunsten des Lösungsmittels einen harten Film auf dem Nagel bildet, wird es knifflig. Meist ist das synthetische Polymer Nitrozellulose der Grund, weshalb es keine Naturkosmetik-Zertifizierung gibt. In ungünstigen Fällen kann es laut Ökotest geringe Mengen von krebserregenden Nitrosaminen bilden.

Gibt es Naturkosmetik-Nagellack in vegan?

Nagellacke mit Naturkosmetik-Siegel setzen als natürlichen Filmbildner Schellack ein. Weil der Stoff aber aus dem Sekret der Lackschildlaus gewonnen wird, sind sie nicht vegan. Dennoch gibt es Naturkosmetik-Hersteller, die veganen Nagellack herstellen.

Produkte: Diese Marken sind empfehlenswert

Farben: Rosa, Gold oder Türkis?

Mit Naturkosmetik könnt ihr eure Fingernägel durchaus Accessoires und Make-up anpassen: Die Farbauswahl im Naturkosmetik-Regal reicht inzwischen von zartem Rosa und hautfarbenen Nudetönen über klassisches Rot bis hin zu Türkis oder schimmerndem Gold. Intensive Rottöne bringt der tierische Farbstoff Karmin in den Nagellack. Vegane Sorten greifen dafür teilweise auf chemische Farben zurück. Wenn es auf den Nägeln metallisch schimmern oder gar glitzern soll, ist meist das Glimmer-Mineral Mica im Spiel.

Diesen Sommer sind passend zum „Nude-Look“ transparenter Nagellack und dezente Beige-Töne angesagt. Hierfür sollten die Nägel gesund und gepflegt aussehen. Eine Nagelkur wäre da eine gute Investition. Groß im Trend ist Pink – von ganz zart bis knallig –, aber auch Schwarz ist nach wie vor in. Wenn auch die Fußnägel bunt werden sollen, können Sie gerne kreativ kombinieren: Bonbonrosa mit Neonpink, zartes Orange mit Tomatenrot oder Schwarz und Beige. Toll sieht’s auch aus, wenn der Nagellack die Farben der Accessoires aufgreift.

Das bedeutet der Farbcode

Fast alle Farbstoffe werden mit CI (für Colour Index) und fünf Ziffern benannt. +/- bedeutet „kann enthalten sein“ – gelistet sind alle, die in der Serie vorkommen. In diesen Nagellacken sind das:

  • Mineralisch: CI 77007, CI 77163, CI 77266, CI 77491, CI 77492, CI 77499, CI 77510, CI 77891
  • Tierisch: CI 75470
  • Chemisch: CI 19140, CI 15850, CI 15880, CI 42090, CI 60725

Weitere Infos zu einzelnen Farbstoffen liefert die INCI-Suche von Codecheck.

Farbstoffe in Kosmetik: Darauf solltet ihr achten

Nägel lackieren, so geht's

Zuerst alte Lackreste gründlich entfernen. Anschließend die Finger in warmem Wasser mit milder Seife baden, um Reste des Nagellackentferners abzuwaschen. So eingeweicht lässt sich zudem die Nagelhaut leicht mit einem Rosenholzstäbchen zurückschieben. Ihr steht auf knallige Farben? Dann zunächst einen Unterlack auftragen. Er schützt die Fingernägel vor Verfärbungen. Zugleich kaschiert er Unebenheiten und Rillen.

Richtig feilen: Nägel mit der Feile kürzen. Dazu dient die grobe Seite, die feine glättet und formt sie. Stets in eine Richtung feilen, vom Nagelrand zur Mitte hin.

So macht ihr eine richtige Maniküre:

Maniküre: Fingernägel richtig feilen

Dann geht's los: Nagellack-Fläschchen kurz hin und her rollen, um die Farbpigmente zu verteilen. Öffnen, den Pinsel am Rand abstreifen und los geht´s mit drei Strichen: Von der Nagelhaut zur Nagelspitze, erst in der Mitte, dann an beiden Seiten. Kleine Nägel komplett lackieren, bei breiten rechts und links einen Rand lassen. So wirken sie schmaler und elegant. Vor allem dunkle Töne nach dem Antrocknen ein zweites Mal auftragen. Tipp: Die Hand bleibt ruhiger, wenn Sie beim Pinseln den Ellenbogen aufstützen. Für langen Halt sorgt Überlack. Er verleiht der Farbschicht auch mehr Glanz.

Gut zu wissen

Nagellack bleibt länger flüssig, wenn man das Fläschchen auf den Kopf gestellt lagert. Ist die Farbe doch mal zähflüssig, machen ein paar Tropfen Nagellackentferner sie wieder geschmeidig. Fläschchen mit flüssigen Resten müssen bei einer Schadstoffsammelstelle entsorgt werden. Ist der Nagellack eingetrocknet, darf er in den Hausmüll.

Und noch ein Rat: Gönnt euren Nägeln ab und zu mal eine Lackier-Pause und behandelt sie stattdessen mit einem pflegenden Nagelöl.

Pflege für schöne Fingernägel: So geht's

Ein Artikel aus dem Naturkosmetik-Magazin

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