Leben

Zeit zu handeln

Wir wollen die Welt nachhaltiger, fairer und bunter machen. Jede Woche liefern wir Tipps, wie und wo ihr aktiv werden könnt.

Redaktion

Petition: Steuersenkung auch für Fleisch- und Milchalternativen

Unter dem Motto „Weniger für mehr“ könnt ihr eine Petition unterzeichnen, die eine Senkung der Mehrwertsteuer auch für pflanzenbasierte Alternativen zu Fleisch, Milch, Joghurt, Käse und Ei fordert. Die drei Initiatoren Philipp Steuer, Nadine Steuer und Stefan Kirschke sehen darin eine wenig kontroverse politische Maßnahme mit lenkender Wirkung. Macht mit und fordert Wirtschaftsminister Robert Habeck sowie Landwirtschaftsminister Cem Özdemir auf, die Mehrwertbesteuerung von pflanzlichen Lebensmitteln auf wenigstens fünf Prozent zu reduzieren und dabei alle pflanzlichen Alternativen zu den „tierischen Originalen“ einzuschließen.

Zur Petition

Bei der Anti-Atom-Radtour mitradeln

2022 werden die letzten drei von einst 36 AKW in Deutschland abgeschaltet. Um das Engagement aller ins öffentliche Bewusstsein zu rücken, die sich dafür jahrzehntelang eingesetzt haben, organisiert die Initiative .ausgestrahlt eine sechswöchige Anti-Atom-Radtour. Sie führt vom 9. Juli bis 4. September quer durch Nord- und Süddeutschland, mit Abstechern nach Belgien, in die Niederlande, in die Schweiz und nach Frankreich. Die radelnde Anti-Atom-Demo wird an entscheidenden Schauplätzen Station machen und auch über die zahlreichen verbleibenden Atomprobleme informieren. Ihr könnt einzelne Tage oder mehrere Etappen oder auch einfach nur ein paar Feierabend-Kilometer mitradeln, vor Ort gibt es je ein umfangreiches Programm.

Mitfahren

Petition: Kein Freifahrtschein für neue Gentechnik

Nicht hinter unserem Rücken: Neue Gentechnik-Verfahren müssen weiterhin reguliert werden, fordert der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW). Die Petition des Bio-Dachverbands richtet sich vor allem an Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir und Bundesumweltministerin Steffi Lemke. Sie sollen sich in Brüssel dafür einsetzen, dass neue Gentechnik-Verfahren weiterhin dem EU-Gentechnikrecht unterliegen, damit Kennzeichnung, Risikoprüfung, Zulassung, Rückverfolgbarkeit, Transparenz, Monitoring und Haftung verpflichtend bleiben.

Hintergrund ist die verstärkte Lobbyarbeit von Konzernen, Technik- und Wissenschaftsvereinigungen, die neue Gentechnik-Verfahren von dieser Regulierung befreien wollen. Sollte sich diese Lobby durchsetzen, könnten Gentechnisch veränderte Organismen (GVO) auf den Saatgut- und Lebensmittelmarkt gelangen. Eine gentechnisch veränderte Tomate wäre dann zum Beispiel nicht mehr von herkömmlich gezüchteten zu unterscheiden (lest mehr dazu in unserem Artikel).

Zur Petition

Votet das beste Schulprojekt für Klimaschutz

Energiesparmeister Voting

Die Siegerschulen des Wettbewerbs „Energiesparmeister“ stehen fest. Eine Expertenjury hat die 16 besten Klimaschutzprojekte aus allen Bundesländern sowie einen Sonderpreisträger ermittelt. Die Projekte reichen von Energiespar-Aktionen über den Bau von Photovoltaik- und Windkraftanlagen bis hin zu neuen Wahlpflichtfächern zu den Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Alle Landessieger erhalten 2.500 Euro Preisgeld sowie eine Patenschaft mit einem Unternehmen oder einer Institution aus der Region. Doch nur eine Schule bekommt den Titel „Energiesparmeister Gold“ sowie weitere 2.500 Euro Preisgeld – und ihr könnt mitbestimmen, welche das ist:

Zum Voting der Siegerschule

Wie viele Pestizide stecken in unseren Haaren?

Pestizide gefährden unsere Gesundheit und bedrohen die Artenvielfalt. Sie werden in der Landwirtschaft verspritzt, bleiben aber nicht einfach auf Feld oder Acker. Sie lassen sich im Wasser, in unserem Essen und sogar in der Atemluft nachweisen. Stecken sie auch in uns? Macht mit beim großen Pestizid Check-Up und findet es heraus: Ihr könnt das Crowdfunding der Aktion vom Netzwerk Wir haben es satt unterstützen und mithelfen, dass möglichst viele Menschen in ganz Europa ihre Haare auf Pestizid-Rückstände testen lassen können. Und wenn ihr mögt, selbst eine Strähne eurer Haare ins Labor schicken. Dort wird die Probe auf 30 Pestizide getestet. Wer einen eigenen Test mit individueller Auswertung machen will, zahlt 150 Euro. Wer einen durch das Crowdfunding finanzierten Soli-Test machen will, zahlt nur die technischen Kosten, nämlich 15 Euro für Testkit und Versand. Das Labor entscheidet dann aufgrund der erhobenen Daten und je nach Sammelstand des Crowdfundings, ob die Haare getestet werden.

Mitmachen

Verbot des Grundschleppnetzfischens fordern

Die Grundnetzschleppfischerei ist tödlich für Delfine, Robben, Korallen, Seepferdchen und Hunderte andere Arten im Meer – und damit auch für das gesamte Ökosystem Ozean. Sie sollte deshalb in allen Meeresschutzgebieten sofort verboten werden, fordert das We Move Europe Team gemeinsam mit weiteren Organisationen wie Our Fish, WDC und Oceana. Unterzeichnet die Forderung an das Europäische Parlament und die Europäische Kommission.

Mitmachen

Petition für kinderfreundliches Straßenverkehrsrecht

Kinder haben im Verkehr oft das Nachsehen: Radwege sind zu schmal, Kreuzungen unübersichtlich, Autos zu schnell. Die Kidical-Mass-Bewegung fordert Verkehrsminister Volker Wissing deshalb auf, das Straßenverkehrsrecht zu erneuern: Die Schutzbedürftigkeit von Kindern soll im Mittelpunkt stehen, Städte und Gemeinden sollen kinder- und fahrradfreundliche Maßnahmen im gesamten Stadtgebiet frei umsetzen dürfen.

Unterzeichnen

Plakette „Vogelfreundlicher Garten“ in Bayern

Der Landesbund für Vogelschutz Bayern und das Bayerische Artenschutzzentrum des Landesamts für Umwelt verleihen die Plakette „Vogelfreundlicher Garten". Als private Gartenbesitzer könnt ihr euch bewerben, wenn eure Gärten wertvollen Lebensraum für Vögel und Insekten bieten. Eine Jury bewertet dann euer Grün – ihr könnt übrigens auch selbst Teil der Jury werden.

Bewerben

Appell: Gesetz zur Wiederherstellung der Natur veröffentlichen

Bäuerliche Familienbetriebe in ganz Europa zeigen: Landwirtschaft im Einklang mit der Natur, mit Anbau verschiedener Kulturpflanzen, Pflege des Bodens und Anpflanzung von mehr Bäumen, ist möglich. Die EU wollte ein neues Gesetz veröffentlichen, das diese Art, Lebensmittel anzubauen, schützt. Doch die Agrarlobby verhindert es und nutzt den Krieg in der Ukraine als Vorwand: Sie argumentieren, wegen des knapper werdenden Weizens und Mais, müssten auch Flächen wie Wälder und Feuchtgebiete für den Anbau freigegeben werden – genau diese Flächen sollte das Gesetz zur Wiederherstellung der Natur schützen. Eine Kampagne von WeMoveEurope wendet sich dafür jetzt an die EU-Kommission.

Appell unterzeichnen

Reicht eure Natur-Fotos beim BUND Baden-Württemberg ein

Der BUND Baden-Württemberg sucht bis zum 30. April die schönsten Naturfotos. Der Wettbewerb mit dem Motto „Reiches Baden-Württemberg“ will das Bewusstsein für die Bedeutung der Artenvielfalt stärken. Die fotografierten Tiere und Pflanzen müssen in Wildnis leben. Zu gewinnen gibt es unter anderem ein Wochenende im Tipi, Jurte oder Zirkuswagen auf der Schwäbischen Alb.

Beim Wettbewerb mitmachen

Pestizide aus Naturschutzgebieten in NRW verbannen

Eigentlich hält ein bundesweites Gesetz eine Reihe von Pestiziden, die gefährlich für Insekten sind, von Naturschutzgebieten fern. Nicht aber in Nordrhein-Westfalen: Dort gewährt Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser umfassende Ausnahmen. Dieses Verhalten bedroht Wildbienen, Schmetterlinge und andere Insekten an Orten, an denen sie besonders geschützt sein sollten. Fordert Heinen-Esser auf, gesunde Lebensräume über wirtschaftliche Interessen zu stellen.

Appell unterzeichnen

Macht mit beim Wettbewerb Klimaschutz nebenan

Wettbewerb zum Klimaschutz in der Nachbarschaft

Die nebenan.de-Stiftung initiiert den bundesweiten Wettbewerb „Klimaschutz nebenan“ und sucht die besten Vorschläge, Klimaschutz in der eigenen Nachbarschaft zu gestalten. Die eingereichten Ideen müssen noch nicht umgesetzt sein. Die zehn beliebtesten Ideen werden durch ein Online-Voting ermittelt und bekommen ein Startkapital von jeweils 1.000 Euro. Zum Finale des Wettbewerbs werden die fünf besten Ideen durch eine Fachjury mit jeweils weiteren 2.000 Euro prämiert.

Teilnehmen

Pflanzwettbewerb: Wir tun was für die Bienen

Logo Deutschland summt

Wie wäre es mit einer insektenfreundlichen Pflanzaktion? Beim Pflanzwettbewerb „Wir tun was für die Bienen“ der Initiative „Deutschland summt“ werden die besten Beiträge mit Geldpreisen bis zu 400 Euro und einer Einladung zu Prämierungsfeier in Berlin belohnt – und ganz nebenbei tun alle Teilnehmenden etwas für die Artenvielfalt. Wie genau das geht, lest ihr hier:

Beim Wettbewerb mitmachen

10 Maßnahmen, um die Abhängigkeit von russischem Öl einzudämmen

Greenpeace analysiert, was konkret helfen würden, um ein Drittel der russischen Importe sofort einzusparen (darunter ein Tempolimit, das Absenken der Raumtemperatur und ein Verbot von Inlandsflügen). Im 10-Punkte-Plan „Kein Öl für Krieg“ könnt ihr die Maßnahmen samt Berechnungsgrundlage nachlesen.

Greenwashing von Investitionen in Atomkraft und Erdgas verhindern

Die EU-Kommission hat Anfang Februar in der sogenannten Taxonomie Atomkraft und Erdgas als nachhaltig eingestuft. Das ermöglicht es, Milliarden in neue Atom- und Gaskraftwerke in Europa zu pumpen. Allerdings hat die Kommission das EU-Parlament bei der Entscheidung nicht beteiligt, sondern die Taxonomie als „delegierten Rechtsakt" beschlossen. Deshalb können die Abgeordneten ihr Veto einlegen. Helft mit, die nötige Mehrheit von mindestens der Hälfte der Abgeordneten zu organisieren, die aktiv mit „Nein" stimmen: Es wird besonders auf die konservative EVP-Fraktion (in Deutschland: CDU/CSU) und die Liberalen (FDP und Freie Wähler) ankommen. Schreibt den Abgeordneten dieser Fraktionen aus eurem Bundesland.

Pestizideinsätze für alle offenlegen

Das Umweltinstitut München fordert Transparenz über den Einsatz von Pestiziden in Deutschland. Bisher werden die Spritzdaten von Behörden nur stichprobenartig kontrolliert, für die Öffentlichkeit sind sie allerdings nicht einsehbar. Eine Petition an Landwirtschaftsminister Cem Özdemir verlangt, ein System zur elektronischen Erfassung und Veröffentlichung der Pestizideinsätze zu erarbeiten. Alle sollen dadurch die Spritzdaten auf Äckern in der eigenen Nachbarschaft transparent einsehen können.

Petition unterzeichnen

Petition für eine europäische Saatgut-Patentkonferenz

Von Patenten auf konventionell gezüchtete Pflanzen und Tiere sind unter anderem Braugerste, Buschmelonen, Salat und Tomaten betroffen. Viele der Patente erstrecken sich auch auf Lebensmittel, bis hin zum Bier. Deshalb unterstützt jetzt auch die Initiative „Die freien Brauer“ die Forderung nach einer europäischen Patentkonferenz. Zusammen mit rund 50 weiteren Organisationen fordern sie wirksame Maßnahmen gegen Patente für Verfahren, die auf Kreuzung, Selektion oder zufälligen Mutationen beruhen, sowie gegen die Ausweitung von Ansprüchen von Gentechnik-Patenten. Ihr könnt die Petition auch als einzelne Personen unterzeichnen, zum Beispiel bei Keine Patente auf Saatgut!, den Freien Brauern oder beim Gen-ethischen Netzwerk.

Handbuch für die Klimawende

Macht eure Stadt klimaneutral. Ihr fragt euch, wie? Das Umweltinstitut München hat jetzt ein Handbuch dazu veröffentlicht: „Klimawende von unten“. Bestellt euch die Broschüre und legt los.

Appell: Raus aus der Anwendung chemisch-synthetischer Pestizide!

Das Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft fordert die neue Bundesregierung auf, schrittweise bis 2035 aus der Anwendung chemisch-synthetischer Pestizide auszusteigen. Die Regierung müsse mehr für den Schutz von Klima und Bio-Diversität unternehmen.

Appell unterschreiben

Petition für den Ausbau der Solarenergie

Solare Baupflicht für neue Gebäude, Hallen und Großparkplätze: Ihr könnt jetzt diese Petition unterzeichnen, wenn Ihr dazu beitragen wollt, dass die flächensparende Sonnenenergienutzung auf Gebäuden, Hallen und über Großparkplätzen schneller und stärker als bisher ausgebaut werden soll.

Petition unterzeichnen

Klimawende von unten

Seit Jahren verschleppt die Bundesregierung den Kohle-Ausstieg, den Ausbau der erneuerbaren Energien und die Verkehrswende. Hilfreiche Tipps, wie ihr mit Mitteln direkter Demokratie Klimapolitik in die eigene Hand nehmen könnt, erfahr ihr bei dem Projekt „Klimawende von unten“.

Klimapolitik in die Hand nehmen

Kein Antibiotika-Missbrauch im Stall

Ein neues Gesetz soll die Vergabe von Reserve-Antibiotika im Stall eigentlich beenden. Jetzt droht eine Aufweichung der Verordnung, mit der dieser Medikamentenmissbrauch in der Tierhaltung auch in Zukunft möglich wäre. Fordert gemeinsam mit dem Umweltinstitut München jetzt vom Landwirtschafts- und Gesundheitsministerium, Reserve-Antibiotika endgültig aus den Ställen zu verbannen!

Appell unterschreiben

Gen-Schere regulieren

Die EU-Kommission erwägt, die verpflichtende Risikoprüfung und Kennzeichnung für viele Pflanzen und Tiere abzuschaffen, die mit Neuer Gen-Technik verändert wurden. Testbiotech will das nicht hinnehmen – und hat ein Schreiben an die verantwortlichen Politiker entworfen, das ihr verschicken könnt.

Aktion unterstützen

Gen Drives stoppen

Mithilfe von Gene Drives lassen sich wildlebende Arten gentechnisch verändern, einmal freigesetzt, lässt sich der Prozess nicht mehr aufhalten. So könnte die gezielte Ausrottung bestimmter Arten letztlich die Stabilität ganzer Ökosysteme gefährden. Fordert deshalb die deutsche Bundesregierung und den EU-Ministerrat auf, erste Freisetzungen von Gene-Drive-Organismen in die Natur zu verhindern.

Forderung unterschreiben

Appell für neue Grundrechte in Europa

Ferdinand von Schirach schlägt in seinem neuen Buch „Jeder Mensch“ sechs neue Grundrechte für die EU vor. An erster Stelle das Recht, in einer gesunden und geschützten Umwelt zu leben.

Vorschlag unterstützen

Aktion „Raus aus dem Anti-Klima-Abkommen“

Auf Basis des internationalen Vertrags über die Energiecharta laufen aktuell mehrere Verfahren von europäischen Energiekonzernen gegen EU-Staaten, weil sie aus Kohle- und Atomkraft aussteigen wollen. Das Umweltinstitut München und weitere 30 Organisationen aus neun europäischen Ländern fordert die EU-Kommission und die Regierungen der EU-Mitgliedstaaten auf, diesen Anti-Klimaschutz-Vertrag zu verlassen.

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