Editorial - Schrot und Korn

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Manchmal geht nur Holzhammer

Stephanie Silber

Verantwortliche Redakteurin Schrot & Korn

Liebe Leserin, lieber Leser,

gehen Sie in Deckung, ich hole den Holzhammer raus: Essen Sie endlich weniger Fleisch!

Das tat mal gut. Eigentlich möchten wir bei Schrot&Korn durch die Argumente unserer Artikel und Informationen zum Nachdenken anregen. Wenn es gut läuft, führt das dazu, dass Menschen hier und da ihr Verhalten ändern. Aber manchmal werde ich wahnsinnig ungeduldig und möchte einfach mal laut schreien. Anlass dieses Mal ist eine Studie, die im Fachmagazin Nature Communications erschien (siehe S. 6). Demnach könnte die Landwirtschaft weltweit auf Bio umgestellt werden und alle Menschen davon satt werden, wenn wir „nur“ unsere Essgewohnheiten etwas veränderten. Das heißt konkret: weniger Fleisch, weniger Essen wegschmeißen. „Unrealistisch“, sagen Experten dazu.

Ja mein Gott, warum verflixt noch mal, ist es so schwer weniger Fleisch zu essen? Wir tun es doch für uns! Die Auswirkungen von Klimawandel und Artensterben werden drastisch für uns Menschen sein. Und wenn diese Gründe nicht reichen: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hält etwa 30 Kilo Fleischverzehr im Jahr gesundheitlich vertretbar, wir liegen im Schnitt bei 60.

Aber wem sage ich das? Sie gehören vielleicht schon zu denjenigen, die öfter auf Mettwurst und Schnitzel verzichten und es sich, wenn, in Bio-Qualität gönnen. Dann drücken Sie Schrot&Korn doch mal jemandem in die Hand, von dem Sie wissen, dass ihm dies noch schwerfällt. So, jetzt habe ich mich abgeregt. Danke für Ihr Verständnis.

Ihre

Stephanie Silber

 

Kommen Sie mit!

Haben Sie Lust, mit uns die weltgrößte Bio-Messe in Nürnberg zu besuchen?  Diese öffnet im Februar ihre Türen – normalerweise nur für Fachbesucher. Wenn Sie dabei sein möchten, blättern Sie schnell auf Seite 51.