Naturmöbel liegen massiv im Trend - Schrot und Korn

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Naturmöbel liegen massiv im Trend

Tipps für die natürliche Pflege

Ein- bis zweimal im Jahr sollten alle Oberflächen der Holzmöbel mit Öl und Wachs gepflegt werden, stark beanspruchte Möbel wie Schreibtisch oder Küchenarbeitsfläche durchaus öfter. Die entsprechenden Produkte gibt es im Naturwarenfachgeschäft. Hier einige Tipps für die umweltfreundliche Pflege:

  • Zur Erstbehandlung und zum Nachölen werden beispielsweise Kräuteröle angeboten, die aus Substanzen von Pinien, Lein, Baumsamen und Zitronenschalen gewonnen werden. Wer lieber auf ätherisches (Zitronen-)Öl verzichten möchte, kann seine Holzmöbel mit Naturharz-Hartöl imprägnieren.
  • Meist empfiehlt sich als zusätzlicher Schutz das Wachsen der Oberfläche, wenn das Öl eingezogen ist und die tieferen Schichten schützt. Mit einem Wolltuch hauchdünn aufgetragenes Balsam aus Bienen- oder Pflanzenwachs härtet nach einigen Tagen aus und verleiht dem Holz Widerstandsfähigkeit - und durch leichtes Polieren einen seidigen Glanz.
  • Von geölten Oberflächen können verschüttete Flüssigkeiten wieder abgewischt werden, ohne dass sie gleich Spuren hinterlassen. Allerdings sollte man so schnell wie möglich reagieren.
  • Alten Wasserflecken, Obstflecken oder Spuren von Filzstiften kann man mit flüssiger Möbelseife beikommen. Sie wird einfach lauwarmem Wasser beigemischt und erhält den warmen Farbton der Möbel.
  • Steckt der Schmutz tiefer, hilft leichtes Anreiben mit feinem Schleifpapier; anschließend ölen und neu wachsen. Kratzer und Dellen kann man nach dem Anschleifen mit dem Bügeleisen vorsichtig herausdämpfen. Dabei ein feuchtes Tuch unterlegen, und mit dem Bügeleisen keinesfalls die Möbeloberfläche berühren. Ist die Faser aufgequollen und die Stelle wieder trocken, kann man nachschleifen und wieder einölen. Nach zwei Stunden neu wachsen.

Zum Nachfragen und Nachschlagen

Der in Köln ansässige Europäische Verband ökologischer Einrichtungshäuser (EVÖE) hat sich bei seiner Gründung vor fünf Jahren zum Ziel gesetzt, den Verbrauchern Sicherheit beim gesunden Einrichten zu bieten und bei Händlern und Herstellern die Umstellung auf ökologisch einwandfreie Produkte voranzubringen.

Dem Verband gehören mittlerweile rund 100 Möbelhändler in Deutschland, der Schweiz und Österreich an, die unter dem Label ÖkoControl Einrichtungsgegenstände anbieten.

Unter folgender Anschrift können die kostenlosen Info-Broschüren "Ökologisch einrichten" und "Allergien im Schlafbereich" angefordert werden. Dort kann man auch - nach Postleitzahlen geordnet - erfahren, wo ein Möbelhaus in der Nähe ÖkoControl-Produkte anbietet. Die Adresse: ProÖko Servicegesellschaft ökologischer Einrichtungshäuser mbH, Geschäftsstelle Köln, Sabbelratherstr. 26 a, 50823 Köln, Tel 02 21/ 5 10 17 03, Fax: 02 21/ 52 61 06


Mehr Öko-Möbel, weniger Öko-Look

Eine umweltfreundliche und gesundheitsverträgliche Einrichtung liegt im Trend. Doch im Aussehen rücken die Möbel der neuen Generation immer stärker vom traditionellen Öko-Look ab. Über die Trends sprach Schrot & Korn-Mitarbeiterin Christiane Pfeiffer mit Margit Mederer vom Europäischen Verband ökologischer Einrichtungshäuser in Köln.

S&K: In den letzten Jahren scheinen immer mehr konventionelle Hersteller und Händler auf den Trend in Richtung natürliche Möbel aufgesprungen zu sein. Gibt es Zahlen zur Entwicklung des Marktes?

Margit Mederer: Da vermehrt Zahlen über Naturkost und ökologische Landwirtschaft veröffentlicht werden, liegt die Annahme nahe, Ähnliches gäbe es auch für den Bereich Möbel. Leider verhält es sich nicht so. Da der Begriff "Naturmöbel" noch zu unterschiedlich definiert wird, liegen bis heute keine seriösen Zahlen vor. Weder zum Verbraucherverhalten noch zum Angebot.

Wenn es auch keine verlässlichen Marktstudien gibt, wie sehen denn die Trends aufgrund Ihrer täglichen Erfahrung aus?

Der Trend geht hin zu natürlichen Möbeln. Diesen subjektiven Eindruck können wir aus unserer Erfahrung als Verband auf jeden Fall bestätigen. Dabei haben sich die Kundenkreise mittlerweile deutlich verändert: War es früher eine eher rustikalere Ökoszene, die sich für gesunde Möbel interessiert hat, sind es jetzt zunehmend auch junge Familien. Das Publikum der Naturmöbelhäuser ist jünger geworden.

Worauf legen die Kunden besonderen Wert?

Die Verbraucher wollen gesund wohnen. Wo Eltern im Zuge der rasant steigenden Umweltbelastung auf schadstofffreie Ernährung ihrer Kinder achten, wächst häufig auch das Interesse am gesunden Einrichten. Sicher auch begründet durch umweltbedingte Erkrankungen oder der Angst davor.

Dann steht also gesundheitliche Unbedenklichkeit ganz oben auf der Verbraucherwunschliste?

Nicht nur. Früher reichte es aus, dass Möbel gesund waren. Aber seit kurzem ist innerhalb der Öko-Möbel-Szene eine starke Neuorientierung zu bemerken.

In welche Richtung?

Die Anforderungen an das Design sind gewachsen: Möbel sollen jetzt zuallererst optisch ansprechen und dabei wie selbstverständlich auch gesund sein. Dieser Entwicklung tragen wir auch als Verband Rechnung, zum Beispiel in unserem neuen Katalog "Sensitive Living" mit gesunden Schlafmöbeln, die das Auge ansprechen.

Was spricht denn das Auge des Käufers an? Sind es noch die abgerundeten Konturen der massiven Holzmöbel?

Mittlerweile sehen die Möbel nicht mehr so wuchtig aus. Die neuen Linien zeichnen sich durch einen schlankeren Holzverbrauch aus. Die Formen sind insgesamt leichter und schlichter geworden, Flexibilität ist wichtig. Hoch im Kurs stehen etwa zierliche Einzelmöbel aus Ahorn oder Buche und geradlinige Sofas mit abnehmbaren Bezügen.

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