Miteinander - Schrot und Korn

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Miteinander

Alternatives Wohnen

Das Earthship soll landen

In Schloss Tempelhof bei Kreßberg entsteht das erste „Earthship“ in Deutschland. Das in den USA entwickelte Gebäudekonzept zeichnet sich durch geschlossene Energie- und Versorgungskreisläufe aus, das Gebäude besteht im Wesentlichen aus lokal verfügbaren, wieder verwerteten oder natürlichen Baumaterialien. Das „Earth-ship“ soll Inspiration für alternative, ökologische Bauprojekte in Deutschland sein. Weltweit wurden bereits Hunderte Earth-ships gebaut. Eine Realisierung in Deutschland war bisher am Baurecht gescheitert. „Mit energetischer Autarkie und radikal nachhaltigem Bauen setzt das Projekt Maßstäbe“, so Roman Huber, Vorstand der Stiftung Schloss Tempelhof und Bauherr. „Wir wollen Leben und Lernen verbinden.“ Das lehmverputzte Haus wird passiv durch Solarwärme geheizt. Gebrauchte Autoreifen dienen, aufgeschichtet und mit Erde gefüllt, als Wand und thermaler Speicher. Die elektrische Energie wird durch Photovoltaik erzeugt und der Strom in Batterien gespeichert. Die Räume werden im Sommer durch Kamineffekte mit Lüftungsfenstern und Ventilationsschächten klimatisiert. Die der Sonne zugewandte Fassade des Earthships ist vollständig verglast und beherbergt das innen liegende Gewächshaus, das die Luft mit Sauerstoff und Wasserdampf anreichert. Einziger Abstrich: Das Haus muss an das lokale Frisch- und Abwassernetz angebunden werden. Geplant ist das Earth-ship als Teil eines Wohnkomplexes: Es soll Küche, Duschen, Toiletten und Wohn- und Esszimmer für 25 Menschen bieten. Deren individuelle „Zimmer“ werden als Bauwagen und Jurten hufeisenförmig um das Earthship als Haupthaus stehen. 

So können Sie mithelfen

Neben Geldspenden werden zum Bau noch 1000 Autoreifen ohne Felgen und 10.000 Flaschen gesucht. Diese möglichst bunt, egal in welcher Größe und Farbe.

www.earthship-tempelhof.de

Leben ohne ... Tampons

Mondtasse, Menstruationstasse (Foto: PR-Material Me Luna)Vor fast einem Jahr hat mich eine Freundin von einer tollen Sache überzeugt: der Menstruationstasse. Sie ist fast eine Offenbarung für mich! 

Neben dem neuen Körpergefühl während meiner Periode – nicht ständig ein Klo suchen oder rennen, weniger Krämpfe – muss ich mir ganz einfach keine Gedanken mehr machen. 

Eine Tasse hat bei gutem Umgang eine Lebenszeit von fünf bis zehn Jahren! Das heißt: Kein lästiges Einkaufen von Monatshygiene mehr, kein dran denken, dass man auch ja genug Vorrat dabei hat und das Beste – kein Müll! Man schüttet das gefangene Blut in die Toilette, spült die Tasse aus und setzt sie wieder ein. Zwischen dem Zyklus wird sie einfach abgekocht. 

Anja Scharf (Foto: privat)Gut, das Einsetzen hat bei mir schon noch einige Übung gebraucht. Deswegen unbedingt die richtige Tasse finden – seit dem 3. Tassenzyklus geht bei mir alles rund.  

Anja Scharpf

arbeitet in einem Bio-Laden in Frankfurt am Main und wartet auf die Zulassung für ein Textiltechnologie- und Management-Studium. 

Worauf verzichten Sie?

Fernsehen, zuckerhaltiges Essen, Konsum – was ist bei Ihnen gestrichen und wie lange? Erzählen Sie uns davon!

‣ Alle Kontaktmöglichkeiten finden Sie hier

(Fotos: PR-Material Me Luna; Privat)

Aufruf vom Regisseur 

Kino-Verbot für Prinz Charles

Filmplakat Der Bauer & sein Prinz (Foto: Fotos: PR-Material)Eigentlich eine Erfolgsgeschichte: Prinz Charles und sein Bio-Landwirt. 

Der Dokumentarfilm „Der Bauer und sein Prinz“ zeigt den englischen Thronanwärter Prinz Charles als Bio-Landwirt, der offen seine Meinung zu Problemen der konventionellen Landwirtschaft ausspricht. In Deutschland läuft der Film seit November 2014 in den Kinos. Über 30.000 Zuschauer haben den Film bereits gesehen, seit Juni dieses Jahres zeigen ihn auch Kinos in Österreich und der Schweiz. Im Heimatland des Prinzen wurde der Film bislang nicht veröffentlicht, wie Regisseur Bertram Verhaag jetzt mitteilte. „Die Offenheit des Prinzen in seinen Äußerungen bescherte uns ein Verbot des Royal Press Office, den Film in England und dem gesamten Commonwealth zu zeigen“, so Verhaag in einer Mitteilung. Und das, obwohl immer eine Vertreterin des Press Office bei den Dreharbeiten gewesen sei. Gegen das Verbot vorgehen möchte Verhaag aber nicht – er hofft vielmehr auf das Engagement seiner Zuschauer. Es hätten schon viele davon die englische Version des Films auf eigene Kosten an ihre privaten Kontakte auf der Insel geschickt, so der Regisseur. Auch die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten in Deutschland haben es laut Verhaag bislang ebenfalls abgelehnt, den Film zu zeigen. Er ruft nun alle Interessierten dazu auf, den TV-Sendern zu schreiben, warum sie den Film für wichtig halten. Mehr auf www.derbauerundseinprinz.de.

 

 

 

Milchpreise (Foto: thinkstock/luna4)Schrot&Korn Umfrage

Milchpreise 

Im April 2015 berichteten wir über die „Milchpreise im Sturzflug“: Deutsche Bauern, die mehr Milch produzieren als wir brauchen und die dadurch fallenden Preise, die auch die heimischen Bio-Landwirte finanziell treffen. Und wir fragten Sie: Was sind Sie bereit, für Ihre Bio-Milch zu zahlen? Wählen konnten Sie zwischen 0,59 Euro, 1,45 Euro und 2,15 Euro den Liter.

(Foto: thinkstock/luna4)

Erschienen in Ausgabe 10/2015
Rubrik: Leben&Umwelt

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