Miteinander 09|2018 - Schrot und Korn

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Miteinander 09|2018

Miteinander ©  www.bund.net – anzebizjan – stock.adobe.com
Die „Rette unser Wasser“-Postkarte und Aufkleber der aktuellen Wasserkampagne des BUND. © www.bund.net – anzebizjan – stock.adobe.com

 

BUND-Postkarten-Kampagne „Rette unser Wasser“

Schreiben Sie der Ministerin!

Wasser ist für Menschen, Tiere und Pflanzen lebenswichtig. Deshalb muss Wasser sauber sein. Aber 92 Prozent aller Flüsse und Seen in Deutschland sind laut BUND-Gewässerreport, der auf Daten des Umweltbundesamtes basiert, in einem alarmierend schlechten Zustand – auch durch Nitrat, Pestizide und Schadstoffe. Der BUND hat deshalb eine Postkarten-
aktion gestartet: Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner wird aufgefordert, „echte Maßnahmen für eine gewässerfreundliche Landwirtschaft“ einzuleiten. Der BUND will zum Beispiel ein Verbot von nachweislich schädlichen Pestiziden, schärfere Düngegesetze und bundesweit zehn Meter breite Randstreifen an Gewässern, um Flüsse und Seen vor Nitrat und Pestiziden zu schützen. Auch biologischer Anbau wäre perfekt. Ein Grund für zu viel Nitrat im Grundwasser ist die Massentierhaltung: „Jährlich entstehen mehr als 200 Millionen Kubikmeter flüssiger Wirtschaftsdünger – Gülle, die auf viel zu wenig Fläche ausgebracht wird“, so der BUND. So kommt Nitrat ins Grundwasser. Zu viel Nitrat im Wasser könne aber das Krebsrisiko erhöhen. Deutschland wurde bereits wegen hoher Nitratbelastung der Gewässer durch den Europäischen Gerichtshof verurteilt. Aber Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner tue noch immer viel zu wenig, um die Situation zu verbessern. Das soll sich mit der Aktion ändern, die bis Mitte September läuft; am 20.9. startet die Wasserkonferenz in Wien. www.wasserpostkarte.de ml


Erfolgreiches Crowdfunding

Der Kalender, aus dem was wächst ...

Der „Wachsende Kalender“ hat es geschafft: Die Crowdfunding-Kampagne war erfolgreich. Es sind gut 20 000 Euro zusammengekommen, fast doppelt so viel wie geplant. Jetzt wird es den „Wachsenden Kalender“ bald auf einigen Weihnachtsmärkten und in einzelnen Bio-Läden geben. Die Idee: Normale Kalender sind Produkte, die man irgendwann wegwirft; nicht so den „Wachsenden Kalender“. Denn im Kalenderblatt, das am Monatsende ausgedient hat, haben die Macher Pflanzensamen versteckt. Legt man das Papier zerrissen in die Erde und gießt gut, wachsen Blumen, Möhren oder Kräuter; jeden Monat etwas anderes. Das gelingt sogar Menschen ohne grünen Daumen. Ein Produkt als Zeichen gegen die vorherrschende Wegwerf-Mentalität. www.der-wachsende-kalender.de ml


 

Erschienen in Ausgabe 09/2018
Rubrik: Leben&Umwelt

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