Gala der Besten - Schrot und Korn

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Gala der Besten

BBL Gala © Peter Roggenthin/Thomas Langreder/bio verlag
Lisa Martinek und Stephanie Silber freuen sich mit Judith Schiesser über ihren Preis „Bester Bio-Laden“; daneben die Paten Saskia Lackner (Bohlsener Mühle), Michael Welte und Heike Pfeiffer (ÖMA) (v.l.n.r.). © Peter Roggenthin/Thomas Langreder/bio verlag

LESERWAHL 2019 Schrot&Korn-Leser bewerteten ihre Bio-Läden. Auf einer Gala haben wir jetzt auf der größten Bio-Messe der Welt die besten Läden mit Urkunden und Ähren ausgezeichnet. Manfred Loosen

Die Schauspielerin Lisa Martinek überreichte den besten Bio-Läden Deutschlands ihre Trophäen. Zuvor hatte sie für eine nachhaltige Ernährung geworben, möglichst mit Bio-Produkten. Und sie sprach sich in ihrer kurzen Rede für einen deutlich reduzierten Fleischkonsum aus: „Es macht mich traurig, wenn ich bei Drehs manchmal sehe, wie viel Fleisch da steht – und gegessen wird!“

Mehr als 100 Läden holten sich in Nürnberg auf einer großen Gala ihre Gold-, Silber- und Bronze-Urkunden ab. Die gab es für Kategorien wie „Frische Obst und Gemüse“, „Fachkundige Beratung“, „Preis-Leistungs-Verhältnis“ oder „Gesamteindruck“ (ob Ihr Laden dabei ist, steht auf den Seiten 16 bis 18.)

Moderiert wurde die Schrot&Korn-Gala von Stephanie Silber, der verantwortlichen Redakteurin, und Markus Giegerich von Beat&Breakfast aus Frankfurt. Roter Faden des Abends war – neben der Auszeichnung der Läden – das Thema „Werte-Gemeinschaft“. „Ihr seid mit Euren Läden mehr als nur Verkäufer“, sagte Markus Giegerich, „Ihr steht für Inhalte, für Werte, für Überzeugungen.“

Das Gemeinsame in Bio-Läden stellte auch Sabine Kauffmann, die Geschäftsführerin des bio verlags, heraus: „Unsere große Bio-Familie hat eine Idee, ein Ziel: nämlich, die Welt jeden Tag ein bisschen besser zu machen!“ Dem stimmte auch Elke Röder zu. Die Geschäftsführerin des Bundesverbands Naturkost Naturwaren stellte die Werte der Branche in den Mittelpunkt ihrer kurzen Rede: „Bio-Läden präsentieren wertvolle Produkte in einem 100-prozentigen Bio-Umfeld. Hier ist Bio wirklich essentiell, im Discount wird Bio reduziert auf eine Rolle als Imageträger.“

Die besten Bio-Läden bekamen jeweils Paten an ihre Seite gestellt. Das waren Bio-Hersteller oder Verbände, die nun ein Jahr lang die Sieger-Läden begleiten und unterstützen. Die Naturkostsafterei Voelkel zum Beispiel hilft beim „Noch-Grüner-Werden“: Sie stiftet und pflanzt Apfelbäume. Jurek Voelkel erzählte vom jahrzehntelangen Kampf gegen das atomare Endlager in seiner Heimat im Wendland. „So erfolgreich unser Widerstand gegen AKWs war – bald sind alle stillgelegt! –, so erfolgreich müssen wir jetzt auch bei Ackergiften sein: Glyphosat muss verboten werden!“, rief er und bekam donnernden Applaus dafür.

Nach der Gala war noch viel Zeit, bei erfrischenden Getränken, leckerem Essen und Musik einer Jazz-Combo ein bisschen zu feiern und zu netzwerken. „Ich kann’s immer noch nicht glauben, dass wir der beste Bio-Laden sind“, sagte Judith Schiesser von der „Kornecke“ in Höhr-Grenzhausen und wischte sich eine Freudenträne von der Wange.

 

Die Leserwahl wurde unterstützt von:

Erschienen in Ausgabe 04/2019
Rubrik: Leben&Umwelt

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