Anzeige

Anzeige

Aus der Branche 05 |2017

Aus der Branche - Bantam-Mais gegen Gentechnik (© PR-Material)
(© PR-Material)

Saatgut-Aktion

Bantam-Mais gegen Gentechnik

Gärtner, Bauern und Balkon-Besitzer können jetzt ein Zeichen gegen Gentechnik setzen, indem sie den samenfesten Süßmais „Golden Bantam“ anbauen. Mit ihrer jährlichen Saatgut-Aktion protestiert die Aktion Bantam-Mais, hinter der die Initiative Save our Seeds steht, bereits seit dem Jahr 2006 gegen den Anbau von Gentech-Mais. Erfolgreich: An Zehntausenden Standorten in Deutschland wachsen mittlerweile die Pflanzen. Seit dem Jahr 2009 ist der Anbau von Gentech-Mais in Deutschland verboten.

Und so kann man sich an der Aktion beteiligen: Interessierte bestellen das Bantam-Saatgut bei einer der Bezugsquellen oder tauschen diese mit Nachbarn und im Bantam-Forum. Anschließend einfach den eigenen Anbaustandort online, per Fax oder Post bei der Aktion melden. In der „Goldenen Bantam Karte“ werden alle Anbau-Standorte von gentechnikfreiem und samenfestem Zuckermais eingetragen. Der Mais kann Anfang bis Mitte Mai an einem nährstoffreichen Ort eingesetzt werden. Im Spätsommer ist der Mais reif.

Die Initiative veranstaltet außerdem in diesem Jahr zum ersten Mal ein Bantam-Mais-Treffen. Am 20. Mai lädt die Aktion in Berlin zu einer internationalen Gartenausstellung. Auf einem 2000 Quadratmeter großem Weltacker sollen gemeinsam mehr als 1800 Bantam-Mais-Pflanzen ausgesetzt werden. Eigene Stecklinge und Saatgut dürfen mitgebracht werden.Anmeldung bis zum 20. Mai per E-Mail an: info@bantam-mais.de. md

www.bantam-mais.de
www.2000m2.eu


Gütesiegel

Grüne Marken ausgezeichnet

Gleich mehrere Bio- und Naturkosmetikhersteller sind mit dem Zertifikat Green Brands 2017/2018 ausgezeichnet worden. Zum dritten Mal in Folge erhielten Lavera Naturkosmetik, Almawin, Klar sowie die Destillerie Dwersteg die Auszeichnung für ökologisch nachhaltige Marken. Zum zweiten Mal in Folge überzeugte Werkhaus. Die internationale Green Brands Organisation zeichnet seit 2011 in Deutschland und Österreich ökologisch nachhaltige Marken aus: Nach der Nominierung und einer Bewertungsphase entscheidet eine Jury über die Vergabe des Gütesiegels. Es wird pro Land alle zwei Jahre verliehen. Mehr als 130 Marken sind bisher ausgezeichnet worden. md

www.green-brands.org


Spende

Geld für Kinderbücher

Die St. Leonhards Quellen unterstützen das „Emoto Peace Project“, das 2005 von dem Wissenschaftler Masuru Emoto ins Leben gerufen wurde. Das Projekt möchte Kindern Wissen über Wasser vermitteln, dessen Qualitäten und Fähigkeiten aufzeigen und für die weltweite Wasserproblematik sensibilisieren. Wie St. Leonhards mitteilt, übernimmt das Unternehmen dauerhaft die Kosten für die deutschsprachige Version des Kinderbuchs „Botschaft des Wassers“, das in 30 Ländern kostenlos verteilt wird. md

www.emoto-office.de


Bee Wild Siegel (© PR-Material)Projekt

Hotels für Wildbienen

Sie sind besonders fleißige Bienchen: Eine Wildbiene kann die Bestäubungsleistung von bis zu 300 Honigbienen erfüllen. Barnhouse hat deswegen ein Projekt ins Leben gerufen, das die Ansiedlung und den Bestand von Wildbienen fördern soll. Die regionalen Partner-Landwirte, die für den Müsli-Hersteller Bio-Hafer und -Dinkel anbauen, stellen Wildbienenhotels auf. Die Nistkästen sind mit Kokons bestückt, aus denen dann gehörnte sowie rostrote Mauerbienen schlüpfen sollen. Bei dem Projekt arbeitet das Bio-Unternehmen mit der Initiative Bee Wild zusammen. Auch im eigenen Garten oder Balkon kann man ein Wildbienenhotel aufstellen, weitere Informationen dazu auf:

www.barnhouse.de
www.alztal-honig.de


Aktion

Hilfe für Vanillebauern

Anfang März ist Madagaskar von dem Zyklon „Enawo“ schwer verwüstet worden. Der Sturm hat auf der Insel etliche Vanilleplantagen zerstört, bei der Ernte ist mit starken Verlusten zu rechnen. Auch die Bauern, die für Biovegan Bourbon-Vanille anbauen, sind betroffen. Das Unternehmen hat deswegen eine Hilfsaktion gestartet: 10 000 Euro hat Biovegan bereits zur Verfügung gestellt und sucht Unterstützer. Jeder weitere gesammelte Euro wird am Ende von dem Unternehmen verdoppelt. Im Juni möchte Geschäftsführer Matthias Gärtner den Betrag an die Bauern auf Madagaskar übergeben. Weitere Informationen zu der Hilfsaktion:

www.biovegan.de


Projekt

Senf aus regionalem Anbau

Das Naturkostunternehmen Byodo hat vier neue Landwirte für sein regionales Senf-Anbauprojekt gewinnen können. Somit bauen in der Ökomodellregion Waginger See im bayerischen Rupertiwinkel mittlerweile neun Landwirte Bio-Gelbsenf an. Die Fläche wuchs von zuletzt knapp 10 Hektar auf nun 18 Hektar. Wie Byodo mitteilte, wird der Gelbsenf auf teils kleinteiligen Flächen rund um den Waginger See im Gemenge angebaut, also gemischt mit anderen Feldfrüchten wie Ackerbohnen, Erbsen und in diesem Jahr erstmals Braugerste und Hafer. Diese Anbauform habe sich in den vergangenen Jahren als erfolgreich und positiv für die Landwirte herausgestellt, denn die Senfernte sei häufig nur ein Zuverdienst zur Hauptfrucht. Zudem könnten so mögliche Risiken, wie ein Befall durch den weit verbreiteten Rapsglanzkäfer, verringert werden. Das Projekt hatte Byodo im Jahr 2015 gestartet, um die regionalen Senf-Anbauflächen auszuweiten und so einen möglichst regionalen Rohwarenbezug langfristig sicherzustellen. Die Ernten der vergangenen zwei Jahre verarbeitet das Bio-Unternehmen bereits in seinem mittelscharfen Senf. md

www.byodo.de

 

vorgestellt

Matthias Rabentisch (© Ralf Böttcher)
Matthias Rabentisch ist einer von zwei
Geschäftsführern bei der Petersilchen GmbH.
(© Ralf Böttcher)

„Bio ist mehr als eine Verordnung“

Wie kamen Sie auf die Idee, Ihr Unternehmen zu gründen?

Das Petersilchen bestand schon seit 1987 in Form eines Naturkostfachgeschäftes. 1995 habe ich mein Restaurant verkauft, in dem ich die ersten Brotaufstriche entwickelt hatte. Damals kam es zufällig zu einer Zusammenarbeit mit Peter Vogel, dem Inhaber der damaligen Petersilchen GmbH. Daraus entstand die Petersilchen „Produktionsfirma“ mit der Eigenmarke Sanchon.

Bitte ergänzen Sie: Bio ist für mich …

... eine Überzeugung sowie eine Weltanschauung. In unserem Verständnis endet „Bio“ nicht damit, die Anforderungen der EU-Bio-Verordnung zu erfüllen. Sondern beinhaltet Grundsätzliches wie Fairness, Offenheit, soziales Miteinander, Nachhaltigkeit, Vertrauen …

Was würden Sie tun, um die Welt sofort ein bisschen besser zu machen?

Die Menschen zu einem Hermann van Veen-Konzert schicken.

Was hat Sie in letzter Zeit besonders geärgert oder gefreut?

Ich freue mich darüber, dass meine Kinder gut in der Welt zurechtkommen.

Was machen Sie, wenn Sie nicht gerade Ihre Firma leiten?

Mit unseren Eseln Kutsche fahren, Musik machen oder mit Freunden kochen und essen … und wandern!

Wo wollen Sie in fünf Jahren stehen?

Am Oberlauf des Fraser River in Kanada, da mich die Flora, Fauna und die ungezähmte Landschaft Britisch-Kolumbiens faszinieren.

Nennen Sie eine Sache, die Ihr Unternehmen besonders macht?

Unsere engagierten Mitarbeiter, die die Veredelungsschritte unserer Produkte vollführen.

Name: Petersilchen GmbH
Marke: Sanchon
Gegründet: 1987
Firmensitz: Steinheim
Mitarbeiter: 42
Spezialität: Brotaufstriche, Currys und Soßen
Internetadresse: www.sanchon.de

Erschienen in Ausgabe 05/2017
Rubrik: Leben&Umwelt

Kommentare

Kommentar­bild via Gravatar

incl. 'http://'