Aus der Branche 04 |2019 - Schrot und Korn

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Aus der Branche 04 |2019

© PR-Material/Sonett
Das Wildgras Dasypyrum villosum könnte Weizen und andere Getreide in Broten, Nudeln und Gebäck ersetzen. © PR-Material/Sonett

 

Engagement

Spenden für Bio-Landwirtschaft

Die Stiftung Sonett hat 2018 drei Landwirtschaftsprojekte mit 37 000 Euro unterstützt. Davon gingen 10  000 Euro an das Bündnis für enkeltaugliche Landwirtschaft e. V., das sich gegen den Einsatz von Ackergiften stark macht. Das Keyserlingk Institut für Saatgutforschung erhielt 20 000 Euro für den Versuch, das Wildgras Dasypyrum villosum als Lebensmittel zuzulassen. Für die biologische Saatgutzüchtung und Landwirtschaftsausbildung der Zukunftsstiftung Landwirtschaft der GLS Bank Bochum spendete die Stiftung 7 000 Euro. Damit wolle man den Bio-Landbau bei den zentralen Entwicklungsfeldern Saatgutforschung, Bodenfruchtbarkeit und im Kampf gegen Ackergifte unterstützen, erklärt Sonett-Geschäftsführer Gerhard Heid das Engagement. www.sonett.eu os


Messe

Für mehr nachhaltigen Konsum

Der Heldenmarkt gastiert am 6. und 7. April im MVG Museum in München. Die Messe für nachhaltigen Konsum geht damit in die siebte Runde. Seit 2010 bringen die Macher vom Heldenmarkt Hersteller, Erzeuger, Experten, Köche und Verbraucher zusammen, um sich über umwelt- und sozialverträgliche Alternativen bei Lebensmitteln, Mode, Kosmetik, Wohnen, Mobilität und Geldanlagen auszutauschen – und, um zu gemeinsam zu konsumieren. In München sind etwa 100 Aussteller vor Ort, rund 60 davon aus der Region. Daneben gibt es ein informatives Rahmenprogramm mit Vorträgen, Lesungen und Workshops. Adressiert werden unter anderem die Themen Lebensmittelverschwendung, nachhaltiges Banking, Energie, Müll und Meeresschutz. Die Türen sind samstags geöffnet von 10 bis 19 Uhr, sonntags von 10 bis 18 Uhr. www.heldenmarkt.de os


Auszeichnung

Transparent und nachhaltig

Im Ranking der Nachhaltigkeitsberichte 2018 haben Vaude, Lebensbaum und die Memo AG die ersten drei Plätze in der Kategorie Mittelstand belegt. Das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung und die Unternehmensinitiative Future haben über einhundert Berichte deutscher Unternehmen ausgewertet. Die prämierten Unternehmen würden durch ein transparentes Berichtswesen über ihre ökologische und soziale Verantwortung ermöglichen, ihre Leistungen klar einzuordnen, sagte Rolf Schmachtenberg, Staatssekretär im Bundesarbeitsministerium. www.ioew.de os


Grüne Zertifizierung

Neun Marken in drei Ländern

Die internationale Markenbewertungs-Organisation Green Brands hat auf der BioFach-Messe ihr Zertifikat verliehen – an neun Marken in drei Ländern. Dabei haben der Hersteller der Reinigungsmittel Almawin und Klar sowie die Destillerie Dwersteg und Lavera Naturkosmetik das Gütesiegel Green Brands Germany 2019/2020 mit drei Sternen erhalten, da sie bereits zum dritten Mal das Bewertungsverfahren bestanden haben – Almawin sogar zum vierten Mal in Folge. Zum ersten Mal ging das Zertifikat an Wickel & Co., Nanopool GmbH und Spa Vivent. Bereits zum zweiten Mal konnte sich Überwood über die Auszeichnung freuen. Die übrigen Zertifikate gingen an Unternehmen in der Schweiz und Österreich. os


Gründer Christian Kroll pflanzt auch mal selber Bäume – hier in Indonesien.  © PR-Material/Ecosia

Biodiversität

Suchmaschine forstet auf

Die Betreiber der Öko-Suchmaschine Ecosia forsten weiter auf: 50 Millionen Bäume wurden seit der Gründung 2009 gepflanzt – 500 heimische Baumarten, 68 310 Hektar aufgeforstete Fläche in 16 verschiedenen Ländern. „Dass wir so schnell und nachhaltig Aufforstung betreiben können, ist nur möglich, weil sich Menschen auf der ganzen Welt dazu entscheiden, mit Ecosia zu ‚googlen‘“, sagt Gründer Christian Kroll. Bei gleichbleibender Entwicklung erwarte das Start-up, die 100 Millionen-Marke bis zum Jahresende zu knacken. Die Ecosia GmbH nutzt ihre Gewinne aus Werbeanzeigen, um weltweit aufzuforsten. Zudem bezeichnet sich das Unternehmen selbst als Social Business und betreibe seine Server ausschließlich mit Öko-Strom. 2,5 Millionen Tonnen CO₂ könnten die neu gepflanzten Bäume nach eigenen Angaben aus der Luft filtern. Für UN-Friedensbotschafterin Jane Goodall sei dies ein Zeichen der Hoffnung: „Es war eine großartige Entscheidung, dass Ecosia und das Jane Goodall Institut sich entschlossen haben, zusammenzuarbeiten, um Bäume in Uganda zu pflanzen“, sagt Goodall. os
www.ecosia.org


Studie

Verstehen Sie Bio?

Die Bio-Molkerei Andechser hat deutschlandweit über 3 200 Verbraucher gefragt,  ob sie Bio verstehen. Ergebnis: noch nicht ganz. Nur 53 Prozent wussten, dass alle Bio-Siegel den Einsatz von Herbiziden (Glyphosat u.ä.) verbieten.

Deutschlandweit hielten Verbraucher folgende Aussagen für richtig:

 

 

 


Pflanzenschau

Fünf Mal Bio-Gartenmesse

Am 6. und 7. April öffnet die erste Bio-Gartenmesse für 2019 ihre Pforten am Schlosshotel Rettershof in Kelkheim bei Frankfurt. Daneben findet die Gartenschau auch in Kerpen bei Köln (27.-28. April), Weil am Rhein (25.-26. Mai), Neckarsteinach bei Heidelberg (1.-2. Juni) und im Schlosspark Biebrich in Wiesbaden (31. August - 1. September) statt. Etwa 100 Aussteller präsentieren bio-zertifizierte Pflanzen und hochwertige Waren zur nachhaltigen Gartenbewirtschaftung sowie entsprechende Freizeitartikel. „Die Frage, ob die Pflanzen bio oder konventionell kultiviert wurden, wird den Verbrauchern immer wichtiger“, sagt die verantwortliche Landschaftsarchitektin Batya-Barbara Simon. www.biogartenmesse.de os  


Mehr Öko-Landwirtschaft 

Bodenretter-Fonds

Der Lebensmittelhersteller Followfood hat einen Fonds zur Verbesserung der ökologischen Landwirtschaft gegründet. Das Unternehmen wolle damit Öko-Bauern, die nach EU-Richtlinien wirtschaften, dabei unterstützen, noch mehr für die Umwelt zu tun, indem sie etwa Verbänden wie Demeter oder Bioland beitreten, die Öko-Landwirtschaft nach strengeren Regeln betreiben. Grund für den Fonds seien die alarmierenden Zahlen des Bodenatlas 2015, wonach bereits 45 Prozent der landwirtschaftlichen Böden in Europa deutlich an organischer Substanz verloren hätten. Vom Verkaufserlös ausgewählter Produkte der Marke fließen fünf Cent pro Stück in den Fonds. Unabhängig davon will Followfood jährlich 50  000 Euro einzahlen. www.followfood.de os


Kooperation

V-Label für Öko-Wein

Ecovin-Winzer können ihren Wein ab sofort mit dem V-Label als vegan kennzeichnen. Auf der Branchenmesse BioFach haben der Bundesverband Ökologischer Weinbau Ecovin und die Ernährungsorganisation ProVeg eine entsprechende Kooperation bekannt gegeben. Ecovin Weingüter, die beim Herstellen ihrer Weine keine Hilfsstoffe tierischen Ursprungs einsetzen, können das Siegel der European Vegetarian Union auf ihren Flaschen anbringen. Das Label sorge für mehr Transparenz für den Verbraucher, sagt Julia Schneider, Leitung V-Label bei ProVeg. Auch im Bio-Weinbau dürfen tierische Hilfsstoffe eingesetzt werden, zum Beispiel Hühnereiweiß bei der Klärung. Eine Deklarierung solcher Stoffe ist bislang nicht verpflichtend. os

 

Erschienen in Ausgabe 04/2019
Rubrik: Leben&Umwelt

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