In der Biotierzucht tut sich was - Schrot und Korn

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In der Biotierzucht tut sich was

Der Bioverband Demeter setzt sich mit einer Initiative für eine eigenständige biodynamische Tierzüchtung ein und startet eine Informationskampagne.

Das Problem ist jahrzehntealt: Bioviehbauern fehlen die richtigen Tierrassen. Deswegen müssen sie beispielsweise mit Milchkühen aus der konventionellen Landwirtschaft arbeiten. Diese „Turbokühe“ sind so auf Milchleistung getrimmt, dass sie trotz Kraftfutter Mangelerscheinungen aufweisen. Deshalb fordert Demeter-Vorstand Stephan Illi: „Der ökologische Landbau braucht eine eigenständige Tierzucht, die sich an den Anforderungen dieser Wirtschaftsweise orientiert und zunehmend Unabhängigkeit von einer rein ertragsorientierten Züchtung ermöglicht“. Der Bioverband will das Rind nun bei den Hörnern packen. Mit einem Zuchtprojekt und einer Informationskampagne unterstützen die Biodynamiker die Praktiker auf den Höfen und schaffen bei Verbrauchern Bewusstsein für das Thema.

Bestimmte Richtlinien wurden bereits verschärft: Tiefkühl-Sperma von Stieren, die mit reichlich Hormoneinsatz und Leihmüttern aus Embryotransfer entstanden sind, ist jetzt tabu. Embryotransfer sei bei Demeter ohnehin ausgeschlossen.

Für die Infokampagne wurde die Berliner Künstlerin Bettina Ulrich-Gerber verpflichtet. Ein Gemälde der Künstlerin schmückt Plakate und Postkarten, die in Bioläden erhältlich sein werden. rb

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