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Massageöle: Gut geölt ist halb massiert

Müde, angespannt, schlecht gelaunt? Dann ist eine Massage genau das Richtige. Im Bio-Laden gibt es die passenden Öle für jede Stimmung – natürlich in Spitzenqualität.

31.03.2010 vonJutta Krause

Nach einem langen, anstrengenden Tag gibt es nur wenige Dinge, die so rundum zufrieden machen wie eine Massage. Der Blutdruck sinkt, Haut und Gewebe werden intensiv durchblutet und der Gehalt an Glückshormonen steigt in wohltuende Höhen. Doch das Kneten, Drücken, Klopfen und Streichen lockert nicht nur die Muskeln und löst schmerzende Blockaden: Auch der gestresste Geist ent-spannt und der ganze Mensch kommt wieder ins Gleichgewicht. Ein gutes Massageöl ist dabei weit mehr als nur Gleitmittel für die Hände. Es macht die Haut geschmeidig, pflegt sie und trägt die wohltuende Wirkung der Massage in tiefere Schichten. Wenn das Öl den Massierten dann auch noch hautnah mit seinem Lieblingsduft umgibt, wird jede Massage zur kleinen Aromatherapie.

Solide Basis

Hauptbestandteil eines jeden Massageöls ist ein Basis- oder Trägeröl, das dann mit weiteren Zutaten wie ätherischen Ölen, Samenölen und Pflanzenauszügen vermischt wird. Häufig verwendete Basisöle sind Mandel-, Sonnenblumen-, Sesam-, Oliven- und Jojobaöl. Alle sind zum Massieren geeignet, besitzen aber unterschiedliche Eigenschaften. Süßes Mandelöl ist mild, auch für empfindliche Haut gut verträglich und zieht langsam ein. Mit seinem hohen Gehalt an Linolsäure und Vitamin E unterstützt Sonnenblumenöl die Hautfunktion und lässt sich gut für pflegende Massagen verwenden. Sesamöl ist das gängigste Basisöl für indische Ayurveda-Massagen; es soll den Stoffwechsel anregen und gilt als Nerventonikum. Olivenöl wird eine wärmende Wirkung zugeschrieben. Das entzündungshemmende Jojobaöl aus den Früchten des Jojobastrauchs wird zur Beruhigung und zum Schutz der Haut vor Austrocknung eingesetzt.

Duft und Charakter

Als weitere Komponenten werden dem Basisöl Mazerate, Wirkstoff- und Samenöle oder Aromaessenzen zugesetzt. Sie bestimmen den Charakter des Massageöls und entscheiden, ob es eher anregend, kräftigend, ausgleichend oder entspannend wirkt. Mazerate sind Auszüge von Heilpflanzen. Diese werden in Öl eingelegt, das ihre Wirkstoffe aufnimmt und speichert. Bekannte Mazerate sind Ringelblumen- und Johanniskrautöl. Kostbare, intensiv wirksame Samenöle werden meist wegen ihrer pflegenden Eigenschaften beigemischt. Etwa Sanddornöl, dessen hoher Gehalt an ungesättigten Fettsäuren, Provitamin A und Vitamin E besonders für die Pflege anspruchsvoller Haut geeignet ist. Das Öl kann freie Radikale neutralisieren, macht raue Haut glatt und ist ein beruhigender Faktor nach zu viel UV-Strahlung. Doch der Zusatz ätherischer Öle gibt Massageölen eine weitere Dimension: Den Duft, der die Massage zum intensiven Geruchserlebnis macht.

Frohe Botschaft

Eine Massage setzt im Blut beglückende Botenstoffe frei. Während Stresshormone wie Adrenalin reduziert werden, nimmt der Gehalt an „Glückshormonen“ wie Oxytocin zu und sorgt für Wohlgefühl.

Wertvolle Bio-Öle

Zur Massage sind Öle in Bio-Qualität mit naturbelassenen Basisölen und natürlichen Duft- und Pflegezutaten am besten geeignet. Herkömmliche Öle werden in der Regel raffiniert, desodoriert, entschleimt, entsäuert und gebleicht. Wertvolle Inhaltsstoffe, Geruch und Eigencharakter des Ausgangsprodukts bleiben dabei auf der Strecke. Bei kontrollierter Naturkosmetik sind Farb- und Konservierungsstoffe ebenso wie künstliche Duftstoffe, die Allergien auslösen können, tabu. Konventionelle Massageöle enthalten zudem oft einen hohen Anteil an Paraffinen. Anders als Pflanzenöle, die gut in die Haut einziehen und ihre pflegende Wirkung entfalten, bleiben die Erdölderivate an der Oberfläche und versiegeln sie.

Gleichgültig, ob die Massage die Muskeln nach dem Sport durchwärmen oder vor dem Schlafengehen entspannen soll, ob sie anregen, klären oder in erster Linie pflegen soll – im Universum der Bio-Massageöle findet sich das passende für fast jede Stimmung und Lebenslage. Das Alva Sanddorn Hautöl entfaltet bei der Massage einen zart-fruchtigen Geruch. Es wirkt regenerierend, beruhigt und pflegt trockene, raue Haut und eignet sich gut als After-Sun-Öl. Sinnlich und üppig im Duft, gehaltvoll und pflegend auf der Haut – und zu 100 Prozent essbar sind die Amanprana Tagesöle wie geschaffen für sinnliche Massagen. Das Tagesöl Jasminum entspannt und soll mild aphrodisierend wirken. Avalon begleitet Mutter und Kind durch Schwangerschaft, Geburt, Baby- und Kleinkindjahre und hat etliche spezielle Massageöle im Repertoire. Mit seinem warmen, fröhlichen Duft ist Goldtröpfchen Massageöl ein leichtes Öl für Kinder. Die sechs nach rhythmischen Verfahren aufbereiteten Hautöle von Dr. Hauschka decken ein breites Spektrum ab. Heilpflanzenauszüge, die eine Woche lang bei 37 Grad – der Körpertemperatur des Menschen – angesetzt und durchmischt werden, verleihen ihnen eine pflegende und schützende Wirkung. Das Pflegeöl Mandel Johanniskraut besänftigt sensible Haut und ist ideal für beruhigende Massagen. Neben duftigen Massagekompositionen wartet Farfalla mit etwas Besonderem auf: Den Edelsteinölen. In neun verschiedenen Mischungen werden ausgewählte Edelsteine in Jojobaöl angesetzt, welches die Schwingung der Steine in sich aufnehmen soll. Sorgfältig ausgewählte Essenzen unterstützen deren Wirkung. Das Turmalin Edelsteinöl wirbt mit einem ganzen Spektrum verschiedener Eigenschaften, die Körper und Geist anregen sollen.

Was das Etikett verrät

Die verwendeten Öle sind auf dem Etikett je nach Menge in absteigender Reihenfolge aufgeführt. Sie geben Auskunft darüber, wie lange ein Massageöl auf der Haut bleibt. Trocknende Öle wie Soja- und Sonnenblumenöl ziehen schnell in die Haut ein. Halbtrocknende Öle wie etwa Aprikosen- und Sesamöl brauchen dafür etwas länger. Mandel-, Oliven- und Macadamianussöl bleiben lange auf der Hautoberfläche und sind für Massagen besonders geeignet.

Pflege und Durchblutung

Bachblütentherapie über die Haut ermöglicht Fitne mit drei thematischen Mischungen, die pflegende Öle mit homöopathischen Blütenessenzen nach Dr. Edward Bach verbinden. Das Körperöl Vitality soll bei körperlicher und geistiger Belastung unterstützen. Die sechs Lavera Körperöle sorgen mit hochwertigen Ölen und ungewöhnlichen Düften für Wellnesserlebnisse. Das Body Oil Lime Sensation erfrischt mit seinem Zitrusduft ganz besonders. Das Logona Mediterran Körperöl Salbei & Aprikose ist sowohl für tägliche Hautpflege als auch für Massagen geeignet. Das demeter-zertifizierte Neroli Massage Oil von Martina Gebhardt eignet sich für eine Massage mit entspannendem Urlaubscharakter. Wellments setzt mit seinem Lemongrass Massageöl auf die anregende Wirkung verschiedener Zitrusdüfte.

Für intensive Aromamassagen schickt Primavera vier duftende und pflegende Körperöle ins Rennen. Ein Fest für die Sinne: Das Körperöl Lavendel-Vanille. Auf die Kraft der orangenen Beere setzt Tautropfen beim intensiv pflegenden Sanddorn Öl. Das Arnika Massageöl von Weleda ist der Klassiker schlechthin. Seine wärmenden Eigenschaften machen es zum guten Sportöl, Birken- und Arnikaauszüge fördern Durchblutung und Hautfunktion.

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