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Kosmetik

Feiner Teint mit Puder

Die Nase glänzt, die Haut ist fleckig oder uneben? Mit dem richtigen Puder kann man da schnell Abhilfe schaffen. Und kauft mit einem Produkt aus dem Bio-Laden viele Vorteile ein.

31.07.2010 vonJutta Krause

Die Moden haben sich in den vergangenen Jahrhunderten oft geändert, doch das Puderdöschen ist ein wichtiges Schminkutensil geblieben. Im alten Ägypten, in Griechenland und Rom war es gefüllt mit Kreidestaub, Bohnenmehl und anderen hellen, deckenden Pulvern. Japanische Geishas färbten sich das Gesicht mit einer Mischung aus Kaolin und Reismehl. Mit einer weißen Puderschicht hob sich im Barock der Adel vom einfachen Volk ab.

Auf Inhaltsstoffe achten

Der beliebteste Pudergrundstoff war Bleiweiß, ein bleihaltiges, giftiges Farbpigment, das zu Hautausschlägen und anderen gesundheitsschädlichen Symptomen führen konnte.

Zum Glück sind Optik und Inhaltsstoffe moderner Puder natürlicher und hautfreundlicher geworden. Bio-Puder pflegen die Haut mit hochwertigen Wirkstoffen. Konventionelle Puder enthalten jedoch noch immer einiges, was Haut und Gesundheit nicht unbedingt zuträglich ist. Anstelle der in Bio-Kosmetik verwendeten teuren Pflanzenöle werden Paraffin- und Silikonöle eingesetzt, die die Hautporen verschließen. Von einigen Paraffinen ist zudem bekannt, dass sie sich in Leber, Niere und Lymphknoten anreichern können. Als Emulgatoren sind nicht selten Polyethylenglykolderivate – sogenannte PEGs – in den Produkten. Sie machen die Haut durchlässiger für Wirkstoffe, aber auch für Gifte. Herkömmlicher Puder enthält zudem zahlreiche Konservierungsstoffe, vor allem Parabene, die bei empfindlicher Haut als bedenklich gelten, ebenso wie das potenziell allergieauslösende Antioxidationsmittel Butylhydroxyanisol (BHA).

Kontrollierte Naturkosmetik verzichtet auf all diese Zusätze. Als Pudergrundstoff dient meist Talkum, ein weiches, farbloses Magnesiumsilikat. Der Zusatz von Glimmer zaubert schimmernde Lichteffekte auf die Haut. Hinzu kommen – je nach Deckungsgrad – 2 bis 10 Prozent mineralische Farbpigmente sowie Hilfs- und Wirkstoffe, die für die richtige Konsistenz sorgen und die Haut verwöhnen.

Puder aus dem Bio-Laden

Alva Puder und Rouge werden nicht gepresst, sondern in handwerklichem Verfahren bis zu 14 Stunden gebacken. Das macht den Puder besonders fest und hautverträglich. Statt Talk verwendet die ecocert-zertifizierte Kosmetiklinie Glimmer, was den fünf Puder- und drei Rougetönen einen schönen Glanzeffekt verleiht. Alva Puder enthält den patentierten, aus einem Hefepilz gewonnenen Wirkstoff Wellmune, der die Regeneration der Haut fördern soll. Die verschiedenen Puder von Dr. Hauschka haben zwar jeweils unterschiedliche Rezepturen, in allen sind jedoch hautberuhigende und pflegende Auszüge aus Wundklee und Zaubernuss enthalten. Die Powder-Duos in zwei Farbnuancen vereinen zwei Farbtöne in einer Puderdose und eignen sich gut zum sanften Modellieren. Als Basis enthalten sie eine Mischung aus Talkum, Tapiokastärke, weißer Tonerde und Kieselerde. Bronzing, Translucent und Loose Powder sind mit Seidenpulver angereichert, das die Haut schützt und samtig pflegt. Der lose Puder enthält kein Talkum. Im in drei Farbtönen erhältlichen Rouge sind zusätzlich Rosenöl und Rosenblüten eingearbeitet. Von Lavera gibt es Kompaktpuder und Rouge in jeweils zwei Farbnuancen. Sie sind mit pflegendem Jojoba- und Calendulaöl angereichert. Der transparente lose Puder enthält Seide. Mit wenigen hochwertigen Inhaltsstoffen wie Jojobaöl, Nachtkerzenöl und Aloe-vera-Extrakt sind die Puder von Logona gut für empfindliche Haut geeignet. Sie sind in insgesamt fünf Farbtönen auf dem Markt. Vom Sante Kompaktpuder stehen sechs Farbtöne zur Auswahl. Sie enthalten Jojobaöl und Kamillenextrakt – und garantiert nichts vom toten Tier.

Richtig pudern

Zunächst werden Stirn, Kinn und Wangen gepudert, zum Schluss die Nase. Statt einer dicken Schicht lieber mehrmals dünn auftragen und das PuderMake-up zum Halsansatz hin gut verwischen. Puder immer in Wuchsrichtung der Gesichtshärchen auftragen, da der Teint sonst stumpf wirkt.

Kompakt oder lose?

Während loser Puder die Konturen weicher erscheinen lässt, lassen sich mit Kompaktpuder stärker konturierte Effekte erzielen. Für unterwegs ist der kompakte praktischer.

Den richtigen Ton treffen

Die passende Farbnuance findet man nur durch Ausprobieren – und zwar am besten bei Tageslicht. Dazu einfach ein wenig Puder aufs Kinn auftragen, nicht auf die Hand. Sieht man keinen Unterschied zur Hautfarbe, ist der Farbton perfekt!

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