Einblick - Schrot und Korn

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Einblick

Buchbesprechung

Die Illusion, daß Rauchen hilft

Daß Rauchen der Gesundheit schadet, weiß inzwischen jedes Kind. Trotzdem wollen viele von den Glimmstengeln partout nicht lassen. Warum das Leben ohne Zigarette für manche so schwer ist, erklärt die frühere Tabakfreundin Gillian Riley in ihrem Buch "Endlich Schluß mit dem Rauchen" (Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1998, 224 Seiten, DM 12,90). Es basiert auf der über 15jährigen Erfahrung der Autorin als Leiterin von Nichtrauchergruppen in England und verbindet die psychologisch schlüssige Erklärung der Nikotinsucht mit einer erfolgreichen Methode, sich davon zu befreien.

Und zwar dauerhaft, denn 90 Prozent der entwöhnungswilligen Raucher werden nach Rileys Angaben rückfällig, weil sie die verborgenen Motive ihres Rauchzwanges nicht verstehen. "Meine Methode funktioniert, weil sie die Wahrheit offenlegt", behauptet Riley. Dazu gehört nicht nur der tiefe Einblick ins Wesen der eigenen Sucht, sondern auch die Bereitschaft, sich den täglichen Selbstbetrug einzugestehen und eingefahrene Denkgewohnheiten zu verändern. Den Traum vom Wundermittel, das einem die Entscheidung abnimmt, läßt Riley ebenso platzen wie die Hoffnung, mit dem Griff zum Nikotinkaugummi könne man sich irgendwie durchmogeln. Ausführlich beschreibt Riley, wie die Illusion entsteht, daß Rauchen in verschiedenen Lebenssituationen hilft.

Dabei hat sie durchaus Verständnis für die Nöte der Raucher, zum Beispiel für die Angst vor Gewichtszunahme oder Versuchungen im Bekanntenkreis. Doch auf alle diese Herausforderungen gibt sie auch eine klare, praktikable Antwort. Obwohl Riley körperliche Entzugserscheinungen nicht völlig ignoriert, sieht sie das Verlangen nach Tabak primär als mentales Problem: "Die Vorstellung, Nikotin zu brauchen, ist nur ein Produkt Ihres Denkens". Riley markiert deutlich die geistige Landkarte für den Weg zum Nichtraucher, gehen müssen die Betroffenen ihn aber allein. Wenn alles klappt, könnte am Ende dann der Satz stehen: "Ich habe die Freiheit zu rauchen, und ich rauche nicht."

Hans Krautstein

Kann der Orgonstrahler Krebswachstum hemmen?

Das Wachstum menschlicher Tumorzellen läßt sich durch das bioenergetische Feld des Orgonstrahlers offensichtlich hemmen. Zu diesem Ergebnis kamen nach einem Bericht der Fachzeitschrift "Erfahrungsheilkunde für die ärztliche Praxis" Wissenschaftler am Hippocampus Institut in Budapest. Mit Hilfe des Gerätes war es den Forschern gelungen, sowohl die Vermehrung der Tumorzellen im Reagenzglas als auch im Tierversuch wesentlich zu verlangsamen. Studien an der Universität Ljubljana konnten den vermuteten Zusammenhang bestätigen.

Liste notwendiger Arzneimittel

Rund vier Milliarden Mark werden nach Angaben der Krankenkassen jährlich für umstrittene Arzneimittel hingelegt. Um unnötige Kosten zu vermeiden und Licht in den Dschungel der etwa 50.000 Präparate zu bringen, haben die Verbraucherverbände die "Kieler Liste notwendiger Arzneimittel" herausgegeben, die die 400 wichtigsten Wirkstoffe aufführt. Genannt werden jeweils das Originalpräparat und - sofern vorhanden - eine preisgünstige Alternative, nach Therapiebereichen geordnet.

Die Empfehlungsliste ist zwar primär für Ärzte gedacht, aber auch für Patienten hilfreich, die so den Sinn ärztlicher Verordnungen überprüfen können. Sie erfaßt vorwiegend verschreibungspflichtige Medikamente, also die Standardmittel der Schulmedizin. Dies bedeutet jedoch keine Negativbewertung naturheilkundlicher Therapeutika, wie die Herausgeber betonen. Für alternative Heilmittel seien indes andere Positivlisten maßgebend.

Die Kieler Liste ist zusammen mit CD-ROM in den Beratungsstellen der Verbraucherzentralen für 19 Mark erhältlich. Bei Bestellung per Post kostet der Ratgeber DM 24,- (inklusive Versandpauschale). Kontakt: Verbraucher-Zentrale Direkt, Berliner Straße 27, 60311 Frankfurt, Telefon 069-972010-30, Fax 972010-40, Internet: http://www.verbraucher.de.

Sojamilch gegen Verstopfung

Verstopfung bei Kindern kann mit der Unverträglichkeit von Kuhmilch zusammenhängen. Dies fanden Wissenschaftler an der Universität Palermo heraus. Es wird empfohlen, den Kleinen probeweise ein oder zwei Wochen lang Sojamilch zu trinken zu geben, was häufig schon das Problem lösen soll.

Grauer Star durch UV-Strahlen

Der graue Star (Katarakt), eine Linsentrübung des Auges mit Nachlassen der Sehfähigkeit, wird durch ein Übermaß an UV-Strahlung begünstigt. Menschen, die während ihres Lebens besonders intensiv mit Sonnenlicht in Berührung kamen, haben nach einer neuen amerikanischen Studie ein höheres Risiko, später an einem Katarakt zu erkranken als lichtscheuere Zeitgenossen. Weil sich der schädliche Effekt der UV-Strahlung summiere, so die Forscher, träten die Beschwerden erst im Alter auf.

Amalgam: Ein Ende in Sicht?

Das Bundesgesundheitsministerium prüft gegenwärtig nochmals die Auswirkungen des umstrittenen Zahnfüllmaterials Amalgam. Neuere Untersuchungen hatten gezeigt, daß Quecksilber aus Amalgam-Füllungen Nerven- und Immunsystem angreifen kann. Kanadische Wissenschaftler sehen darin unter anderem einen Auslöser der Alzheimer-Krankheit. Sollte die jüngste Prüfung ergeben, "daß Amalgam schädlich ist, werden wir Schritte zum Ausstieg einleiten", sagte Gesundheitsministerin Andrea Fischer (Grüne) dem ZDF-Magazin "Kennzeichen D". Der Vorsitzende des Deutschen Berufsverbandes der Umweltmediziner, Kurt Müller, fordert unterdessen schon jetzt ein Amalgam-Verbot.

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