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Genussvoll in den Morgen starten

Nur zwei von drei der 6- bis 14-jährigen Kinder frühstücken täglich, hat das Institut für Kinder und Jugendforschung in München festgestellt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, mit Frühstück und Pausensnack bei Kindern insgesamt ein Drittel des täglichen Energiebedarfs zu decken.
01.02.2001
Nur zwei von drei der 6- bis 14-jährigen Kinder frühstücken täglich, hat das Institut für Kinder und Jugendforschung in München festgestellt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, mit Frühstück und Pausensnack bei Kindern insgesamt ein Drittel des täglichen Energiebedarfs zu decken.

Wenn Kinder nicht frühstücken wollen

Nur zwei von drei der 6- bis 14-jährigen Kinder frühstücken täglich, hat das Institut für Kinder und Jugendforschung in München festgestellt. Bei den 6- bis 8-Jährigen liegt der Anteil bei 71 Prozent, bei den 12- bis 14-Jährigen nur noch bei 57 Prozent. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, mit Frühstück und Pausensnack bei Kindern insgesamt ein Drittel des täglichen Energiebedarfs zu decken. Gleichzeitig warnt die Organisation vor Müdigkeit und Konzentrationsschwächen bei Schulkindern als Folgen unzureichender Nahrungsaufnahme. Die Tipps der DGE: Zeit nehmen fürs gemeinsame Frühstück und eine Tasse Milch oder Kakao für Kinder, die noch nichts essen wollen. Schimpfen hilft da nicht. Stattdessen sollten die Eltern darauf achten, dass die Pausenverpflegung reichlich ausfällt. Belegte Brote, Obst und Knabber-Gemüse sind meist die erste Wahl. Trockenobst, Früchte- oder Getreideriegel können den Schulalltag versüßen. Zum Trinken eignen sich Mineralwasser, Kräuter- und Früchtetee sowie Säfte. Neu im Naturkostladen sind Kindersäfte im 0,2-Liter-Tetrapak.


Kaffee oder Tee?

Zum Image des "80-er Jahre - Müslis" gehörte es, zum Frischkornbrei nicht Schwarztee oder gar Kaffee zu trinken, sondern Kräutertee. Für den Pionier der Vollwertkost Werner Kollath galt Koffein ebenso als zu meidendes Genussgift wie Alkohol. Früchte- und Kräutertees aus heimischen Pflanzen sind auch heute noch in der Vollwertküche das Getränk der Wahl. Dass zu viel Schwarztee und Kaffee auf den Magen schlagen kann und den Kreislauf übermäßig antörnt, wissen auch Koffein-Genießer. Doch eine Tasse "Hallowach" gehört für viele Menschen zum Start in den Morgen wie das Zähneputzen. Und so gilt für den Frühstückstisch ebenso das Prinzip der friedlichen Koexistenz wie für das Regal im Naturkostladen. Dort stehen sie in beeindruckender Menge nebeneinander: Kräuterteemischungen für jede Gelegenheit, aromatisch duftende Früchtetees, fair gehandelter Kaffee aus Nicaragua oder Mexico, dazu grüner und schwarzer Tee aus Darjeeling, Assam und anderen bekannten Anbaugebieten. Einige Spezialitäten sind anderswo kaum zu bekommen: Etwa der gute alte Getreidekaffee aus Großmutters Zeit. Oder besondere Teesorten wie Mate und Lapacho aus Südamerika sowie die südafrikanischen Sorten Rooibos und Honeybush. Bis auf Mate sind diese exotischen Tees koffeinfrei. Bei Rooibos sind in den letzten zwei Jahren viele verschiedene Geschmacksrichtungen auf den Markt gekommen, darunter einige Kindertees.


Uralt mit Müsli?

Das einfachste Rezept, um 100 Jahre alt zu werden, könnte so lauten: Hafer, Walnüsse, Mandeln und getrocknete Aprikosen mit Wasser anrühren und täglich schüsselweise essen. Unsinn? Der Beweis für die erstaunliche Wirkung dieser Ernährungsweise findet sich vielleicht im Himalaya, in einem abgelegenen Gebirgstal an der pakistanisch-chinesischen Grenze. Dort lebt das Volk der Hunzas und viele dieser Bergbauern sind rüstige 90- oder gar 100-Jährige. Für sie ist diese archaische Form des Müslis die Alltagsnahrung. Fleisch und verarbeitete Lebensmittel gibt es nur selten.

Die ersten Berichte, die Ende des letzten Jahrhunderts über dieses Bergvolk nach Europa drangen, sollen den Schweizer Arzt Maximilian Bircher-Benner zu seinem bekannten Müsli inspiriert haben. Viel wahrscheinlicher ist jedoch, dass das Vorbild des vor 100 Jahren erstmals präsentierten Bircher-Müslis der "Spys" genannte Brei aus geschrotetem Getreide, Rohkost und Milch war, den viele Schweizer Alphirten aßen. Ein Bircher-Müsli besteht aus Getreideflocken (meist Hafer), Milch, Zitronensaft, Honig, geriebenen Äpfeln und kann auch Rosinen und Nüsse enthalten.


Säfte und Frühstücks-Getränke

Zu einem ausgiebigen Frühstück gehört auch ein Glas Saft, frisch gepresst oder aus der Flasche. Nicht nur weil er den Durst stillt. Der Saft enthält auch — abgesehen vom Fruchtfleisch - alle wichtigen Inhalts- und Geschmacksstoffe der jeweiligen Frucht in leicht verdaulicher Form. Da gibt es Fruchtsäuren, Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und jede Menge so genannter sekundärer Pflanzenstoffe, denen die Wissenschaft zahlreiche positive Wirkungen auf den Körper nachsagt. Diese geballte Dosis Gesundheit gibt es im Naturkostladen pur: ohne künstliche Vitaminzusätze, direkt nach dem Pressen abgefüllt und zu 100 Prozent Saft. Neben den Klassikern Apfel- und Orangensaft, findet man im Bio-Laden auch gemischte Säfte wie Apfel mit Ananas, Kirsch oder Holunder, und spezielle Frühstücks-Getränke auf Basis von Fruchtsäften und Joghurt.


Frischkornmüsli: Rezepte zum Anfordern

Der Inbegriff von Vollwertkost ist das Frischkornmüsli. Zum Grundrezept gehören frisch geschrotetes, in Wasser, Sauermilchprodukten oder Saft eingeweichtes Getreide, frisches Obst und Nüsse. Möglich ist auch die Zubereitung mit angekeimtem Getreide (Keimdauer ca. 3 Tage). Frischkornmüsli bietet alle Vorteile einer unerhitzten Mahlzeit — Vitamine, Eiweiß und sekundäre Pflanzenstoffe bleiben weitgehendst erhalten. Unerhitztes Getreideschrot lässt im Vergleich zu anderen kohlenhydratreichen Lebensmitteln zudem den Blutzuckerspiegel langsamer und nicht so hoch ansteigen. Angenehmer Nebeneffekt: Man fühlt sich länger satt.

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