Querbeet - Schrot und Korn

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Querbeet

Gemüse des Monats: Kohlrabi

Kohlrabi enthält viele Mineralstoffe und Vitamine, insbesondere Vitamin C. Seine Farbe - hellgrün oder violett - beruht auf dem Anthocyangehalt, sein Geschmack im wesentlichen auf Senfölglykoside.

Da die Blätter mehr Eiweiß, Carotin und Mineralstoffe enthalten als die Knollen, sollten zumindest auch die zarten Herzblätter verzehrt werden. Im Gemüsefach bleibt Kohlrabi gut 8 Tage frisch. Die Blätter sollten vorher allerdings abgeschnitten werden. Kohlrabi schmeckt am besten, bevor die Knollen ihre volle Größe erreicht haben. Er kann roh und gekocht verzehrt werden. Die Blätter passen - frisch und kleingehackt - zu Salaten und Suppen.

Kohlrabi mit Grünkernfüllung
Für 4 Personen

  • 125 g grober Grünkernschrot
  • 250 ml schwache Gemüsebrühe
  • 4 Kohlrabi, je 150 g
  • 1 kleine Zwiebel, fein gehackt
  • 2 EL Olivenöl, kaltgepreßt
  • 50 ml Gemüsebrühe
  • 50 g Magerquark
  • 1 Eigelb
  • 1/2 Bund Petersilie, fein gehackt
  • Pfeffer, Meersalz, Paprikapulver
  • 30 g Reibekäse
  • Butter für die Form

Schrot in Gemüsebrühe aufkochen, 10 Minuten bei niedriger Temperatur köcheln und auf ausgeschalteter Wärmequelle zugedeckt 30 Minuten quellen lassen.Kohlrabi schälen, flachen Deckel abschneiden. Knollen dünnwandig aushöhlen. Ausgehöhltes grob zerkleinern. Ganze Kohlrabi im Dampf 10 bis 15 Minuten garen. Backofen auf 220 Grad vorheizen.Zwiebel und Kohlrabi im Öl andünsten. Gemüsebrühe aufgießen, einige Minuten köcheln lassen. Schrot, Quark, Eigelb und Kohlrabigemüse mischen. Petersilie unterrühren. Mit Gewürzen kräftig abschmecken. Masse in Kohlrabi füllen. Mit Reibekäse bestreuen. Kohlrabi in eine mit Butter gefettete Gratinform setzen, wenig Wasser in die Form gießen. 15 bis 20 Minuten überbacken.

Zubereitungszeit: ca. 60 Minuten

(aus Aufläufe und Gratins, Midena Verlag)

Buchtip: Aufläufe und Gratins

Das Buch zeigt, wie aus Gemüse, Obst, Kartoffeln, Teigwaren und Getreide im Handumdrehen vielfältige Ofengerichte entstehen. Alle Rezepte sind vollwertig und vegetarisch.

Carine Buhmann: Aufläufe und Gratins, Midena Verlag, 1997, mit Fotos, DM19,90. ISBN 3-310-00427-9.

 

Kurz & knapp

Schlank mit Olibra?:
In Schweden ist seit kurzem ein Joghurt auf dem Markt, dessen Milchfett durch Olibra - einer Mischung aus Palmölextrakt, Haferöl und Wasser - ersetzt wurde. Olibra soll über längere Zeit das Gefühl vermitteln, satt zu sein.

Fleischverzehr ist rückläufig:
Der Pro-Kopf-Verbrauch sank von 66,3 Kilo im Jahr 1990 auf 60,5 Kilo im vergangenen Jahr, teilte die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft mit. Der Verzehr von Rindfleisch ist pro Kopf von 14,8 auf 10,5 Kilo und der von Schweinefleisch von 41,4 auf 38,5 Kilo zurückgegangen.

 

Babynahrung unter Druck
Die EU hat eine Beikost-Richtlinie in Planung, die eine Reihe von Vorschriften enthält, die der Vollwerternährung widersprechen und auch mit den Empfehlungen des Forschungsinstituts für Kinderernährung (FKE), Dortmund, nicht in Einklang gebracht werden können. Demnach müßte Säuglings- und Kleinkindnahrung künftig einen Mindestgehalt bestimmter Vitamine und Mineralstoffe aufweisen.

Wird die Richtlinie umgesetzt, muß beispielsweise Karottensaft künftig mit Vitamin C und Getreidebrei mit Vitamin B1 angereichert werden.

Außerdem soll der maximale Fettgehalt in Getreidebrei auf 3,3 Gramm pro 100 Kalorien festgelegt werden. Das läßt sich aber mit Vollmilch nicht erreichen, sondern nur mit Halbmilch oder durch Zuckerzusatz. Zucker würde nämlich den Kaloriengehalt erhöhen und den prozentualen Fettwert verringern. Die Hersteller ökologischer Säuglings- und Kleinkindnahrung stehen nun vor dem Dilemma, daß sich die geplanten Richtlinien nicht mit den Vorschriften der Anbauverbände vereinbaren lassen, denn eine Supplementierung mit künstlichen Vitaminen und Mineralstoffen sowie der Zusatz von Zucker sind nicht erwünscht. Gemeinsam versuchen die Unternehmen, der BNN-Hersteller und die AGÖL auf das Bundesministerium für Gesundheit einzuwirken, den nationalen Gesetzentwurf in den entscheidenden Punkten zu modifizieren.

Erschienen in Ausgabe 06/1998
Rubrik: Ernährung

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