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Zwei US-Landkreise scheren aus

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Ausgerechnet in den USA, wo so flächendeckend wie in kaum einem anderen Land gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut werden, haben die Bürger zweier Landkreise im Bundesstaat Oregon ein Anbauverbot durchgesetzt.

Anlass für die beiden Referenden in den Landkreisen Jackson County und Josephine County war ein Streit zwischen Farmern, die Zuckerrüben anbauen. Ein Teil der Bauern fürchtete, dass sich ihre konventionellen Zuckerrüben mit genmodifzierten Rüben des Schweizer Syngenta-Konzerns (diese sind gegen ein Unkrautvernichtungsmittel resistent) kreuzen würden. Die um die Reinheit ihrer Saat fürchtenden Farmer, heißt es beim Online-Portal oregonlive.com, protestierten und fanden Widerhall in der Bevölkerung. Im Jackson County sprachen sich 66 Prozent und im Josephine County 58 Prozent gegen die Gentechnik-Saaten aus.   


Nach der Volksabstimmung in den Landkreisen dürfen dort keine Gentech-Pflanzen mehr angebaut werden. Syngenta-Sprecher Paul Minehart bedauerte laut oregonlive.com den Bann, versprach aber, die Abstimmung zu respektieren. Syngenta und andere Agrarkonzerne hatten dem Onlineportal zufolge 930 000 Dollar (687 000 Euro) für eine Gegenkampagne gesammelt, um das Verbot zu verhindern – ohne Erfolg. // sb

 

Erschienen in Ausgabe 08/2014
Rubrik: News

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