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Mais kann Bienen schädigen

Das hat es bisher noch nicht gegeben: Die EU-Lebensmittelbehörde EFSA hat ihre frühere Bewertung einer Gentech-Maissorte zurückgezogen. Offenbar kann der Mais Herculex nun doch Bienen und Marienkäfern schaden.

Noch im März 2012 sah das ganz anders aus: Da hatte der Gentech-Mais 59122 der US-Agrochemiekonzerne Dow und Dupont eine Unbedenklichkeitsbescheinigung der EFSA bekommen. Doch nun gebe es „neue wissenschaftliche Informationen“. Die Annahme, Honigbienen und Marienkäfer würden durch den Mais nicht geschädigt, sei so nicht mehr haltbar. Weitere Studien seien nötig, da es Lücken in den vorliegenden Studien etwa zu den Auswirkungen der Gifte produzierenden Maispflanzen auf die Bestäuber gebe.

Schon zuvor hatte das kritische Testbiotech-Institut auf Ungereimtheiten hingewiesen. Etwa auf Schwankungen in den Giftmengen, die die Pflanze produziert. Dies könne Auswirkungen auf nützliche Insekten haben. Zudem verwies Testbiotech darauf, dass gängige Standards bei den Fütterungsstudien nicht eingehalten worden seien. Die Mais-Sorte Herculex setzt mehrere Insektizide frei, zugleich ist sie tolerant gegen das Totalherbizid Glufosinat. // sb

Kommentare

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Jürgen Schubert
Ich selbst habe 10 Bienenvölker und betrachte die aktuelle Entwicklung um das Thema Gen-Mais mit sehr viel Sorge, insbesondere zur beabsichtigten Enthaltung der Regierung in dieser Frage auf europäischer Bühne. Da fehlen mir sämtliche Worte zu so viel Gleichgültigkeit und Ignoranz.
Wildvöglein
Schade! Es wäre schön, wenn S&K zu solchen Artikeln auch Quellenangaben oder weiterführende Internet-Verweise angegeben würde, damit man beim Weitererzählen oder für die Verbreitung über Facebook und Co. auch Belege mitliefern könnte. Mit Quellenangabe wirkt eine Meldung immer überzeugender.