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Tausende für Agrarwende

23 000 Menschen kamen am 21. Januar nach Berlin, um ihre Forderungen nach einer Neuausrichtung der Agrarpolitik zu bekräftigen. Sie protestierten gegen Lebensmittelskandale, Gentechnik in Nahrungsmitteln und Tierquälerei in der industriellen Massentierhaltung.

Wir haben es satt-Demo, Berlin 2012, Copyright: Jakob Huber

Wachsender Widerstand: 23 000 Menschen machten Druck auf der Straße. (Foto: Jakob Huber)

Zu der Großveranstaltung unter dem Motto „Wir haben es satt! Bauernhöfe statt Agrarindustrie“ hatten über 90 Organisationen aus Landwirtschaft, Umwelt-, Tier- und Verbraucherschutz sowie Entwicklungszusammenarbeit aufgerufen.

Ziel des Protestes ist, die industrielle Massenproduktion zurückzufahren und stattdessen eine bäuerlich geprägte und nachhaltige Landwirtschaft voranzubringen. Agrarzahlungen sollen an ökologische, soziale und Tierschutzkriterien gekoppelt werden. Alle Subventionen für den Agrarexport seien zu stoppen. Die Bundesregierung sei, so die Veranstalter, bei der EU-Agrarreform bisher „Steigbügelhalter für die Agrarindustrie“, statt die Forderungen der Gesellschaft durchzusetzen.

Die agrarindustriellen Strukturen verstärkten Klimawandel, Hungerkrisen und das Höfesterben; unter den Folgen der Massentierhaltung müssten nicht nur die Tiere, sondern auch Umwelt, Bauern und Verbraucher leiden, hieß es in den Ansprachen der Veranstalter. Besonders deutliche Worte richtete die Nigerianerin Mariann Bassey vom internationalen BUND-Umweltnetzwerk Friends of the Earth an die Politik: Sie habe „schrankenlose Spekulationen auf Lebensmittel“ erst möglich gemacht und sei verantwortlich für Landraub, steigende Lebensmittelpreise und Hunger: Spekulation und der Agrospritboom müssten ausgebremst werden, so Bassey – für das Menschenrecht auf Nahrung. www.meine-landwirtschaft.de // hb

Kommentare

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Anna
Berlin Großdemo “Wir haben es satt!”

Ein Video von der Straße für die Straße: http://www.youtube.com/watch?v=H3dCwW6xp_4

Lieben Gruß aus Berlin Anna