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Öko-Weihnachtsbäume: Darauf sollten Sie achten

Weihnachtsbäume © Flickr / Oregon Department of Agriculture
Baumplantage © Flickr / Oregon Department of Agriculture

Weihnachten unterm Tannenbaum ist beliebt. In mehr als jedem zweiten Haushalt wird hierzulande in den kommenden Wochen ein Christbaum aufgestellt. Dabei sind konventionelle Bäume eine enorme Belastung für Boden und Gewässer.

Die Umweltorganisation Robin Wood weißt darauf hin, dass die meisten der rund 25 Millionen in Deutschland verkauften Christbäume aus Plantagen stammen, die gedüngt und mit Pestiziden bespritzt werden. 

Dabei geht es auch anders. Die Umweltorganisation informiert auch in diesem Jahr wieder aktuell über Öko-Weihnachtsbäume mit glaubwürdigem Siegel und gibt Einkauf-Tipps.

Siegel bei Öko-Tannen

„Wenn schon Weihnachtsbäume, dann am besten aus Forstbetrieben oder Weihnachtsbaumkulturen, die nach klaren, ökologisch ausgerichteten Regeln bewirtschaftet werden und bei denen dies auch von unabhängiger Seite kontrolliert wird“, empfiehlt Rudolf Fenner von Robin Wood. Christbaum-KäuferInnen sollten daher auf Siegel der anerkannt ökologisch wirtschaftenden Landwirtschaftsbetriebe wie Naturland, Bioland, Demeter oder Biokreis sowie auf das Bio-Siegel der Europäischen Union achten. Bäume mit diesen Zertifikaten sind ohne Pestizid- und Mineraldüngereinsatz herangewachsen. Die gleichen Bedingungen erfüllen auch die Bäume aus FSC-zertifizierten Forstbetrieben (FSC: Forest Stewardship Council).

Bis in die fünfziger Jahre stammten fast alle Weihnachtsbäume von „drauß' vom Walde“. Heute kommen mehr als 80 Prozent der Weihnachtsbäume aus Plantagen, in denen meist kräftig gespritzt und gedüngt wird: Insektizide gegen Rüsselkäfer und Sitkalaus, Herbizide wie Glyphosat gegen konkurrierendes Gewächs, Mineraldünger für gleichmäßigen Wuchs und für eine intensive Grün- oder Blaufärbung der Nadeln.

Hier werden Öko-Bäume verkauft

Um die Suche nach zertifizierten Öko-Weihnachtsbäumen zu erleichtern, gibt die Organisation seit über fünfzehn Jahren alljährlich eine nach Bundesländern sortierte Liste mit inzwischen rund 175 Verkaufsstellen heraus. Ergänzt wird die Liste durch allgemeine Tipps zum Baum-Einkauf und eine Kurzinformation zu den Siegeln.

Mit 53 Verkaufsstellen ist Nordrhein-Westfalen das Bundesland mit den meisten Verkaufsplätzen, auf denen ökologisch zertifizierte Weihnachtsbäume angeboten werden, gefolgt von Bayern (40) und Baden-Württemberg (20).

In vielen Regionen bleibt es aber weiterhin schwierig, einen zertifizierten Öko-Christbaum zu finden. Dann ist die Wahl eines Baumes aus der Region eine Alternative, am besten einer zum Selberschlagen beim nächstgelegenen Waldbetrieb. Dadurch lässt sich vermeiden, ungewollt einen weit gereisten und damit ökologisch fragwürdigen Baum aus Dänemark, Ungarn oder Österreich nach Hause zu tragen.

Von Weihnachtsbäumen im Pflanztopf ist eher abzuraten. Meist sind die Wurzeln der Bäume stark verletzt, weil sie kurz vor der Auslieferung mit dem Spaten für den Topf passend gemacht wurden. Außerdem werden die Bäume durch das Aufstellen in der warmen Weihnachtsstube aus dem Winterschlaf gerissen. Etliche erfrieren dann später draußen oder wachsen nicht mehr richtig an.

Weitere Informationen zu Öko-Weihnachtsbäumen

Quelle: Robin Wood 
Foto: © Flickr / Oregon Department of Agriculture

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Rubrik: News

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