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Global kompliziert

Stephanie Silber

Verantwortliche Redakteurin Schrot & Korn

Liebe Leserin, lieber Leser,

diese Zeilen, die ich hier monatlich schreibe, dürfen 1120 Zeichen lang sein. Wenn ich unsere Grafikerin ganz nett bitte, auch mal 1260. Aber egal wie viel, sie reichen dieses Mal nicht aus. Ich möchte Ihnen nämlich erzählen, dass der wissenschaftliche Beirat des Agrarministeriums sein Klimaschutzgutachten vorgelegt hat. In dem weist er Minister Schmidt darauf hin, dass unsere Landwirtschaft erheblich dazu beitragen muss, wenn Deutschland seine Klimaschutzziele erreichen will. Der Beirat schlägt unter anderem vor, weniger tierische Produkte zu essen. Und wie kompliziert diese Zusammenhänge sind, zeigt das Beispiel der Sojabohne. Sie ist einerseits eine tolle Pflanze, die sogar das Klima schützen kann, indem sie Stickstoff aus der Luft bindet und diesen als wertvollen Nährstoff in den Boden einbringt. Andererseits wird Soja in intensiven Monokulturen vor allem in Südamerika angebaut, um als Tierfutter in die ganze Welt gekarrt zu werden. Allein Deutschland importiert vier Millionen Tonnen davon. Und das Fleisch landet auf unseren Tellern – oder wird in rauen Mengen wiederum in die ganze Welt exportiert.

Da das viel zu kompliziert für ein Editorial ist, trifft es sich gut, dass Sie in dem Artikel ab Seite 24 alles über Soja und diese Zusammenhänge lesen können sowie noch eine Menge mehr über die vielseitige Hülsenfrucht. So und jetzt sind es schon 1480 Zeichen – und ich muss erst einmal mit Christiane, unserer Grafikerin, reden …

Ihre

Stephanie Silber

 

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