Anzeige

Anzeige

Stehpaddeln im Trend

Wind und Wellen? Braucht man nicht. Übermäßige Anstrengung? Bloß nicht! Beim „Stand Up Paddling“ geht es gemütlich zu – und nur anfangs etwas wackelig. // Manuela Gotthartsleitner-Wagner

Einfach draufstellen und lospaddeln? Zugegeben, ganz so einfach ist es doch nicht. Die ersten Versuche beim „Stand Up Paddling“ (SUP, „Stehpaddeln“) sehen noch ziemlich wackelig aus. Dabei ist die Technik recht einfach: Aufrecht stehend bewegt man sich auf einem übergroßen Surfbrett mithilfe eines Paddels fort. Der gemütliche Trendsport kommt ursprünglich aus den USA und ist längst an Deutschlands Seen und Flüssen angekommen. 

„SUP ist der ideale Einsteigersport für die ganze Familie“, ist sich Sebastian Kursawe, selbst leidenschaftlicher Wassersportler und SUP-Fan, sicher. Hat der Trainer erstmal die Stehtechnik erklärt und Tipps zur richtigen Körperspannung und Position gegeben, kann es schon losgehen. „Mit der richtigen Paddeltechnik kommen auch Anfänger gut vorwärts“, macht der Student Mut. Die Boards seien groß und darüber hinaus sehr stabil. Damit wird vermieden, dass wackelige Anfänger allzu oft ins Wasser fallen und frustriert aufgeben. Doch schon nach kurzer Zeit gelingt es, sich auf dem Board mithilfe des Paddels sanft über das Wasser treiben zu lassen. Harmonische Bewegungen reihen sich aneinander, wenn das Paddel durchs kühle Nass gleitet. Leicht und elegant sind die Abläufe – nach Anstrengung sieht es jedenfalls nicht aus. 

Ganz entspannt zur Fitness

Auch der Nervenkitzel bleibt an Land. Stockt einem beim Anblick von Kitern und Surfern oft der Atem, entspannt man bei den Stehpaddlern selbst vom Ufer aus. Man sieht: SUP ist ein Sport für diejenigen, die es ruhig angehen lassen wollen und sich gerne in der Natur bewegen. Und für alle Stehpaddler, die es sportlicher angehen wollen, gibt es inzwischen bundesweit jede Menge SUP-Wettbewerbe.  Kaum zu glauben: Auch wenn man hochrote Köpfe und Schweißperlen vergeblich sucht, wird dennoch der ganze Körper trainiert – aber auf eine sanfte Weise. Gestärkt wird beim Paddeln im Stehen vor allem die Schulter-, Rumpf- und Rückenmuskulatur. Auch Ausdauer und Koordination kommen nicht zu kurz. „Durch den dynamischen Untergrund sind beim Training auf der ‚schwimmenden Trainingsmatte‘ mehr Muskeln aktiv als bei einem normalen Training“, erklärt Sportwissenschaftler Josef Ullmann aus München, der gemeinsam mit seiner Kollegin Geri Wagner ein Fitnessprogramm entwickelt hat, das sich SUP Dynamic Balance Fitness Workout, kurz SUPALAMIC®, nennt. Die Vorteile sind für den Wassersportler eindeutig: „Das Workout ist sehr gelenkschonend, es besteht kein Verletzungsrisiko und vor allem macht es riesig Spaß.“

Leise, stressfrei, ohne Motor – wer sich so auf dem Wasser bewegt, bekommt ein ganz neues Gefühl für sich selbst und den Lebensraum See und Fluss.

Uralte Technik in Neuauflage

Der Trend mag zwar relativ neu sein – die Technik dazu ist jedoch schon uralt. Ihren Ursprung hat das Paddeln bei asiatischen Fischern, die stehend auf ihren Kajaks Jagd auf Fische machten. 

Zur Sportart wurde SUP erst, als Surfer auf Hawaii mit Hilfe von Stechpaddeln versuchten, schneller zu den guten Surfrevieren an den wellenbrechenden Riffen zu gelangen. Außerdem nutzen Windsurfer die Technik, um auch in windstillen Zeiten zu trainieren. Schnell war die Idee geboren, SUP zur eigenen Sportart auszurufen. Surfprofis, darunter auch die Legende Robby Naish, machten die Sportart im Laufe der Zeit breitensporttauglich. Und spätestens als sich Hollywoodstars wie Julia Roberts, Jennifer Aniston und Matthew McConaughey auf die Boards schwangen, war der Massenhype ausgelöst.

Davon hat sich auch die sechsköpfige Gruppe rund um Sebastian Kursawe anstecken lassen. „An einem ruhigen See ist SUP noch relativ einfach. Erst ein Fluss mit einer gewissen Strömung ist eine Herausforderung“, lacht der Wassersportler. Daher macht sich das Team vom Ammersee aus auf ins große Abenteuer: Im Juni 2014 paddelt die Truppe den rumänischen Fluss Olt rund hundert Kilometer entlang und engagiert sich gleichzeitig für den Umweltschutz. „Protect our Waters“ heißt die Aktion, mit der die Studenten zu mehr Verantwortung gegenüber der Natur aufrufen. 

„Dahinter steckt die Idee, das Bewusstsein für den Lebensraum See und Fluss zu stärken und damit auch die dort lebenden Tiere und Pflanzen zu schützen“, erklärt Kursawe. Er und sein Team haben „10 goldene SUP Regeln“ entworfen und sind dabei, diese als offizielles Gütesiegel eintragen zu lassen. Zu finden sind sie zum Download auf der Webseite der Initiative: http://sup-a-lot.de

Ob zur Flucht aus dem hektischen Alltag, einfach aus Spaß oder aus Freude an der Herausforderung: SUP ist für Deutschlands Natur nahezu perfekt: Stehend lassen sich die wunderbarsten Berg- und Flusslandschaften entdecken – aus eigener Kraft und ohne Wind und Wellen.

Gut gesurft ist halb gepaddelt:

http://sup-a-lot.de/index.html
Alles über das Projekt „Protect our Waters“ und die 10 goldenen SUP-Umweltregeln

www.standup-paddeln.de 
Hintergrundinformationen zu SUP, Ausrüstung und Links

www.sup-activity.com
Termine für SUP-Touren auf Seen und Flüssen im Raum München für Anfänger und Fortgeschrittene

www.sup-mag.de
Viele Infos zu Veranstaltungen, Races und Events

Fotos: © sup-a-lot

Erschienen in Ausgabe 06/2014
Rubrik: Leben&Umwelt

Kommentare

Kommentar­bild via Gravatar

incl. 'http://'


Warning: is_file() expects parameter 1 to be a valid path, string given in system/modules/ds-extendedsearch/classes/Indexer.php on line 35
#0 [internal function]: __error(2, 'is_file() expec...', '/homepages/45/d...', 35, Array)
#1 system/modules/ds-extendedsearch/classes/Indexer.php(35): is_file('\xB38x\xC6\xE4\xBF\x11\xE3\x9A\xCF\x00%\x90z\x1C...')
#2 system/modules/core/library/Contao/Search.php(131): ExtSearch\Indexer->indexPage('...', Array, Array)
#3 system/modules/core/classes/FrontendTemplate.php(330): Contao\Search::indexPage(Array)
#4 system/modules/core/classes/FrontendTemplate.php(124): Contao\FrontendTemplate->addToSearchIndex()
#5 system/modules/core/pages/PageRegular.php(190): Contao\FrontendTemplate->output(true)
#6 system/modules/core/controllers/FrontendIndex.php(267): Contao\PageRegular->generate(Object(Contao\PageModel), true)
#7 index.php(20): Contao\FrontendIndex->run()
#8 {main}