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Krankenkassen & Naturmedizin

Messbar gesünder

Eine beeindruckende Zahl: Drei Viertel von 1.200 chronisch Kranken fühlten sich nach einer naturheilkundlichen Behandlung deutlich besser. // Leo Frühschütz

Über sechs Jahre hat Dr. Susanne Moebus vom Universitätsklinikum Essen einen Modellversuch in Nordrhein-Westfalen wissenschaftlich begleitet. Dabei wurden über 1.200 chronisch Kranke aus zahlreichen Betriebskrankenkassen mit verschiedenen Naturheilverfahren und alternativen Therapien behandelt. „Wir konnten deutliche Effekte feststellen. Die hohe Anzahl an Arbeitsunfähigkeitstagen dieser Patienten konnte innerhalb von zwei Jahren auf ein normales Niveau gesenkt werden.“

Drei Viertel der Teilnehmer berichteten, dass sich ihr Gesundheitszustand auch langfristig sehr gebessert hat. Die Frage, welche der angewandten Verfahren dies im Einzelnen bewirkt hatten, konnte die Studie nicht beantworten. „Wir können nur sagen, es war das ganze Paket, das diese Wirkung hatte“, so Susanne Moebus.

Den Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen beeindruckte das nicht. Die meisten der in diesem Modellvorhaben untersuchten Therapieformen sind inzwischen von der Erstattung ausgeschlossen. „Das hat nichts mit Vernunft zu tun, das ist ein Kampf von Lobbys um Geldtöpfe“, kommentiert Susanne Moebus. Sie würde gerne die gesammelten Daten noch genauer auswerten. Doch es fehlt das Geld, weil der Modellversuch inzwischen abgeschlossen ist. „Dafür bräuchte es öffentliche Forschungsgelder. Doch alternativmedizinische Forschungsthemen werden kaum gefördert.“

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