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Rosen, Kinder, Blütenfest

Um 05:30 Uhr morgens beginnen die Rosenblütenpflücker im türkischen Taurusgebirge mit ihrer Arbeit, dann ist der Gehalt des ätherischen Bio-Rosenöls am höchsten. Es ist ein Wettlauf gegen die Uhr – denn schon um die heiße Mittagszeit wird ein Großteil des Öls von „Rosa damascena“ verflogen sein.

Rosenernte für Weleda

Dass die Rosenernte harte Arbeit ist, lässt sich an wenigen Zahlen ablesen: An die 30 Kilogramm Blüten kann eine Familie am Tag ernten. Und aus 4 Tonnen Rosenblüten entsteht gerade einmal ein Kilo des Rosenblütenöls, das wegen seiner entzündungshemenden und regenerierenden Eigenschaften begehrt ist. Insgesamt liegt der jährliche Ertrag bei 15 Kilogramm Öl und 1200 Kilogramm des Blütenblattauszugs Rose Absolue.

Mit 30 Kleinbauern begann 2001 im türkischen Isparta die Initiative für den ökologischen Anbau von Damaszenerrosen. Heute sind es 300 Bauern, die auf 1 000 Metern Höhe jährlich 400 Millionen Rosenblüten für Naturkosmetikhersteller Weleda pflücken. Das bietet für alle Vorteile. Weleda erhält den Rohstoff in ausreichender Qualität und Menge, die Bauern leben in wirtschaftlicher Sicherheit. Destilliert wird vor Ort in der Anlage der Firma Sebat in Senir.

Da lag es für das Unternehmen nahe, gemeinsam mit dem Destillateur Sebat vor Ort einen Kindergarten zu finanzieren, der später auch als Schule genutzt werden soll. 90 Kinder haben Platz. Mitte Juni feierte das ganze Dorf Eröffnung mit einem großen Rosenfest. Der Bürgermeister der Region zerschnitt gemeinsam mit den Jüngsten das Band. „Wir freuen uns, dass die Kinder eine Ausbildung erhalten“, erzählt Besucherin Hatice, die selbst vier Sprösslinge hat. Schon im Herbst wird sie zwei von ihnen in den neu erbauten Kindergarten bringen.

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