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„Den Eltern-Kind-Kontakt vertiefen“

Thea Vogel arbeitet in Frankfurt/Main als Ausbilderin für das Familienbegleitende Baby-Eltern-Konzept (Fabel) der Gesellschaft für Geburtsvorbereitung (GfG).

Thea VogelWas genau ist das Fabel-Konzept?

In den Fabel-Kursen wird der Kontakt zwischen Eltern und Kind in den ersten Lebensjahren vertieft. Neben Informationen übers Stillen, Zahnen und die Bewegungsentwicklung des Babys wollen wir die Eltern in schwierigen Situationen begleiten. Etwa wenn die Mütter in seelische Krisen geraten. Uns geht es um das Wohlfühlen der gesamten Familie.

Wie profitieren die Eltern von den Kursen?

Sie können sich mit anderen austauschen, Freundschaften anbahnen und werden von der Kursleiterin darin unterstützt, ihrer Intuition zu vertrauen. Bei den Treffen lernen sie einen selbstsicheren Umgang mit ihren Kindern.

Dazu gehört, dass sie sich zurücknehmen und ihr Baby gut beobachten, um herauszufinden, was es eigentlich will. Manchmal gucken die Kleinen einfach zur Decke und scheinen sich zu langweilen, dabei entspannen sie gerade. Wer dann mit einer Rassel für Aufmerksamkeit sorgt, stört das Kind.

Und was bringen die Kurse den Kindern?

Im Idealfall entwickeln sie sich gut, sind zufrieden und fühlen sich aufgehoben. Ein Beispiel: Wenn das Baby übt, sich zu drehen, es aber noch nicht schafft, den Arm herauszuziehen, dann muss es so lange probieren, bis es klappt. Die Eltern sollen möglichst nicht dabei helfen, wohl aber das Kind trösten, wenn es frustriert ist.

Wie läuft ein solches Treffen ab?

Nach der Begrüßung geht es zunächst ums Zuschauen und Beobachten, wenn die Kinder mit einfachen Spielmaterialien konfrontiert werden, die ihre Sinne anregen. Das können Wasserbälle, Knisterpapier oder Tücher sein. Je nach Entwicklung wechseln die Gegenstände und Spielgeräte und regen die größeren Babys zum Krabbeln und Hochziehen an.

Im zweiten Teil machen die Eltern mit, etwa mit einer Streichelmassage. Zudem bekommen Eltern Infos über die natürlichen Bewegungsabläufe. Der dritte Teil ist meistens ein moderiertes Gespräch zu einem bestimmten Thema, bevor das Treffen mit Fingerspielen und Schlafliedern oder Wiegetänzen zu Ende geht.

Was ist für Sie das wichtigste Ziel der Fabel-Kurse?

Die Eltern sollen mit dem Kind mitschwingen und dabei ihren eigenen Weg finden. Ihre Bedürfnisse sind verschieden. Deshalb sollen die Kursleiter ihnen mit unterschiedlichen Strategien begegnen und auf die jeweiligen Bedürfnisse eingehen. Ich halte nichts von Dogmen.

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