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Alles aus Kokos

KOKOS Auf in den Sommer – Kokosdüfte bringen Leichtigkeit, gute Laune und Südseeflair in Küche, Köpfe und Kochtöpfe. // Brigitte Sager-Krauss

Kokoschips

Kokoschips (© Tabea Mathern/bio verlag)
(© Tabea Mathern/bio verlag)

Fast weiß wie Schnee

Kokosraspel kennt jeder – ihre großen Schwestern Kokoschips oder -flakes dagegen nur wenige. Dabei sind sie sich ganz ähnlich: Kokosnussfruchtfleisch wird geschält, gewaschen und entweder fein geraspelt oder grob gehobelt und getrocknet. Kalorienmäßig sind sie nicht ganz ohne: Das Kokosfruchtfleisch, die Kopra, enthält 60–70 Prozent Fett, die Chips ebenso. Das macht anfällig fürs „Ranzigwerden“. Deshalb kühl, trocken, luftdicht und dunkel lagern.

• Ob als Topping für Salat, Suppe oder Müsli – schön, dass bei Kokoschips in Bio-Qualität Bleichmittel und Konservierungsstoffe außen vor bleiben. Den besonderen Knabbergenuss ergeben geröstete oder mit Rohrohrzucker karamellisierte Kokoschips.

Kokosmus

Kokosmus (© Tabea Mathern/bio verlag)
(© Tabea Mathern/bio verlag)

Dufte Sache

Mehr noch als Flocken & Co. zaubert das Mus aus der tropischen Nuss das typische Kokosaroma auf die Geschmacksknospen. Viele Bio-Hersteller achten darauf, dass das Fruchtfleisch möglichst frisch nach der Ernte aus der Nuss gelöst und fein gemahlen wird. Weil auch in Kokosmus jede Menge Kokosfette (bis zu 70 Prozent) stecken, ist es bei Kühlschranktemperaturen recht fest, bei Zimmertemperatur geschmeidiger.

• Der neue Genuss für die Stulle kommt in Weiß und ohne Zucker und Zusätze daher. Verführerisch ist das leicht süßliche Aroma jedoch nicht nur als Aufstrich, sondern auch in Smoothies oder zum Verfeinern von Suppen und Soßen.

Kokosmilch

Kokosmilch (© Tabea Mathern/bio verlag)
(© Tabea Mathern/bio verlag)

Mild wie Sahne

Anders als Kokoswasser ist Kokosmilch nicht dünnflüssig, sondern cremig-pastös. Sie zergeht mit süßlichem Aroma angenehm sanft auf der Zunge. In der veganen Küche wird sie als Sahneersatz geschätzt. Hergestellt wird sie aus Fruchtfleisch, das fein mit Wasser vermahlen und abgefiltert wird. Der Anteil Kokosnuss im Produkt ist unterschiedlich, bei bio häufig um die 60 Prozent – je mehr und je frischeres Fruchtfleisch verwendet wird, desto besser.

• Bei Bio-Kokosnussmilch sind Emulgatoren und Konservierungsmittel tabu. Allenfalls kommt Guarkernmehl zum Einsatz. Setzt sich eine feste Fettschicht über milchiger und klarer Flüssigkeit ab, kurz leicht erwärmen, dann schütteln oder verrühren.

Kokosmehl

Kokosmehl (© Tabea Mathern/bio verlag)
(© Tabea Mathern/bio verlag)

Smart zum Darm

Kokosmehl kommt mit nur etwa 13 Prozent Fett daher. Das fein gemahlene, leicht beigefarbige Mehl aus den Pressrückständen der Ölgewinnung punktet mit vielen Ballaststoffen (40 Prozent), Eiweiß (18 Prozent) und Kohlenhydraten (22 Prozent). Deshalb bringt es manch trägen Darm ähnlich wie Leinsamen oder Kleie auf Trab. Auch Reizdarmbetroffene oder Glutenempfindliche können von Kokosmehl profitieren. Gut eignet es sich zum Beispiel für Müsli oder zum Andicken von Suppen und Soßen.

• Mit Kokosmehl backen? Wegen seiner leicht süßlichen Kokosnote am besten für süße Backwaren nutzen. Für ein optimales Ergebnis kann maximal ein Viertel des Getreidemehls ausgetauscht werden.

Kokoswasser

Kokoswasser (© Tabea Mathern/bio verlag)
(© Tabea Mathern/bio verlag)

Reichhaltig und leicht

Auf der Suche nach einem Fitness- und Sportlerdrink? Kokoswasser hat das Zeug dafür. Der isotonische, leicht süßliche Drink ist reich an Kalium, liefert Magnesium und bringt es mit minimalem Fettgehalt und wenig Eiweiß und Kohlenhydraten auf gerade einmal 15–20 Kilokalorien pro 100 Milliliter. Er stammt aus dem Innersten der noch unreifen Kokosnuss und wird mittels eines speziellen Verfahrens möglichst unter Luftausschluss abgezapft und steril abgefüllt.

• Der milchig-trübe Drink ist in den letzten Jahren nicht ohne Grund zum Szene-Star avanciert. Er eignet sich perfekt für Cocktails oder zum Mixen mit Fruchtsäften. Im Bio-Regal gibt es auch Varianten mit Limette, Aronia, Granatapfel und Agavendicksaft.

Kokosblütenzucker

Kokosblütenzucker (© Tabea Mathern/bio verlag)
(© Tabea Mathern/bio verlag)

Aus luftiger Höhe

Zugegeben, alles mit Kokosblütenzucker zu süßen, wäre kostspielig. Der Zucker aus dem eingekochten Saft von angezapften Kokosblütenständen sorgt mit seiner Karamellnote – ohne Kokosaroma – für exklusive Leckereien oder die besondere Süße in einer Tasse Tee. Zusatzplus:  Er treibt beim Naschen den Blutzuckerspiegel nicht so stark auf die Spitze, sein glykämischer Index liegt unter dem von Rohrzucker.

• Kokosblütenzucker gilt als nachhaltig, denn um ihn zu gewinnen, muss keine Pflanze geopfert werden und fruchtbarer Boden bleibt geschont. Kokospalmen lassen sich bis zu siebzig Jahre und mehr nutzen, bevor neu angebaut werden muss.

WERTSCHÄTZUNG

Woher kommt die Bio-Kokosnuss?

Für Bio-Kokosprodukte fängt die Qualität bereits bei der Kokospalme an. Die steht in bodenschonenden Mischkulturen. Die Düngung ist organisch mit Mist und Rückständen aus der Kokosnussverarbeitung. Auch wichtig: die „soziale Verträglichkeit“. Die Bio-Anbauer erhalten Beratung, Unterstützung und vor allem eine transparente und angemessene Entlohnung.

Erschienen in Ausgabe 03/2017
Rubrik: Ernährung

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