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Jod: Zu viel des Guten

Deutschland war einmal Jodmangel-Land. Heute gelten wir als optimal versorgt. Dank Jodzusatz in Salz. Doch jeder Zehnte leidet unter der Anreicherung. // Leo Frühschütz

Begegnen - Hintergrund Jod

Jod ist ein essenzielles Spurenelement. Eine Substanz, die unser Körper nicht herstellen kann, aber zum Überleben braucht. Dabei genügen ihm 180 bis 200 Millionstel Gramm. Bekommt er nur wenig mehr davon, kann das für manche Menschen gefährlich werden. Sie reagieren sensibel auf Jod. Für sie kann das Essen zum Risiko werden, denn Jod ist inzwischen in fast allen Lebensmitteln enthalten.

Früher war Deutschland Jodmangelgebiet – insbesondere im Süden. Denn die Böden dort sind arm an Jod, ebenso die Pflanzen, die darauf wachsen. Und Meeresfisch mit seinem relativ hohen Jodgehalt stand kaum auf dem Speiseplan. Viele Menschen entwickelten dort einen Kropf, weil sich durch den andauernden Jodmangel ihre Schilddrüse krankhaft vergrößert hat.

Wofür wir Jod brauchen

Die Schilddrüse ist der Jod-Umschlagplatz unseres Körpers. Sie baut das Spurenelement in zwei Hormone ein, die als Botenstoffe den Umsatz unseres Stoffwechsels steuern. Sie lassen uns schwitzen, bringen die Verdauung in Schwung und erhöhen Puls und Blutdruck. Bei dauerhaft angespannter Versorgungslage reagiert der Körper mit einer Vergrößerung der Schilddrüse, ein Kropf wächst und es bilden sich Bereiche, die sich vom gesunden Regelkreis der Schilddrüse abkoppeln und Hormone produzieren, sobald Jod-Atome auftauchen, egal, ob sie gerade gebraucht werden oder nicht. Neben der Entstehung des Kropfes kann massiver Jodmangel auch die geistige Entwicklung von Kindern bremsen – schon im Mutterleib.

Um dem Mangel abzuhelfen gründeten Mediziner und Ernährungswissenschaftler 1984 den Arbeitskreis Jodmangel. Sie machten sich für eine freiwillige Jodierung des Speisesalzes stark, gefördert von Arzneimittelherstellern und Salzproduzenten. Mit Erfolg: Seit Jahren sind ungefähr 80 Prozent des Speisesalzes in deutschen Haushalten mit 15 bis 25 Milligramm Natrium- oder Kaliumjodid pro Kilogramm angereichert. Fast ebenso groß ist der Anteil an Jodsalz bei Kantinen, Bäckern und Metzgern, während er nach Angaben des bundeseigenen Max-Rubner-Instituts (MRI) in der Lebensmittelindustrie nur bei knapp 30 Prozent liegt.

Eine weitere wichtige Jodquelle sind Milch, Milchprodukte und Eier. Denn auch das Futter der Tiere ist mit Jodid angereichert, um den Bedarf der Tiere zu decken. Weil immer mehr Bauern darauf achten und manche ihren Tieren mehr verabreichen als notwendig wäre, ist der Jodgehalt in Milch und Eiern in den letzten 20 Jahren deutlich gestiegen. Bei Milchkühen kommt noch hinzu, dass nach dem Melken die Zitzen desinfiziert werden, oft mit einem jodhaltigen Mittel. Im Fleisch der Tiere reichert sich das Jod nicht so stark an.

Jodmangel ist behoben. Vorsicht Überdosis

Wie viel Jod essen wir jetzt? Das MRI hat die 2006 erhobenen Daten der Nationalen Verzehrsstudie über die Essgewohnheiten der Deutschen mit den Jodgehalten der verzehrten Lebensmittel verrechnet: Männer nehmen im Schnitt täglich 110 Mikrogramm Jod zu sich, Frauen 91 Mikrogramm – ohne das Jod im Salz. Das ist weniger als die 180 bis 200 Mikrogramm, die die Deutsche Gesellschaft für Ernährung einem Erwachsenen empfiehlt. Rechnet man das Jod im Salz hinzu, sind die Zahlen im grünen Bereich. Eine andere Möglichkeit, die Jodversorgung zu überprüfen, ist der Nachweis von Jod im Urin. Auch hier zeigen breit angelegte Studien für Deutschland: Alles im grünen Bereich – aber nicht für jeden.

Etwa zehn Prozent der Menschen in Deutschland bekommen durch die üblichen Jodmengen teils massive körperliche Probleme. Sie bezeichnen sich als jodsensibel oder sprechen von Jodallergie. Dahinter steckt meist eine Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse.

Ein bis fünf Prozent der Deutschen leiden an einer Überfunktion der Schilddrüse. Die Symptome reichen von Schwitzen und nervösem Zittern über Konzentrationsstörungen bis hin zu Herzflimmern. Eine Ursache für zu viel Schilddrüsenhormone im Blut ist die Krankheit Morbus Basedow, die überwiegend Frauen zwischen 20 und 40 betrifft. Eine weitere Ursache sind durch Jodmangel vergrößerte Schilddrüsen, die das inzwischen reichliche Jod-Angebot nutzen und eine zu große Hormonmenge ausstoßen. Für beide Gruppen sei eine normale Ernährung inklusive Jodsalz kein Problem, schreibt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Erst Mengen von mehr als 500 Mikrogramm täglich seien bedenklich.

Gleiches soll für eine Schilddrüsenunterfunktion gelten, an der bis zu sechs Prozent der Bevölkerung leiden. Gedächtnisstörungen, Muskelschwäche, Müdigkeit und ständiges Frieren zählen zu den Symptomen. Ursache ist sehr oft die genetisch bedingte Krankheit Hashimoto-Thyreoiditis. Höhere Joddosen können den Verlauf dieser Entzündung verschlimmern, bei der das Immunsystem verrücktspielt und die Schilddrüse langsam zerstört. Auch für solche Patienten sei die mittlere Jodzufuhr über Lebensmittel in Deutschland kein Problem, schreibt das BfR.

„Das ist Unsinn!“ entfährt es da dem emeritierten Professor Jürgen Hengstmann. Der Berliner Schilddrüsenexperte hat Jahrzehnte lang Hashimoto-Patienten behandelt und entsprechend Erfahrung. „Diese Krankheit entwickelt sich schleichend, über Jahre hinweg. Ihre Auswirkungen lassen sich durch eine jodarme Ernährung verringern.“

Auf bis zu zehn Prozent beziffert Hengstmann die Zahl der Betroffenen. Auch bei Morbus Basedow hält er die üblichen Jodmengen für gefährlich. Dadurch steige der Bedarf an jodhemmenden Medikamenten und damit deren Nebenwirkungen. Die sind teils drastisch und reichen bis zur Zerstörung der weißen Blutkörperchen.

Hengstmanns Fazit: „Für 90 Prozent der Menschen ist die Zwangsjodierung kein Problem. Aber die restlichen zehn Prozent leiden darunter.“ Auch wenn die Krankheit erkannt ist und behandelt wird. Denn jeder Jodschub mit der Nahrung bringt das durch synthetische Schilddrüsenhormone eingestellte Gleichgewicht durcheinander. Professor Hengstmann drückt es so aus: „Jod ist lebensnotwendig. Aber jeder Mensch braucht die für ihn richtige Menge.“

Tipps für eine jodarme Ernährung

Wer sich jodarm ernähren muss, hat es schwer. In verpackten Lebensmitteln muss der Einsatz von jodiertem Speisesalz deklariert werden. Das gilt allerdings nicht für einzelne Zutaten. Ob die Salami auf der Pizza mit Jodsalz gewürzt wurde, erfährt der Kunde nicht. Auch bei offen verkaufter Ware, etwa das Brot beim Bäcker, oder im Restaurant finden sich keine Angaben zum verwendeten Salz. Milch, Milchprodukte und Eier tragen keine Angaben zum Jodgehalt, obwohl ihr Beitrag zur täglichen Dosis erheblich sein kann. Wer da nicht aufpasst, er-wischt schnell eine Überdosis.

Bio-Lebensmittel sind für jodarme Ernährung nur bedingt eine Lösung. Zwar gibt es im Bio-Laden ein breites Angebot an jodfreiem Salz. Auch bei den Verarbeitern ist Jodsalz wenig verbreitet. Allerdings ist es – außer bei Demeter – erlaubt. Deshalb sollten Betroffene vorsichtshalber beim Bio-Bäcker ihrer Wahl nachfragen. Jodhaltige Zusätze im Tierfutter sind auch für Bio-Bauern erlaubt und werden oft auch eingesetzt. In Untersuchungen sind die Jodgehalte in Bio-Milch etwa um die Hälfte geringer als in konventioneller. Das dürfte daran liegen, dass Bio-Bauern insgesamt weniger zugekauftes Futter einsetzen und einige von ihnen bewusst auf solche Zusätze verzichten. Jodhaltige Mittel für die Euterhygiene werden ebenfalls seltener eingesetzt. Demeter bietet auf Anfrage Adressen von Betrieben, die auf Jodanreicherung im Futter verzichten.

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Wissender

Was für eine Superverdummung! Haltloses Zurechtbiegen der Fakten, damit sie ins persönliche Weltbild passen. Zuerst an die Kommentarschreiber: Tut mir echt leid für euch, dass ihr mit Jod ein Problem habt. Aber ihr habt es genau deshalb, weil ihr seit Jahren und Jahrzehnten ZUWENIG Jod aufnehmt.
Das Jodat im mcg-Bereich im Salz ist ein Witz! Benötigt wird primär biologisches Jodlakton und Jodid im mg-Bereich. Aus elementarem Jod kann die Zelle am Membran das Jodlakton auch selbst herstellen. Die Forschungsergebnisse dazu gibt es NICHT IN DEUTSCH. Die hier immer falsch angeführte Pharmaindustrie hat daran auch keine Interesse, weil es den aufgrund von Jodmangel Schilddrüse erkrankten Menschen teuer patentiertes Thyroxin verkaufen kann und den Krebserkrankten milliardenschwere Therapien. Ja, Jodlakton verhindert Krebsentstehung, zelluläre Hyperplasien im Ansatz.
Deshalb hat auch die grösste industrielle Rauchernation Japan die längste Lebenserwartung durch den Verzehr von Algen. Jod wird von jeder Zelle benötigt, besonders jedem Drüsengewebe. Deshalb haben Frauen das gössere Problem mit Knoten in Schilddrüse, Brust und Eierstöcken. Die Nebenwirkung bei einer höheren Dosis wird duch das Verdrängen anderer Halogene wie Fluor, Chlor oder Brom aus den biologischen Bindungsstellen des Jod verursacht. Die Konzentration dieser Halogene im Serum kann dann zu unwohlen Effekten führen. Da hilft ein Teelöffel unraffiniertes Salz gelöst täglich und die Verringerung der Dosis. Für die Leute mit Unterfunktion, kommt es für 48h zum Abschalten der SD, weil diese vom Not-Niedrig-Jod-Modus die Genexpression umschaltet auf Normal Jod Modus. Danach wirds besser, keine kalten Hände mehr und einen klaren Kopf!

Leichte Kost: googelt David Brownstein, Jorge Flechas..

Ziegltrum

Vielen Dank für die Informationen. Leider werden alle Menschen immer als identisch angenommen. Jeder weiss, dass manche sehr gut, andere sehr schlecht sehen von Natur aus. Wenn wunderts also, dass manche Menschen auf ein zuviel an Jod mit Reaktionen / Erkrankungen reagieren? Ich selbst habe nach Feststellung einer Schilddrüsenunterfunktion Tabletten mit Jodhormon (75-er) und zusätzlichem Jod bekommen. --> TSH 4,0. Bei der Erhöhung auf 88-er Tabletten habe ich Jod extra nehmen müssen, da es diese Dosierung nur mit reinem Hormon gab. Also 1x die Woche 1500 µg Jod als Tablette. Immer am nächsten Tag das Gesäß voller akneartiger Entzündungen und Bauchschmerzen. Nach 2-3 Tagen wieder weg. TSH 4,0. Nach 6 Wochen hab ich dann die Jodtabletten weggelassen. Keine akneartigen Entzündungen, keine Bauchschmerzen und TSH (unlogischer Weise lt. gängiger Lehrmeinung) bei 0,8.
Fazit: Mein Körper reagiert auf die Jodtabletten extrem. Empfehle jedem der sich nicht sicher ist solche hochdosierten Jodtabletten zu kaufen und einige Male ein zu nehmen, dann sieht man ob die Beschwerden daher kommen. Viel schwerer ist es dann den Arzt zu überzeugen.
P.S. Stelle mich bei Bedarf gerne seriösen wissenschaftlichen Untersuchungen/Versuchsreihen zur Verfügung.

beate aichele

Jod im salz und in Lebensmitteln ist nicht für alle Menschen gut, vor allem, wenn evtl. eine Schilddrüsenüberfunktion besteht und das Herz mit erhöhtem puls reagiert. das geschieht bei mir jedes mal, wenn ich auswärts esse oder ein Fertiggericht esse. ich fühle mich danach total krank und brauche lange zeit, bis alles wieder in Ordnung ist. ich nehme dann einen Betablocker, auch nach Feststellung durch den Kardiologen wegen eines angeblichen Herzflimmerns.

Anne
Hallo, ich freue mich immer über kritische Aussagen zum Thema Jodierung. Meiner Erfahrung nach (und ich recherchiere dies gerade für meine Masterarbeit, studiere Biologie und Chemie, und bin selbst betroffen von einer seltenen Autoimmunerkrankung, sodass man tatsächlich von ausführlicher Recherche sprechen kann) ist es so, dass leider zu wenig kontrolliert wird. Ich habe grundsätzlich nichts gegen eine Jodierung, aber bitte mit Maß und Ziel. Man sollte alles (auch lose Ware) deklarieren, und zwar mit einem gemittelten Jodgehalt, den diese Ware in mehreren Proben gezeigt hat. Außerdem sollte es von allem auch jodarme Produkte geben, sodass die Betroffenen (und man geht davon aus, dass inzwischen jeder zweite Deutsche eine Jodunverträglichkeit und einen Jodismus entwickelt) wieder angstfrei einkaufen gehen können.

Wenn ich allein schon das Wort "Salz" auf einem Produkt lese kriege ich schon Angst, denn ob da Jodsalz drin ist oder nicht, wurde 1x kontrolliert und dann nie wieder. Ich hab schon in allem möglichen Jod gefunden, wo es nicht hätte drin sein dürfen, von Schokolade, über angeblich nur mit "Salz" gewürzten Gläsern und Dosen, in tierischen Produkten und Pilzen, aber auch in Cremes und Impfungen. Nirgends steht eine Warnung und das sollte sich ändern.

Außerdem kann ich inzwischen weder die Aussage "Deutschland ist ein Jodmangelgebiet" noch "der Jodmangel schreitet immer weiter voran" oder "die geringen Jodmengen in Salz, Lebensmittel, Kosmetik, etc. sind absolut harmlos, auch für Menschen mit einer Schilddrüsenerkrankung" hören. Leider sind diese Aussagen alle falsch und beruhen auf von der Pharmaindustrie und der Ärztelobby bezahlten Studien. Die Studien, die eine Gefährdung durch zu viel Jod zeigen werden abgetan mit der Aussage "das ist nicht auf Deutschland übertragbar". Warum? Einfach weil das die Lobby nicht will... Außer Deutschland, Österreich und der Schweiz fahren nahezu alle Länder ihre Jodierung wieder zurück, weil mehr negative als positive Folgen auftraten.

Also mein Fazit: Die Wissenschaftler sollten bessere, umfangreichere und unabhängige Studien zu den Folgen der Jodierung machen, sodass diese endlich abzuschätzen sind. Außerdem sollte man uns Verbrauchern bitte die Wahl lassen, wie viel Jod wir zu uns nehmen wollen. Hierfür sind genauere Lebensmitteluntersuchungen und Deklarationen notwendig. Wer eine extra Portion Jod haben will, kann sich auf Jodmangel untersuchen lassen und im Zweifelsfall mit Jodsalz kochen und sich Jodtabletten verschreiben lassen. Und meine letzte Bitte in Richtung der ganzen "unabhängigen" Institute, der Politik und der Lobbys ist: Behandelt uns bitte wie mündige Bürger und hört auf uns zu verarschen (sorry, aber alle anderen Ausdrucksweisen sind leider zu schwach)
Ich
Guten Tag, schön das sie hier mal etwas schreiben. Aber in unsere aller Augen dürfte BIO sich nicht BIO nennen, wenn Jod enthalten ist, was den Tieren gefüttert wird!Täglich lerne ich Erkrankte kennen, übrigens sind dies mittlerweile knapp 30000000 in Deutschland und viele dieser Menschen suchen unjodiertes Essen, welches sie leider nur im Ausland finden.Liebe Bio Bauern und Hersteller- tun sie endlich was für diese Menschen. Mehr finden Sie auf www. jod-kritik.de
Norbert
Vielen Dank, dass Sie sich der Problematik erneut annehmen (Jod tut nicht allen gut in S&K 5/2007) und so zu einer Sensibilisierung zumindest der ernährungsbewussten KonsumentInnen beitragen - trotz der bereits angesprochenen Ungereimtheiten. Selbst die Verbraucherzentrale hatte im KnackPunkt (Februar 2012) die alleine über den Salzgehalt der Lebensmittel mögliche Jodzufuhr als bedenklich beurteilt. Aktuell sind erneut die Futtermittel ins Visier geraten, wie die Efsa in ihrer Website (Suche unter iodine) informiert. Von für alle sicheren Intake-Werten kann alo keine Rede sein! Die stereotyphen Unbedenklichkeitserklärungen seitens BfR, RKI, DGE und weiterer, hier nicht genannter Akteure des Jodmangel-Netzwerkes bedürften dringend einer Revision angesichts der Inzidenz von Immunthyreopathien nicht nur hierzulande, sondern in allen Ländern mit verbesserter Jodversorgung.
Björn Spiering
Vielen Dank für diesen Artikel. Auch ich habe seit einer verspätet diagnostizierten Infektionserkrankung Probleme mit größeren Jodmengen, wie man sie in Kiwis oder Salzwasserfisch findet. Ich kann die Ansichten von Prof. Hengstmann aus eigener Erfahrung nur bestätigen. Die Aussagen des BfR sind hinsichtlich dieser Thematik nicht haltbar.



Ein großes Problem im Biobereich, ist das Zugeben von Meersalz, auf das "Jodkranke" ebenfalls heftig reagieren. Da wünsche ich mir als Biokunde Alternativen.
kali balcerowiak
ich bin erfreut dass sie sich dem thema jod unter kritischen gesichtspunkten zu nähern versuchen. allerdings sprechen die zahlen in diesem ausführlichen artikel von leo frühschütz eine andere sprache als sein text:



der text erweckt den eindruck dass zehn prozent der bevölkerung ernsthaft gefährdet sind wenn sie nicht auf "jodarme kost" achten. vor milch und milchprodukten, eiern und jodiertem salz als hauptlieferanten von zusätzlichem jod wird gewarnt.







der bedarf (ich nehme an gemeint ist der durchschnittliche tägliche bedarf eines erwachsenen) wird mit 180 bis 200 µg (millionstel gramm) des lebenswichtigen spurenelements angegeben. die nach der nationalen verzehrsstudie zitierten werte plus jod aus dem salz werden als "im grünen bereich" bezeichnet. warum also der alarm?







dieser logische fehler scheint weder dem autoren noch der redaktion aufgefallen zu sein. obwohl garnicht genug vor überjodierung gewarnt werden kann, sollte hierzu stimmig und sorgfältig recherchiert werden. offensichtlich wurde wieder einmal über betroffene aber nicht mit betroffenen geredet. und auch von denen gibt es deutlich mehr als im artikel angenommen werden: ein drittel der bevölkerung hat schilddrüsenprobleme... und das sind die zahlen von sanofi aventis zur schilddrüsenwoche!