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Salz: eine Klasse für sich

Chemisch gesehen ist es eine Verbindung von Natrium und Chlorid, in der Küche gilt es als wichtigster Geschmacksgeber und für unsere Gesundheit ist es unerlässlich: Salz. // Sabine Kumm

Steinsalz, Foto: M. WiesnerRein geblieben im Inneren der Erde

Steinsalz, auch „Ur-Salz“ genannt, ist eigentlich ein Meersalz, das sich bei der Austrocknung einstiger Ozeane vor über 200 Millionen Jahren gebildet hat. Da es im Lauf der Jahre von verschiedenen Erdschichten überlagert wurde, ist es in der Regel frei von Umweltbelastungen. Im „trockenen Abbau“ wird Steinsalz unter Tage durch Bohrungen und Sprengungen gewonnen und mechanisch zerkleinert. Meistens hat es eine leicht graue Farbe und enthält eine geringe Menge weiterer Mineralstoffe.

Steinsalz

Für das preisgünstige Tafel- oder Kochsalz werden unterirdische Steinsalzvorkommen mit Süßwasser geflutet und die so gewonnene Salzsole gesiedet oder gekocht. Übrig bleibt das fast reine Natriumchlorid.

Himalayasalz, Fotolia.comRosarot und begehrt: Steinsalz aus Pakistan

Himalayasalz stammt aus dem Salt Range, einem Mittelgebirge in Pakis-tan, das am Fuße des Himalayas liegt. Hier befinden sich die größten Salzbergwerke der Welt. Seine rosa Farbe erhält das mild schmeckende Salz durch die Einlagerung von Eisenoxid. Ob es tatsächlich so viel gesünder ist als das hiesige Steinsalz, daran scheiden sich die Geister. Analysen weisen mehr Mineralstoffe und Spurenelemente nach, die allerdings in sehr geringen Mengen vorliegen.

Himalayasalz

Populär wurde das Salz durch das Buch „Wasser und Salz, Urquell des Lebens“ von Peter Ferreiras, der es gegen viele Krankheiten empfiehlt. Ihm gehört einer der größten Vertriebe von Himalayasalzprodukten.

Meersalz, iStockphotoAus den „Salzgärten“ der Ozeane

Meersalz wird durch Verdunstung von Meerwasser gewonnen, das über Kanäle in verschiedene flache Becken fließt. Auf deren Grund kristallisiert das Salz aus. Nach dem Entfernen des restlichen Wassers können die Salzkristalle dann zusammengekratzt oder „geerntet“ werden. Meersalz findet man auch als „Hawaii-Salz“ in schwarzer, rötlicher oder grüner Färbung – die Farben entstehen durch den Zusatz geringer Mengen von Holzkohle, Vulkanerde oder Bambusextrakt.

Meersalz

Meersalz wird hauptsächlich in Frankreich, Spanien, Portugal, Italien, Afrika und China gewonnen. Es enthält bis zu 5 Prozent Restfeuchte und sollte in dicht schließenden Gefäßen aufbewahrt werden.

Fleur de Sel, Foto: Fotolia.comDie salzige „Blume“ des Meeres

Windstill muss es sein, und die Sonne muss das Meerwasser genau auf die richtige Temperatur aufheizen – dann „blühen“ die Salzgärten. Gemeint ist die hauchdünne Salzschicht, die sich an solchen Tagen auf der Wasseroberfläche absetzt. Vorsichtig abgeschöpft, kommen die so entstandenen Salzkristalle unbearbeitet in den Handel. Sie sind grobkörniger als das übliche Speisesalz, haben einen charakteristisch milden, knusprigen Geschmack und schmelzen cremig auf der Zunge.

Fleur de Sel

Feinschmecker unterscheiden Fleur de Sel aus verschiedenen Regionen. Von besonderem Interesse ist dabei das Salz, das an naturgeschützten Küsten gewonnen wird, wo die Umweltbelastungen geringer sind.

Kräutersalz, Foto: Fotolia.comKräutersalz – 1001 Gewürzmischung

Eigentlich wurde in früheren Zeiten das Salz den getrockneten Kräutern beigefügt, um sie länger haltbar zu machen. Heute ist es umgekehrt: Kräuter, Gewürze oder Gemüse in den verschiedensten Kombinationen verwandeln jedes Salz in eine individuelle Mischung, die perfekt auf den jeweiligen Zweck abgestimmt ist. Besonders beliebt: die Kräuter Petersilie, Schnittlauch, Liebstöckel, Thymian, Oregano und Rosmarin oder Gemüse wie Zwiebeln, Sellerie, Karotten und Fenchel.

Kräutersalz

Die Verwendung von Kräutersalz empfiehlt sich, neben dem ausgewogenen Geschmack, noch aus einem anderen Grund: Da es mindestens 15 Prozent Kräuter enthält, kann man den Salzverbrauch reduzieren.

Salz ist nicht nur zum Essen da

Salz kann mehr als Suppe würzen – Bäder in konzentrierten Salz­lösungen helfen bei Neurodermitis und Schuppenflechte, steigern Durchblutung und Stoffwechsel. Als „Aerosol“ am Meer mit der Gischt eingeatmet, wirkt Salz gegen Asthma und Bronchitis. Zahnsalz zum Zähneputzen sorgt für Mundhygiene, Nasenspülungen mit Salzlösung lindern Erkältungssymptome. Verdünnt als Sole wird Salz gegen verschiedene Erkrankungen eingesetzt.

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