Altes Brot - Schrot und Korn

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Altes Brot

Im Editorial der Juli-Ausgabe fragte Schrot&Korn-Chefredakteurin Stephanie Silber, was Sie eigentlich mit dem harten Rest machen, der vom Brot übrigbleibt. Hier sind Ihre gesammelten Rezepte, Tipps und Tricks. 


Liebe Frau Silber,

danke, dass Sie über die skandalöse Verschwendung kostbarer Lebensmittel berichten und dabei auch eines unserer Hauptnahrungsmittel, das Brot, vor dem Mülleimer bewahren wollen.

Dies ist zwar kein Kochrezept, aber doch ein bewährter Tipp zum Umgang mit Brot, das auf dem Weg zur Versteinerung ist.

In einer Bäckerei las ich einmal auf einem Schild an der Wand: "Altes Brot ist nicht hart - kein Brot, das ist hart!"

Meine Großmutter, die zwei Weltkriege erlebt hatte, tupfte mit dem angefeuchteten Zeigefinger die Brotkrümel vom Tischtuch und aß sie.

Man kann eine wunderbare, genussreiche Erfahrung machen, wenn man ein Stück schon älteres Brot "ohne alles", aber mit Bedacht in Dankbarkeit und Wertschätzung isst (sofern die Zähne dazu noch geeignet sind). Das ganz Einfache kann oft überraschende Glücksgefühle auslösen!

Herzliche Grüße

Carmen Fahrenholz, Wien


Hallöchen, liebe Stephanie Silber,

Habe gerade Ihr nettes Editorial in der neuen S&K gelesen und musste schmunzeln.

Da die Kanten so extrem lecker sind schneiden wir manchmal unser Brot von beiden Enden an, damit wir beide den Knust genießen können. Bei uns bleibt sehr selten Brot über, wenn ich merke, dass ich zuviel gekauft habe, dann friere ich immer ein paar Scheiben ein. Notfalls kann man die im Toaster auftauen, wenn es schnell gehen soll.

Hartes und älteres Brot wird gewürfelt und wandert ins Gefrierfach. Da ich Croutons liebe, habe ich immer einen Vorrat von Brotwürfeln eingefroren. Die kommen gefroren in die Pfanne, werden kurz angeröstet und dann über Blattsalate gestreut. Lecker und sättigend. Oder in Cremesuppen.

Paniermehl mache ich selbst als altem Brot. Das funktioniert mit dem Vitamix auch mit hartem Brot. 

Brotsalat – Panzanella -  schmeckt auch mit älterem Vollkornbrot. Einfach ein bisschen länger im Dressing ziehen lassen, damit es weich wird und so richtig schön durchmatscht.

Brotsuppe ist auch lecker: einfach Brot (alt oder neu, hart oder weich) mit Gemüsebrühe aufkochen, im Vitamix pürieren, eventuell noch mehr Gemüsebrühe dazu, bis die Konsistenz stimmt. In der Zwischenzeit Gemüse, was man so da hat, auf der groben Reibe reiben und in die Suppe als Einlage geben. Ein paar Sonnenblumen- oder Kürbiskerne drüber, eine Handvoll gehackte Kräuter, noch ein paar Tropfen Olivenöl oder Kürbiskernöl: lecker! Fast Food vom Feinsten! Oder Gemüse in Würfel schneiden und in Olivenöl anrösten, dann in die Suppe. Notfalls auch nur mit Kräutern und Kernen.

Noch ein Tipp: das Kochwasser vom Nudelkochen nehme ich gerne als Suppengrundlage. Besonders Dinkelvollkornnudeln geben einen sehr eleganten Geschmack. Wenn ich sehe, wie Fernsehköche Kochwasser vom Gemüsekochen in den Ausguss kippen bekomme ich immer die Krise. Das kann man alles noch weiter verwenden, oder das Gemüse bzw. die Kartoffeln am besten gar nicht im Wasser kochen, sondern im Dampf garen, aber das ist ein anderes Thema und führt hier zu weit.

Vielen Dank für die Anregung zu diesem Thema, ich liebe euer Magazin, kenne es schon, als es am Anfang nur 2 Blätter waren. Es ist das einzige Magazin, in dem ich auch alle Werbeanzeigen studiere.

Herzliche Grüße/Best Regards

K. Beate Richter (a.k.a. Coach Beate)


Guten Tag,

hier schreibe ich euch auf, was ich immer mit Brotresten mache:

Rezept für Brotbratlinge

Brot (am besten bevor es steinhart ist) in kleine Würfel schneiden. Wurde das vergessen, kann man auch große Stücke einweichen, dauert dann halt länger und benötigt mehr Flüssigkeit. Die Würfel in Milch, Planzenmilch oder Gemüsebrühe einweichen. Zwischendurch immer wieder mit einer Gabel kräftig zerdrücken und mischen. Ist das Brot weich geworden, gibt man Ei, Kräuter und Gewürze hinzu. Gut schmeckt es auch mit geriebenem Käse, Hefeflocken, Weizenkeimen, ganzen oder geriebenen Nüssen oder Saaten, rohen oder gekochten Gemüsestückchen. Je nach Konsistenz des entstandenen Teiges, gibt man noch Mehl oder Vollkornmehl, wahlweise auch Haferflocken hinzu, bis der Teig sich gut zu Bratlingen formen lässt. Diese werden dann in einer Pfanne mit heißem Öl ausgebacken.

Ich habe auch schon die vegane Variante, also ohne Ei probiert. Funktioniert auch, wenn die Konsistenz des Teiges passt.

Meine Mutter und Tante haben diese Methode der Altbrotverwertung auch schon übernommen und hier mögen die Bratlinge auch alle.

Schönen Gruß, L.Enke


Pfannebrot mit Käse und Oliven
Eigenkreation (gut für Kinder geeignet…)

Zutaten:
- 1/3 bis 1/2 Brot Laib
- 300 bis 500 g Tomaten (oder Tomatenstücke aus der Dose) je nach Brotmenge
- eine halbe Zwiebel
- (Brat-) Olivenöl
- einen Schuss Sherry
- 2 Teelöffel Honig
- etwas italienische Kräuter
- 80g Oliven
- Salz
- Pfeffer
- 1 Knoblauchzehe
- Käse zum Überbacken

Rezept:

- Zwiebel klein schneiden und in Olivenöl + Honig glasig dünsten, mit Sherry ablöschen und mit Tomaten aufkochen. Gepressten Knoblauch zufügen, das ganze pürieren und mit Kräutern, Salz + Pfeffer abschmecken. Das Brot in kleine Stücke oder viertel Scheiben schneiden. Die Tomatensauce eine große Pfanne geben, das Brot hinzugeben und in der Sauce wenden, so dass es von beiden Seiten mit Sauce bedeckt ist. Das ganze mit Käse bedecken und mit Oliven bestreuen. Die Pfanne mit Deckel bei kleiner bis mittlere Hitze etwa 10 Minuten auf dem Herd lassen, bis der Käse geschmolzen. Servieren.

L. Boysen


Liebes Team,

meine Nachbarin hat ein Pferd. Bei uns bleibt oftmals Brot übrig, und für das Pferd habe ich extra einen schönen Stoffbeutel in der Küche hängen, wo die Krüstchen reinkommen. So kann meine Nachbarin es wohldosiert als Leckerchen verfüttern, da es darin gut trocknet ohne zu schimmeln und wir haben kein schlechtes Gewissen!

Liebe Grüße,
Andrea Reinhold


Sehr geehrtes Team von Schrot&Korn

Besten Dank für die stets aktuelle Info und die gluschtigen Rezepte, bei denen ich allerdings ihre überrissenen Angaben zu den Milchprodukt-Zuckerzutaten weglasse. Dieser Verzicht ist ein grosser ökonomischer, ökologischer, gesundheitlicher und geschmacklicher Gewinn!! Auch Soja ist total überflüssig!

Hier jedoch als "good news" meine vorgekosteten vegetarischen Vorschläge für bestes Restessen aus hartgewordenem Brot: Fozzelschnitten, Brotauflauf zum Beispiel in Kombination mit Zwetschgen, Brotsuppe angereichert mit feingeschnittenem Gemüse und Gewürzen, mit Wallholz zerbröseln und zum Beispiel unter den Kartoffelstock mischen, mit Wallholz zerbröseln und in Butter rösten dann damit Spiegelei garnieren, mit Wallholz zerbröseln und unter ebenso zerbröselte Kekse mischen zwecks Kuchenbodenkreation.

Ich wünsche Guten Appetit.

Freundliche Grüsse
Irene Meienberg


Hallo Fr. Silber,

gestern habe ich die Schrot und Korn gelesen und möchte Ihnen mein erprobtes Rezept mit Brotresten zusenden.

Kuchen aus altbackenem Brot:

Zutaten:

500g altes Brot, kleingeschneiten und mit 1/2 l  Milch (oder Reismilch o. ä.) einweichen
75g  Butter
3 Eier     
beides dazugeben
1 Päckchen Backpulver
7 EL Zucker
5 EL Mehl                          
mischen, dazugeben
150g Walnüsse o.ä., grob hacken
4  Äpfel (ohne Schale), kleinschneiden, am besten Boskop
Zimt nach Geschmack
1 Schuß Rum                 
ohne Nüsse mischen

Teig zu einem Brei mit den Händen vorsichtig kneten. Eine Schicht in eine flache Form davon geben. Apfelmasse darauf, dann die Nüsse. Restl. Teig darüber. Bei 150 Grad auf Heißluft backen (hellbraun), am besten eignet sich eine Auflaufform. Mit Puderzucker bestreuen od. mit Vanillesoße oder Eis servieren (am besten lauwarm).

Gutes Gelingen und guten Appetit,
Renate Winröder

PS: geht auch mit halber Menge, dann reicht 1 Ei.


Dieser Beitrag wird regelmäßg aktualisiert. 


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Elke

HAllo,
mit Rezepten kann ich leider nicht dienen, da ich unser Brot schon seit 5 Jahren selber backe. Nach dem Auskühlen wird es in Scheiben geschnitten und in Nesselbeuteln eingefroren. Da man nur soviel wie man zum Frühstück, Pausenbrote und Abendbrot benötigt aus den Beuteln nimmt, gibt es auch keine Reste. Das noch gefrorene Brot wird rechtzeitig aus dem Froster zum Auftauen genommen oder noch gefroren getoastet.

Wenn man altbackenes Brot in ein feuchtes Baumwolltuch einige Zeit einwickelt und dann nochmal aufbäckt, schmeckt es fast wie frisch.
Als wir das Brot noch gekauft haben, hatte ich eine Metallbrotbox. Auch da hatten wir nie trockenes oder schimmeliges Brot. Wäre vielleicht für Viele eine Alternative für die Aufbewahrung.
Und: einfach weniger kaufen und dafür immer frisch :-)).

LG
Elke