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Wie wird Wind zu Strom?

Die hochgeschossenen Säulen mit ihren drei Rotorblättern sind aus unserer Landschaft kaum noch wegzudenken. Windräder sind ein essentieller Baustein der von der Bundesregierung beschlossenen Energiewende. Aber wie funktioniert Windkraft überhaupt?

19.07.2021 vonAndrea Giese-Seip

Die hochgeschossenen Säulen mit ihren drei Rotorblättern sind aus unserer Landschaft kaum noch wegzudenken. Windräder sind ein essentieller Baustein der von der Bundesregierung beschlossenen Energiewende. Aber wie funktioniert Windkraft überhaupt?

Der Begriff Energiewende ist in aller Munde, bis spätestens 2050 soll Strom in Deutschland nur noch von erneuerbaren Energiequellen kommen. Der Windkraft kommt dabei eine zentrale Rolle zu. Aber wie wird aus Wind eigentlich Strom und welche Hürden müssen auf dem Weg zu 100 Prozent grüner Energie noch überwunden werden? Sechs Fakten über Windkraft.

Wie Windkraft und Sonnenenergie zusammenhängen

Weil die Sonne die Erde unterschiedlich erwärmt, entstehen Hochdruck- und Tiefdruckgebiete. Um diese auszugleichen, kommt die Luft in Bewegung: Wind weht. Er wird durch Rotoren einer Windkraftanlage in mechanische und über einen Generator in elektrische Energie umgewandelt. Je höher die Anlage und je länger die Rotorblätter, desto besser ist die Nutzung.

Welche Probleme Windkraftanlagen verursachen können

Ein Windrad kann laut werden, Schatten und glitzernde Reflexe verursachen, heißt es. Laut Umweltbundesamt kommen solche Effekte bei neuen Anlagen kaum noch vor und Windräder stünden weit genug weg von Wohngebieten. Gefährlich sind die Rotorblätter aber für Vögel und Fledermäuse, kritisiert der NABU.

Wo die Windräder stehen

Je regionaler die Windkraftanlagen, desto weniger Stromleitungen sind erforderlich. Laut einer Forsa-Umfrage aus dem Jahr 2019 ist die Akzeptanz vorhandener Windenergieanlagen vor Ort sehr hoch: 78 Prozent der Befragten gaben an, mit Windenergieanlagen im direkten Wohnumfeld „eher“ oder „voll und ganz“ einverstanden zu sein. 15 Prozent sind mit den Anlagen in ihrem direkten Wohnumfeld „eher nicht“, sieben Prozent „überhaupt nicht“ einverstanden.

Volker Quaschning: „Geld für Energiewende ist da!“

Gut gemischt sollte die Energieversorgung von Morgen mit Erneuerbaren aussehen. Im Gespräch verriet uns Volker Quaschning, Professor für „Regenerative Energiesysteme“ an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin, wie dieser Mix aus großen und dezentralen Wind- und Solareinheiten aussehen könnte.

Zum Interview

So viele Haushalte könnte allein die Windkraft mit Energie versorgen

2020 lieferten über 31.000 Windkraftanlagen an Land und auf See über 131 Milliarden Kilowattstunden Strom und hätten damit annähernd 38 Millionen deutsche Durchschnittshaushalte versorgen können. Problem: Weht kein Wind, gibt es keinen Strom. Die Speicherfrage ist noch ungelöst.

Anteil an Windkraft nimmt zu

Im Jahr 2019 war die Windenergie erstmals stärkste Energiequelle noch vor der Braunkohle, Steinkohle und Atomenergie. Ihr Anteil am Strommix aus der Steckdose betrug rund 20,7 Prozent, im Jahr 2020 bereits 23,5 Prozent.

Mix in den Strom-Leitungen

Jeder Strom wird ins Netz gespeist. Ob aus Kohle, Atomenergie, Sonne, Wasser oder Wind gewonnen. Mehr erneuerbare Energie in den Leitungen macht den Strommix zunächst mal grüner. Wofür der grünere Strom aus der Steckdose zu Hause genutzt wird, entscheidet jeder selbst.

Anmerkung der Redaktion: Der ursprüngliche Beitrag stammt aus dem Jahr 2018. Wir haben Daten und Zahlen im Juli 2021 entsprechend aktualisiert.

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