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Umwelt

Vorwerk Podemus

Bernd Probst leitet die Fleischerei bei Vorwerk Podemus. „Bei uns liefern die Bauern selbst ihre Tiere an. Darauf legen wir großen Wert.“ Zwei Stunden können sich die Schweine nach der Ankunft beruhigen. Dann werden sie geschlachtet.
01.04.2012

„wir schlachten zwei mal die Woche – ganz traditionell.“

1991 kehrte die Familie Probst auf den Hof bei Dresden zurück, von dem sie 30 Jahre zuvor vertrieben worden war. Sie stellte den 250 Hektar großen Betrieb auf Bio um und baute eine vielfältige Landwirtschaft auf. Weil es keinen regionalen Schlachthof gab, begannen die Probsts, ihre Tiere selbst zu schlachten. „Vor elf Jahren stellten wir den ersten Fleischer­meister ein“, berichtet Betriebsleiter Bernd Probst. „Heute haben wir in ­unserer neuen Fleischerei 22 Vollzeitstellen.“ Der Gäa-Betrieb verarbeitet nicht nur eigene Tiere zu Fleisch, Wurst und bundesweit vertriebenen Konserven. Viele sächsische Bio-Höfe liefern ihre Rinder an.

Die meisten Schweine stammen von zwei Verbandsbetrieben, die sich spezialisiert haben. Sie liefern pro Woche 25 bis 50 Tiere. „Die beiden Höfe arbeiten im geschlossenen System. Das heißt, sie haben ihre eigenen Zuchtsauen und Ferkel. Beide bauen auch ihr eigenes Futter an.“ Nur ins Starterfutter, das die jungen Ferkel nach dem Abstillen bekommen, mischen sie zwei Prozent konventionelles Kartoffeleiweiß. „Das ist ein regionales Futtermittel und mir lieber als importiertes Bio-Soja“, sagt Bernd Probst.

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