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Umwelt

Unsichtbarer Verbrauch

Ökologen verwenden den Begriff „virtuelles Wasser“. Er bezeichnet die Menge an Wasser, die ein Produkt während seiner Herstellung verbraucht. Je nach Schätzung summieren sich diese Mengen in Deutschland auf 4000 bis 5000 Liter je Einwohner und Tag. Wir verbrauchen also über die Produkte, die wir konsumieren, weit mehr Wasser als über Badewanne und WC-Spülung.
01.05.2012
Ökologen verwenden den Begriff „virtuelles Wasser“. Er bezeichnet die Menge an Wasser, die ein Produkt während seiner Herstellung verbraucht. Je nach Schätzung summieren sich diese Mengen in Deutschland auf 4000 bis 5000 Liter je Einwohner und Tag. Wir verbrauchen also über die Produkte, die wir konsumieren, weit mehr Wasser als über Badewanne und WC-Spülung.

Über den sicht- und messbaren Wasserverbrauch hinaus zählt auch das „virtuelle Wasser“.

Ökologen verwenden den Begriff „virtuelles Wasser“. Er bezeichnet die Menge an Wasser, die ein Produkt während seiner Herstellung verbraucht. Je nach Schätzung summieren sich diese Mengen in Deutschland auf 4000 bis 5000 Liter je Einwohner und Tag. Wir verbrauchen also über die Produkte, die wir konsumieren, weit mehr Wasser als über Badewanne und WC-Spülung.

Den größten Teil unseres virtuellen Wasserbedarfs machen Lebensmittel aus. Pflanzen brauchen Wasser zum Wachsen, Tiere pflanzliches Futter und Trinkwasser. Für die Berechnung – etwa für Erdbeeren – werden die Wassermengen angesetzt, die die Pflanze für ihr Wachstum braucht. Die Mengen werden auf einen Hektar Fläche hochgerechnet und durch den durchschnittlichen Hektarertrag eines Erdbeerfeldes geteilt. So kommt eine Zahl von 115 Liter pro Kilo Erdbeeren zustande – egal, ob das Wasser vom Himmel oder aus Bewässerungsleitungen kommt. Für die konkrete Situation vor Ort kann jedoch entscheidend sein, woher das verwendete Wasser kommt und was damit passiert. Der größte Teil des „virtuellen Wassers“ verdunstet oder versickert. Kommt es in der kurzen Nutzungszeit auf dem Erdbeerfeld mit giftigen Pestiziden in Kontakt, ist es dauerhaft belastet. Weil Bio-Bauern auf solche Gifte verzichten, gelangt das verwendete Wasser unverseucht wieder zurück in den Kreislauf.

Zum Vergleich: In einer Tasse Kaffee stecken 140 Liter, in einem Kilo Äpfel 700 und in einem Kilo Hühnerfleisch 3900 Liter virtuelles Wasser. Ein Notebook schlägt mit einem Verbrauch von 20 000 Litern zu Buche, in einem Pkw „verstecken“ sich sogar 400 000 Liter. Eine detaillierte Übersicht über die Mengen an virtuellem Wasser liefert eine Tabelle im Internet:
www.virtuelles-wasser.de.

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