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Homöopathie kann bei verschiedenen Krankheiten helfen. Ob sogenannte Nosoden wie eine Impfung vor Tetanus und Co. schützen können, darüber sind sich selbst Homöopathen nicht einig
31.05.2007
Homöopathie kann bei verschiedenen Krankheiten helfen. Ob sogenannte Nosoden wie eine Impfung vor Tetanus und Co. schützen können, darüber sind sich selbst Homöopathen nicht einig

Nosoden: eine Alternative?

Homöopathie kann bei verschiedenen Krankheiten helfen. Ob sogenannte Nosoden wie eine Impfung vor Tetanus und Co. schützen können, darüber sind sich selbst Homöopathen nicht einig.

Nosoden sind homöopathische Arzneimittel, die aus Erregern oder krankhaftem Gewebe gewonnen werden. Die Ausgangssubstanzen werden sterilisiert und homöopathisch verdünnt und potenziert. Im eigentlichen Mittel, zum Beispiel in der Masern-Nosode Morbillinum, ist der ursprüngliche Erreger nicht mehr vorhanden.

Nach homöopathischem Verständnis trägt das Mittel aber sehr wohl noch die Information des Erregers in sich. Homöopathen setzen Nosoden bei Krankheiten ein, deren Inhaltsstoffe ähnliche Symptome zeigen. Oder sie verwenden sie bei chronischen Erkrankungen, bei deren Beginn eine Infektion mit dem betreffemden Erreger vermutet wird. Es gibt homöopathische Schulen, die solche Nosoden auch zur Vorbeugung verwenden. Bekanntester Vertreter ist der Homöopath und Autor Ravi Roy. Er hat eine „homöopathische Prophylaxe“ entwickelt, deren Erfolge er mit Fallbeispielen belegt.

Alternative Impfpässe

Schwerpunkt der Anwendung sind Kinder- und Tropenkrankheiten. So soll die Einnahme von Gelbfieber- oder TyphusNosoden einen wirkungsvollen Schutz vor Ansteckung für mehrere Monate gewähren. Es gibt auch Heilpraktiker, die in alternativen Impfpässen die regelmäßige Einnahme – alle sechs Monate – von Nosoden gegen Kinderkrankheiten bestätigen.

„Kein homöopathisches Mittel ist in der Lage, eine nachweisbare Immunisierung hervorzurufen. Vor dem Ersatz einer notwendigen Impfung durch die Einnahme homöopathischer Medikamente wird gewarnt“, schreibt dagegen der Zentralverband der homöopathischen Ärzte.

Eine homöopathische Vorbeugung ist nach Ansicht der klassischen Homöopathen nur möglich, wenn im Rahmen einer Epidemie oder bei ansteckenden Krankheiten im persönlichen Umfeld „die zu erwartende Krankheit in ihren Besonderheiten und charakteristischen Symptomen bekannt ist“. Die Mittelauswahl müsse dann individuell erfolgen und nicht durch schematische Gabe der jeweiligen Nosode.

Unstrittig ist unter den Homöopathen, dass ihre Mittel eine schwere Kinderkrankheit wie Masern oder Keuchhusten positiv und unterstützend beeinflussen können, wenn sie erst einmal ausgebrochen ist.

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