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spezial: Bio-Jobs - Zu Besuch im Bio verlag

Ein „Bio-Magazin zu produzieren
30.06.2007
Ein „Bio-Magazin zu produzieren

Schrot&Korn setzt „Bio“ um

Ein „Bio"-Magazin zu produzieren, ist eine Sache. Aber für die Macher von Schrot&Korn gibts auch den Arbeitsalltag. Nicht alles daran ist „öko“ – aber viel.

Biegt man als Besucher auf den Hof ein, fällt ziemlich viel Grün und ein Teich auf. Man kann es nicht erwarten, aber man denkt, na, das passt doch für ein Magazin, das bei einer Institution namens Bio Verlag erscheint.

Wasser spielt nicht nur als Wohlfühl-Detail eine Rolle: Das rund 900 Quadratmeter messende Bürogebäude wird mittels Grundwasser-Wärmepumpe beheizt. „Es funktioniert wie ein umgekehrter Kühlschrank“, erklärt Architekt Heiko Reichold. „Das elf Grad warme Grundwasser wird angesaugt, ihm wird Energie entzogen, die sich in Wärme wandeln lässt.“ Auch beim Magazin selbst, setzt der Verlag Naturschutzbelange um: Schrot&Korn wird auf 98 Prozent Recyclingpapier gedruckt. Es werden schwermetallfreie Farben eingesetzt – was für den Verlag Mehrkosten bedeutet.

Die Mitarbeiter kommen aus unterschiedlichen Bereichen. Viele sind Quereinsteiger. Der Catering-Service, den man sich ins Haus kommen lässt, liefert – das ist klar – Bio-Essen. Einig waren sich auch alle, als sie die Werte des Verlags unterschrieben. Dazu heißt es: „Wir wollen einen wichtigen Beitrag zur Fortexistenz und Weiterentwicklung der Menschheit leisten.“ Das kann motivieren. Und weiter: „Wir gestalten unsere Beziehungen konstruktiv, kooperativ, möglichst offen und harmonisch.“ Damit das mit den Beziehungen klappt, macht der Bio Verlag viel, um seinen Mitarbeitern Druck zu nehmen. Das fängt an mit einem sehr flexiblen Arbeitszeitmodell. Viele Mitarbeiter können sich von Zuhause aus einbringen. Und wenn ein Kollege eine Babypause einlegen will, ist dies für den Verlag keine Katastrophe. Im Gegenteil, er tut sich relativ leicht Wege zu finden, dies zu ermöglichen. Gut fürs Arbeitsklima, meint Ralf Bürglin, ist auch der Ruheraum. Dahin verzieht sich der Redakteur gerne in der Mittagspause. Dass allerdings auch beim Bio Verlag nicht alles „bio“ ist, merkt er dann, wenn er die nächste Rundmail liest: Ein genervter Kollege ist mit seinem Auto auf dem völlig zugeparkten Hof eingeklemmt. Er will nur eins: weg.

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