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Umwelt

Panorama: Hilfsprojekt Afrika und Asien

Sojamilch per „Fahrrad“ In Entwicklungsländern fehlen Menschen oft Maschinen für die Selbstversorgung. Ein einfaches System schafft jetzt Abhilfe. Sojahersteller Provamel unterstützt die Idee
30.06.2007

Sojamilch per „Fahrrad“

In Entwicklungsländern fehlen Menschen oft Maschinen für die Selbstversorgung. Ein einfaches System schafft jetzt Abhilfe. Sojahersteller Provamel unterstützt die Idee.

„Vitagoat“ heißt sie und sieht aus wie die jüngste Erfindung von Daniel Düsentrieb. Die aus mehreren Elementen bestehende Produktionseinheit wird per „Fahrrad“ angetrieben und kann für die Herstellung von Sojamilch, aber auch zum Mahlen von Getreide, Maniok, Papaya oder Ingwer eingesetzt werden. Das System ist klein, mobil und kann überall dort zum Zuge kommen, wo es gebraucht wird. So hat es in Uganda, Tansania, Südafrika, der Elfenbeinküste oder Mosambik bereits Schule gemacht. Auch in Indien wird es bereits eingesetzt. Das von der kanadischen gemeinnützigen Organisation Malnutrition Matters initiierte Projekt liberalisiert und emanzipiert die Menschen. Es kostet keinen Strom – nur den Selbstantrieb. In einer Stunde können circa 30 Liter Sojamilch hergestellt werden. Familien bietet es die Möglichkeit eines zusätzlichen Einkommens. Vor allem Frauen können so zum Unterhalt ihrer Familie beitragen. Ein Produktionsstandort mit Vitagoat schafft fünf bis zehn Arbeitsplätze. Das Projekt trägt viel zum Selbstbewusstsein verarmter oder arbeitsloser Menschen in den Entwicklungsländern bei: ein einfacher Rat(d)schlag sozusagen.

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