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Ohne Kälber keine Milch

Realität im Stall: Mit der Geburt ihres ersten Kalbs beginnt für die Kuh die Milchproduktion. Erst wenn eine Kuh ein Kalb geboren hat, erzeugt sie Milch. Eine durchschnittliche Bio-Milchkuh 20 bis 30 Liter Milch am Tag oder rund 7000 Liter pro Jahr. Die tägliche Menge nimmt im Laufe der Monate ab.
01.12.2010
Realität im Stall: Mit der Geburt ihres ersten Kalbs beginnt für die Kuh die Milchproduktion. Erst wenn eine Kuh ein Kalb geboren hat, erzeugt sie Milch. Eine durchschnittliche Bio-Milchkuh 20 bis 30 Liter Milch am Tag oder rund 7000 Liter pro Jahr. Die tägliche Menge nimmt im Laufe der Monate ab.

Realität im Stall: Mit der Geburt ihres ersten Kalbs beginnt für die Kuh die Milchproduktion.

Erst wenn eine Kuh ein Kalb geboren hat, erzeugt sie Milch. Eine durchschnittliche Bio-Milchkuh 20 bis 30 Liter Milch am Tag oder rund 7000 Liter pro Jahr. Die tägliche Menge nimmt im Laufe der Monate ab. Damit der Milchfluss nicht versiegt, muss die Kuh nach einem Jahr wieder kalben. Deshalb werden die Tiere bereits zwei, drei Monate nach der Geburt wieder besamt und sind dann neun Monate schwanger. In den letzten zwei Monaten der Schwangerschaft hört der Bauer mit dem Melken auf, er stellt die Kuh trocken.

Bio-Standards schreiben vor, dass die Kälber drei Monate lang mit Kuhmilch ernährt werden. Doch die muss nicht von der Mutter stammen. Zwar heißt es in der EU-Öko-Verordnung, dass „die Muttermilch der Fütterung mit natürlicher Milch vorgezogen“ werde. Doch in der Praxis werden Kalb und Mutter wie in der konventionellen Milchwirtschaft nach wenigen Tagen getrennt. In diesen ersten Tagen ist die Milch reich an Abwehrstoffen und besonders wichtig für das Kalb. Gleichzeitig darf sie bis fünf Tage nach Geburt nicht vermarktet werden. Deshalb darf das Kalb saugen – oder bekommt die Muttermilch aus dem Eimer.

Danach muss die Mutterkuh wieder „in die Produktion“, weil sie jetzt maximale Milchmengen liefert. Das Kalb bräuchte zwar nur einen geringen Teil dieser Milch. Doch Mutterkühe mit säugenden Kälbern lassen sich nur schwer in die Routine eines Milchkuhstalles integrieren. Einfacher ist es, die Kälber in Gruppen (Einzelhaltung ist bei Bios verboten) zu halten und mit Milch zu tränken. In großen konventionellen Betrieben bekommen die Kälber oft sogenannte Milchaustauscher auf der Basis billiger Fette und Eiweiße. Kleinere Höfe verfüttern meist die eigene Milch.

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