Jeden Tag eine gute Entscheidung. Für eine bessere Welt. Für uns alle.
Umwelt

Mit Schadstoffmessungen Giften auf der Spur

Mit Schadstoffmessungen Giften auf der Spur Allergien, chronische Müdigkeit und Gebäudeempfindlichkeit grassieren. Schuld daran sind oft Giftstoffe in Teppichböden, Tapeten und Möbeln sowie Elektrosmog. Umweltinstitute haben sich darauf spezialisiert, die gesundheitsschädigenden Substanzen ausfindig zu machen und Alternativen zu nennen
31.08.1997
Mit Schadstoffmessungen Giften auf der Spur Allergien, chronische Müdigkeit und Gebäudeempfindlichkeit grassieren. Schuld daran sind oft Giftstoffe in Teppichböden, Tapeten und Möbeln sowie Elektrosmog. Umweltinstitute haben sich darauf spezialisiert, die gesundheitsschädigenden Substanzen ausfindig zu machen und Alternativen zu nennen

Allergien, chronische Müdigkeit und Gebäudeempfindlichkeit grassieren. Schuld daran sind oft Giftstoffe in Teppichböden, Tapeten und Möbeln sowie Elektrosmog. Umweltinstitute haben sich darauf spezialisiert, die gesundheitsschädigenden Substanzen ausfindig zu machen und Alternativen zu nennen.

Eigentlich haben Schadstoffmessungen ihren Ursprung im Untertagebau. Bergleute nahmen früher Kanarienvögel in die Grube mit. Fielen die Begleiter tot von der Stange, war es höchste Zeit, an die frische Luft zu fliehen.

Solch rüde Methoden gibt es heute nicht mehr. Wenn Umweltingenieur Johann Fonfara seine Kunden aufsucht, um in deren Umfeld Giftstoffe zu entlarven, hat er lediglich einige Metallkoffer bei sich. Darin verstaut sind Hochleistungspumpen, Dosen mit Passivsammlern für Gase und Apparate, die wie kleine Transistorradios aussehen. Diese Meßgeräte ermitteln unter anderem elektromagnetische Felder, Feuchte, Temperatur, Schall und Licht.

Sensoren spüren Elektrosmog auf

Ihre Sensoren sind hochempfindlich: Fährt der Schadstoffexperte die Antenne seines Elektromeßgerätes aus und hält sie an eine Steckdose, fängt der handliche Automat zu piepsen an und meldet die Feldstärke in Volt pro Meter. Elektrische Strahlen attackieren die Menschen heute nicht nur in der Nähe von Steckdosen. "Anders als früher reicht den meisten eine Lampe pro Zimmer nicht mehr aus. Deshalb sind wir von unzähligen, in den Wänden versteckten Stromkabeln umgeben", moniert Fonfara. Sie schürten ebenso wie Radar- und Mobilfunksender, Computer und Hochspannungsleitungen den Elekrosmog, der gravierende gesundheitliche Schäden verursachen könne. Schlafstörungen, Hitzewallungen, Leukämie und Hirntumore häuften sich unter der Einwirkung solcher Felder.

Elektrosmog ist nur einer von vielen Störfaktoren, denen wir auf Schritt und Tritt ausgesetzt sind. Hierzu zählen unter anderem Weichmacher in Fugen von Plattenbauten, Pyrethroide, die in Wollteppichen vor Motten schützen, und mit Formaldehyd geleimtes Spanholz. Nach einer Forsa-Studie fühlen sich 41 Prozent der Deutschen durch die Umwelt krank. Patienten klagen über Triefnasen, Haut- und Augenreizungen, Atemnot und viele andere Beschwerden.

Am schlimmsten sind diejenigen betroffen, die direkt in der Produktion von gefährlichen Materialien arbeiten. "Mein Mann war 33 Jahre Vorarbeiter in einer Firma, die künstliche Mineralfasermatten herstellt", erzählt Susanne Falkenhain. Als er sich auf einmal unwohl fühlte, diagnostizierten die Ärzte Krebs. Zwei Wochen später verstarb er. Seit fünf Jahren versucht die Vorsitzende der Selbsthilfegruppe für Mineralfasergeschädigte nun, die Mißstände an den Produktionsstätten für solche Dämmstoffe ans Tageslicht zu bringen und stößt dabei immer wieder an Grenzen: "Die Industrie vertuscht und verdunkelt wie nur möglich."

Dennoch reagieren mittlerweile auch Betriebe auf Probleme mit gesundheitsbelastenden Stoffen in ihren Räumen. "Was bleibt den Unternehmen auch anderes übrig, wenn der Krankenstand auf 20 Prozent ansteigt und die Beschwerden selbst vor den leitenden Direktoren nicht halt machen", meint die Medizinsoziologin Beate Lift, die gemeinsam mit Fonfara das Ingenieur Sozietät für Umwelttechnik und Bauwesen in Dreieich bei Frankfurt leitet.

Bevor die Schadstoffdetektive der Analyseinstitute vor Ort ihre Fühler ausstrecken, klären sie grundsätzliche Fragen, um gezielt vorgehen zu können. Die Wittener Baubiologin Nicole Richardson bietet Kunden, die nicht unter bestimmten Symptomen leiden, aber dennoch wissen wollen, ob ihr Umfeld giftstoffgeschwängert ist, Raumbegehungen für einen Stundensatz von 130 Mark an. "Aus meiner Erfahrung ergeben sich meist sofort Verdachtsmomente", erläutert sie. Sind die Wände mit Vinyl tapeziert, die Böden mit gummierter Auslegeware bedeckt und die Möbel mit Kunstharz beschichtet, schrillen in den Köpfen der Experten die Alarmanlagen. Diese Materialien dünsten Gase aus, die Ursache sein können für Spontanreaktionen von Augen, Nase und Haut, auch Sick-Building-Syndrom genannt, und andere Krankheiten. "Gerade junge Paare, die sich neu einrichten und nicht soviel Geld ausgeben können, sind davon betroffen", führt Lift aus.

Zusätzliche Hilfsmittel für den Vorab-Check sind Fragebögen und umweltmedizinische Untersuchungen. Der Arzt fahndet dabei in Blut, Urin und Körperfett von Patienten nach chemischen Substanzen. Mit seinen Ergebnissen können die Experten dann gezielt auf Jagd nach den krankmachenden Quellen gehen. Sie durchforsten Wohnungen, Büros, Kindergärten oder Schulen, die es auf die Visite vorzubereiten gilt. "Die Räume dürfen 36 Stunden vorher nicht mehr belüftet werden, damit schaffen wir ein Worst-Case-Scenario", erklärt Fonfara, wie er bei Luftproben vorgeht. Damit lassen sich leicht flüchtige Verbindungen wie Lösemittel nachweisen und feststellen, ob zum Beispiel ein Möbelstück Formaldehyd ausdünstet.

Staub- und Materialproben sind weitere Möglichkeiten, Giftstoffen auf die Spur zu kommen. Für erstere schicken die Kunden die Füllung ihres Staubsaugerbeutels an ein Labor, das im Hausstaub schwerflüchtige Stoffe wie Holzschutzmittel, Weichmacher, Schwermetalle und künstliche Mineralfasern ausmachen kann.

In Materialproben stöbern die Baubiologen Insektizide auf, mit denen Holz und Teppiche behandelt werden, um sie vor Schädlingen zu schützen. Die Labors benötigen ein paar Teppichfusseln beziehungsweise Holzstückchen, die sie in Lösung bringen und durch einen Maschinenpark schleusen. Die Kosten für ein Screening, so Nicole Richardson, liegen zwischen 500 bis 700 Mark. Das Geld müssen umweltgeschädigte Patienten mittlerweile aus eigener Tasche zahlen, weil die Krankenkassen baubiologische Untersuchungen Anfang diesen Jahres aus ihrem Leistungskatalog gestrichen haben.

PCP-Gefahr noch nicht gebannt

Bei ihren Besuchen in Privathaushalten und Büros stoßen die Chemiespürnasen nicht selten auf hochgiftige Stoffe, die längst auf der roten Liste stehen. "Die Bundesrepublik ist voll mit PCP. Wir haben riesige Altlasten", verweist Fonfara auf das Holzschutzmittel Pentachlorphenol, das seit 1989 verboten ist.

Immer noch gase diese Substanz aus den Holzdecken von Eigenheimen, die vor zehn oder 15 Jahren gestrichen wurden, bestätigt Richardson. Und auch Beate Lift wertet gerade ein Analyseergebnis mit einer deutlich erhöhten PCP-Konzentration aus. Auftraggeber ist ein Fortbildungsinstitut, in dessen Räumen Kursteilnehmer gehäuft unter Augen- und Hautreizungen leiden. Das Labor hat nun einen regelrechten Chemiecocktail ermittelt aus Weichmachern, den Schwermetallen Blei, Quecksilber und Cadmium, Alkanen und Terpenen.

In Innenräumen können wir tagtäglich mit rund 1500 verschiedenen chemischen Verbindungen in Berührung kommen. Sie diffundieren aus Heizkörpern, Fernsehern, Polstersesseln und selbst Zahnbürstengriffen und finden sich überall, egal ob Wohnung oder Büro, Kino, Theater oder Restaurant, Schwimmbad oder Sporthalle.

Besonders in den ersten Tagen und Wochen geben Möbel, Teppichböden und Baustoffe Dämpfe und Gerüche ab. Meist handelt es sich um konventionelle Lösemittel und Konservierungsstoffe in Lacken, Farben und Klebern, die zu Kopfschmerzen und allgemeinem Unwohlsein führen können.

Ab welcher Konzentration bedrohen nun diese Substanzen die Gesundheit? Beate Lift will sich nicht auf Grenzwerte festnageln lassen. Versuche mit Mäusen, die Schadstoffe fressen mußten, hätten wenig Aussagekraft, da nur die Wirkungsweise einzelner Stoffe und nicht in Kombination mit anderen getestet worden sei. "Kommen drei, vier Verbindungen zusammen, genügen oft schon Bruchteile der Dosis", ist Lift sicher. Außerdem könne kein Toxikologe mit Hilfe dieser Freßtests nachvollziehen, wie bestimmte Moleküle wirkten, wenn sie inhaliert beziehungsweise über die Haut aufgenommen würden.

Richt- und Grenzwerte

Indes gibt es für einige Substanzen Richt- und Grenzwerte. Die PCP-Verbotsordnung legt einen Höchstwert von fünf Milligramm PCP pro Kilogramm Material fest. Für Formaldehyd gelten ebenfalls Limits. Die deutschen Möbelhersteller dürfen seit 1989 nur noch Spanplatten verwenden, die nicht mehr als 0,1 ppm (parts per million) Formaldehyd an die Luft abgeben, was 0,0012 g pro Kubikmeter Luft entspricht. Grenzwerte für Lösemittel existieren dagegen nicht. Das Bundesumweltamt hat lediglich Durchschnittswerte errechnen lassen. Dafür wurde die Belastung einer beliebigen Auswahl von Haushalten gemessen. Am Arbeitsplatz hat der Gesetzgeber für eine Reihe von Schadstoffen Höchstgrenzen bestimmt, die sogenannten MAK-Werte (maximale Arbeitsplatzkonzentration). Für Wohnräume fehlen bisher vergleichbare Regelungen.

Selbst Laien können mittlerweile testen, ob sie in ihren eigenen vier Wänden von Krankmachern umgeben sind. Die Lübecker Firma Dräger bietet verschiedene Prüfgeräte für den Hausgebrauch an. Der Bio-Check F spürt zum Beispiel Formaldehyd auf. "Der Benutzer hat in zwei Stunden das Ergebnis vorliegen, eine Laborauswertung ist nicht notwendig", nennt Oliver Schirk von Dräger die Vorzüge dieses Schnell-Systems.

Das Messgerät sieht aus wie eine Stoppuhr, an deren Oberseite ein Farbvergleichsstreifen angebracht ist. Um den Bio-Check zu starten, zerdrückt der Benutzer einfach einen kleinen Knopf am Gehäuse. Der Sinterglasstab im Inneren wird daraufhin mit einer Aktivierungsflüssigkeit befeuchtet. Je nach Formaldehydbelastung verfärbt sich die Indikationsfläche von weiß nach rosa.

Der PCP-Check kommt dagegen nicht ohne Laboranalysen aus. Wer seine Möbelstücke auf das giftige Holzschutzmittel hin testen möchte, klebt ein Pflaster mit Glasfaservlies auf die verdächtigen Gegenstände, das dort 24 Stunden haften muß. Danach wird es in die Hände von Experten gegeben. "Das große Plus des Pflasters ist, daß man wertvolle Antiquitäten nicht anbohren muß", erklärt Schirk. Außerdem nehme es nur die Dämpfe auf, die tatsächlich in den Wohnraum ausströmten und nicht solche, die im Holz eingeschlossen blieben.

Mit Hilfe eines Glasröhrchens, das Aktivkohle enthält, können Heimtester auf die Jagd nach Lösemitteln gehen. Der Indikator hängt zwei Wochen im Innenraum, die Messung wird in Labors ausgewertet. Die Chemiker können zwölf verschiedene Substanzen feststellen.

Wenn der Körper reagiert

Läuft Ihre Nase, jucken Haut und Augen oder leiden Sie unter Kopfschmerzen, wenn Sie sich in einem bestimmten Raum aufhalten? Dann sind Sie möglicherweise Opfer des Sick-Building-Syndroms. Es gibt unzählige Symptome, die auf eine Gebäudeempfindlichkeit hindeuten können. Sie reichen von chronischer Müdigkeit, unangenehmem Kribbeln, innerer Unruhe bis hin zu Depressionen, Asthma und Schockreaktionen.

Halten Sie sich außerdem in neugebauten, frisch renovierten oder neu möblierten Räumen auf, ergeben sich zusätzliche Verdachtsmomente. Weitere Fragen, die Sie in einem Vorab-Check klären können: Benutzen Sie Sprays und andere Pflanzenschutzmittel gegen Insekten? Wurden Holzdecken und -möbel mit Holzschutzmittel behandelt und wenn ja wann? Haben Sie konventionelle Teppichauslegeware in Ihrer Wohnung oder Ihrem Büro? Leben Sie in einem Plattenbau, der in den 70er Jahren errichtet wurde?

Wer einen professionellen Baubiologen zurate ziehen möchte, findet Adressen im Alternativen Branchenbuch. Auch die Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Forschungsinstitute in 31832 Springe-Eldagsen (Tel. 05044/97575) vermittelt an Ansprechpartner.

Biozide sind lebenstötende Wirkstoffe, die auf die Mikroorganismen in Klimaanlagen, Teppichen und Holz angesetzt werden. Als besonders gefährlich gilt das Holzschutzmittel PCP (Pentachlorphenyl), das seit 1989 in der Bundesrepublik verboten ist. Es löst Asthma, Bronchitis, Schlafstörungen aus und schwächt das Immunsystem. PCP findet sich außerdem in Klebern und Leimen, Farbzusätzen, Textilien, Zelten, Matrazen, Leder und Teppichen.

Pyrethroide zählen ebenfalls zu den Bioziden. Sie wurden dem natürlichen Insektengift der Chrysantheme, Pyrethrium, nachempfunden und sind ein todsicherer Kakerlaken-, Motten- und Mückenkiller. Sie dienen in fast allen Wollteppichböden zur Mottenabwehr und sitzen in Halsbändern gegen Katzen- und Hundeflöhe. Das Nervengift attackiert nicht nur die Nerven der Insekten, sondern auch die der Menschen. Schwindelgefühle, Muskel- und Kopfschmerzen sowie trockene Nasen- und Mundschleimhäute gehören zu den Symptomen. Pyrethroide stehen nicht auf der roten Liste der Bundesbehörden. 14 Tonnen pyrethroidhaltiger Mittel werden jährlich in der Bundesrepublik versprüht.

Formaldehyd fungiert in Sperrholz, Tischlerplatten und Furnierholz als Leimbinder. Außerdem kommt es in Bodenbelägen, Farben, Lacken, Lasuren, Tapeten und Teppichen vor. Der Werkstoff verflüchtigt sich leicht und wird für eine Reihe von Beschwerden verantwortlich gemacht wie Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, Reizung von Augen, Atemwegen und Lunge sowie Schädigungen der Magen-Darm-Schleimhäute. Formaldehyd wird außerdem zu den Substanzen gezählt, die unter Verdacht stehen, Krebs auslösen zu können. Als Ersatz für diesen Stoff dient Isocyanant, das zur Herstellung von Polyurethanen verwendet wird. Der Kunststoff kann Asthma verursachen, gast jedoch nur anfangs aus. Nach drei Monaten läßt sich der Stoff nicht mehr nachweisen.

Weichmacher finden sich in Dichtungsmassen, Klebern und Kunststoffbelägen. PCB (polychlorierte Biphenyle) galten von 1965 bis 1975 als ideale Fugendichtung für Plattenbauten. In Verruf geriet die Isolierflüssigkeit, weil defekte elektrotechnische Bauteile, zum Beispiel korrodierte Kondensatoren in Leuchtstoffröhren, sie freisetzten. PCB schädigt Leber und Milz, greift das Immunsystem an und steht unter Verdacht, Krebs zu verursachen.

Künstliche Mineralfasern wie Glas- und Steinwolle ersetzen heute Asbest. Sie isolieren Dächer und Wände, gelten allerdings als krebserregende Arbeitsstoffe. Weitere Auswirkungen sind Hautjucken und Augenreizungen.

Asbest ist mittlerweile geächtet. Seit 1991 besteht die Asbestverbotsordnung, die Import, Herstellung und Anwendung der krebserregenden Substanz gänzlich verbietet. Der Baustoff wurde bis in die frühen 70er Jahre als Wundermittel gehandelt, das Kälte, Hitze (Flammschutz) und Schall dämmt. Die spitzen Asbestfasern, so weiß man heute, bohren sich leicht ins Gewebe, wenn sie eingeatmet werden.

Lösemittel sind in Lacken, Acryl-, Nitro- und Alkydharzlacken sowie Dispersionsfarben enthalten. Synthetische organische Lösemittel wie Benzol, Toluol, Xylol, Methylisobutylketon, Butylacetat und Butanol reizen Schleimhäute, Nasen und Augen, führen zu Kopfschmerzen, Seh- und Gleichgewichtsstörungen, schädigen Nerven und Haut und können zum Teil auch Krebs erzeugen.

Tips für Renovierer und Häuslebauer

Zurück zur Natur heißt der Grundsatz für das Biohaus. Althergebrachte Baustoffe wie Lehm, Stroh, Holz und Stein sind im Kommen. Böden werden mit Kokosplatten, Sisal oder Parkett bedeckt, Wände mit Naturfarben gestrichen, deren Bestandteile überwiegend aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen. Möbel sind aus heimischen Vollholz und mit Ölen und Wachsen veredelt.

Wer in seiner Wohnungn den Stoffen PCP, Lindan, Formaldehyd und PCB ausgesetzt ist, kann sich durch eine sogenannte Schadstoffmaskierung schützen. Der Hersteller Livos bietet Grundierungen und Lacke aus natürlichen Rohstoffen an, die schädliche Emissionen bis zu 98 Prozent reduzieren. Um den Elektrosmog einzudämmen, empfehlen sich Netzfreischalter. Außerdem gehören Fernseher, Radiowecker, Stereoanlage und Telefon nicht ins Schlafzimmer.

Hilfe zur Selbsthilfe

  • Interessengemeinschaft der Holzschutzmittel- und Permethrin-Geschädigten, Unterstaat 14, 51766 Engelskirchen
  • Interessengemeinschaft der Mineralfasergeschädigten, Sonnenbergweg 7, 69493 Hirschberg-Leutershausen
  • Initiative Gift, Lindenstr. 8, 76307 Karlsbad

Zum Weiterlesen

  • Wohnen ohne Gift, Verein für Konsumenteninformation in Zusammenarbeit mit Stiftung Warentest, Wien, 1995, ISBN 3-924286-90-6
  • Wohnen & Wohlfühlen, Schadstoffe im Innenraum erkennen und vermeiden, Umweltinstitut München, München, 1996, ISBN 3-930615-12-6
  • Burgwitz Andreas, Umweltbelastungen selbst messen, bewerten und vermindern, Falken Verlag, 1996, ISBN 3-8068-1717-0
  • Schadstoffe in der Wohnraumluft, Verbraucherzentrale Hessen, 1997, 12,50 DM zu bestellen bei: Infodienst der Verbraucherzentrale Hessen, Reuter-weg 51-53, 60323 Frankfurt am Main

Kommentare

Das könnte interessant sein ...

Ähnliche Beiträge