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Umwelt

Warum ist Wasser so kostbar?

Wasser wird auch als blaues Gold bezeichnet.
Aus gutem Grund.

05.02.2016 vonLeo Frühschütz

Wasser wird auch als blaues Gold bezeichnet.
Aus gutem Grund.

3.900 Liter - soviel Wasser verbraucht jeder von uns täglich. Nur 122 Liter davon fließen durch Wasserhähne, Toiletten oder Waschmaschinen. Der größte Teil steckt in Lebensmitteln, Textilien und anderen Produkten, die wir kaufen. Allein die Herstellung eines T-Shirts aus Baumwolle verbraucht 2700 Liter Wasser.

Das Reinigen von Wasser ist teuer

Die Hälfte des Grundwassers ist hierzulande deutlich mit Nitrat belastet, warnt das Umweltbundesamt. Am höchsten sind die Werte in Regionen mit viel Massentierhaltung.

Nitrat, Pestizide oder Arzneimittelreste: Mit hohem Aufwand holen die Wasserwerke Schadstoffe aus dem Wasser, bevor sie es in die Leitung pumpen. Erfolgreich, sagt das Umweltbundesamt und gibt unserem Trinkwasser die Note „sehr gut“. Doch der Preis ist hoch. Allein Nitrat zu entfernen kann bis zu einem Euro je Kubikmeter Wasser kosten.

Gift im Fluss

In deutschen Flüssen gibt es kaum noch Schaumberge und tote Fische. In Indien, China und anderen Ländern vergiftet die Industrie allerdings nach wie vor mit ihren Schadstoffen die Gewässer. Dort hergestellte Produkte wie Kleidung und Handys kaufen auch wir.

Wasser als Spekulationsobjekt

Private Konzerne kaufen sich in die Wasserversorgung von Städten ein. In Deutschland verdienen sie bei vier von zehn Wasserhähnen mit. In Entwicklungsländern ist ihr Anteil oft höher. Dabei hat die UNO 2010 beschlossen: Sauberes Trinkwasser ist ein Menschenrecht – und keine Handelsware.

Dürren nehmen zu

Bei uns war es 2015 so trocken wie seit 50 Jahren nicht mehr. Künftig werden solche Hitzewellen häufiger und intensiver, sagt das Umweltbundesamt.

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