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Gute Frage: Vielen Dank für die Blumen?

Rund drei Milliarden Euro geben die Deutschen pro Jahr für Schnittblumen, Gestecke und Kränze aus – etwa dreimal so viel wie für langlebige Zimmerpflanzen.

15.04.2017 vonRebecca Sandbichler

Rund drei Milliarden Euro geben die Deutschen pro Jahr für Schnittblumen, Gestecke und Kränze aus – etwa dreimal so viel wie für langlebige Zimmerpflanzen.

Rund drei Milliarden Euro geben die Deutschen pro Jahr für Schnittblumen, Gestecke und Kränze aus – etwa dreimal so viel wie für langlebige Zimmer­pflanzen. 2016 war ein Rekordjahr für Rosen: 1,5 Milliarden wurden importiert, viele davon aus Afrika. Doch nicht nur die lange Reise ist ein Problem, wenn wir Blumen kaufen.

Pestizid-, Energie- und Wasserverbrauch

Der Pestizideinsatz beim Blaumenanbau gefährdet nicht nur lokale Ökosysteme, sondern auch Arbeiter und Pflückerinnen. Außerdem verdrängen Blumenfelder Kleinbauern und saugen das Grundwasser ab: 375 volle Bade­wannen Wasser braucht man für einen Hektar konventionelle Rosen pro Tag.

Viele Schnittblumen werden aus Kenia, Sambia, Kolumbien oder Ecuador nach Europa ge­flogen und an Blumenbörsen weiter gehandelt. Dabei werden sie auch noch durchgehend gekühlt.

Wo gibt es Bio-Blumen?

Heimische Blumen gibt es auch mit Bio-Siegeln von Bioland oder Demeter. Weniger bei Floristen, sondern ab Hof, auf dem Wochenmarkt oder im Online-Versand. Händler findet ihr unter www.bio-zierpflanzen.de.

Sind Fairtrade-Blumen auch gut?

In Äthiopien und Kenia ziehen 66 als fair zertifizierte Betriebe Blumen und Stecklinge. Sie müssen gerechte Löhne zahlen, ihre Mitarbeiter vor Pestiziden schützen und Versammlungen ermög­lichen. Mit Hilfe der erzielten Prämien sollen sie weniger Wasser verbrauchen, den Chemieeinsatz begrenzen und Nützlinge verwenden.

Fairtrade-Blumen zu kaufen, ist also besser, aber längst nicht bio.

Die Deutschen kaufen übrigens weltweit am meisten Blumen mit dem Fairtrade-Siegel, fast die Hälfte der 750 Millionen verkauften Stiele. Die Nachfrage nach Weihnachtssternen hat sich innerhalb eines Jahres fast verfünffacht.

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