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Umwelt

Bio-Hersteller helfen

Auch Naturkost- und Naturwarenhersteller tun einiges dafür, dass sich biologisches Essen im öffentlichen Leben durchsetzt. Vier Beispiele von vielen, die uns weiterbringen.
30.11.2007

Auch Naturkost- und Naturwarenhersteller tun einiges dafür, dass sich biologisches Essen im öffentlichen Leben durchsetzt. Vier Beispiele von vielen, die uns weiterbringen.

„Die Leute müssen kennenlernen, dass Bio schmeckt“, bringt Claudio Mossa, Chef des Öko-Teigwarenherstellers Pasta Nuova, die Strategie auf den Punkt. Und das Konzept geht auf: In mehreren Dutzend Kindergärten, Schulen, Alterstagesstätten und bei „Essen auf Rädern“ kommen die Nudeln schon auf den Tisch.

„Zum Teil haben die Einrichtungen bei unseren Caterern danach gefragt, zum Teil sind wir von ihnen direkt angesprochen worden“, berichtet Mossa. Und auch die befürchteten Mehrkosten seien kein Thema mehr: „Wir haben den Leuten erklärt, dass sie einen Mehrwert haben: In Bio-Ware sind keine Zusatz-, Geschmacks- oder Hilfsstoffe und auch der Sättigungsgrad ist höher. Das wird weitgehend akzeptiert.“

Im niedersächsischen Salzhemmendorf kommen die örtlichen Kinder dank des Naturkosmetikherstellers Logona in den Genuss von Bio-Essen. „Der Kindergarten und die Grundschule sind an uns herangetreten“, erzählt Marketing-Assistentin Silke Fliess. „In unserer Kantine wird frisch gekocht. Wir geben das Essen für die Kinder zum Selbstkostenpreis ab.“ Abgeholt werden die Mahlzeiten von den Eltern.

Darüber hinaus beteiligt sich das Unternehmen wie viele andere Firmen auch an Bio-Erlebnistagen und der Bio-Brotbox-Aktion. Allein in diesem Jahr haben 11 000 Erstklässer aus der Region Hannover auf diese Weise ein gesundes Frühstück erhalten.

Kulinarischer Treffpunkt

In Legau im Allgäu, dem Sitz der Rapunzel Naturkost AG, hat sich das firmeneigene Café zu einem kulinarischen Treffpunkt im Ort entwickelt. Frühstück, Mittagessen und Nachmittagsjause sind dort komplett in Bio-Qualität. „Von den Preisen her ist das im Prinzip Sponsoring. Wir haben das Café eingerichtet, um der Bevölkerung Bio-Essen nahezubringen“, sagt Marketing-Mitarbeiterin Eva Kiene. „Wir verdienen da nichts daran.“

Der Zerealien-Hersteller Barnhouse setzt vor allem auf klassische Marketingaktivitäten, wie Gratisproben, Veranstaltungs-Sponsoring und Infostände. „Vorteilhaft ist es immer, mit den Naturkostläden zusammenzuarbeiten“, hat Bettina Rolle, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit, festgestellt. „Schüler oder Eltern, die unser Produkt lecker finden, haben sonst bis zu Hause längst wieder vergessen, wo es das gibt und gehen im Supermarkt auf die Suche.“

Welche Maßnahmen die Unternehmen – die hier genannten sind nur einige von vielen, deren Aktivitäten aus Platzgründen nicht alle dargestellt werden können – auch ergreifen, in einem Punkt stimmen sie mit Rapunzel-Mitarbeiterin Eva Kiene überein: „Man muss das Bewusstsein für Bio schon bei den Kleinen wecken.“

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