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Bingenheimer Saatgut AG

„Sorten sind Kulturgut“, sagt Petra Boie, Vorstand der Bingenheimer Saatgut AG. „Sie gehören allen Menschen und nicht einigen Konzernen.“ Das gilt für alte Sorten ebenso wie für die neuen samenfesten Öko-Züchtungen im Sortiment.
01.04.2013
„Sorten sind Kulturgut“, sagt Petra Boie, Vorstand der Bingenheimer Saatgut AG. „Sie gehören allen Menschen und nicht einigen Konzernen.“ Das gilt für alte Sorten ebenso wie für die neuen samenfesten Öko-Züchtungen im Sortiment.

„Bei uns kommt kein Hybrid-Saatgut in die Tüte.“

„Wir alle sind Teil eines Netzwerkes“, erklärt Petra Boie. Das entstand in den 80er-Jahren, als einige Demeter-Gärtner begannen, neue Sorten zu züchten und dafür den gemeinnützigen Verein Kultursaat gründeten. Dessen Mitglieder haben inzwischen über 50 offiziell zugelassene samenfeste Sorten speziell für den Öko-Landbau gezüchtet. Inhaber der Sortenrechte ist der Verein.

„Wir kümmern uns um die Vermehrung, Aufbereitung und den Verkauf des Saatguts“, beschreibt Petra Boie die Arbeitsteilung. „Für jedes verkaufte Kilogramm Saatgut zahlen wir einen freiwilligen Beitrag an Kultursaat, der wieder in die Züchtung neuer Sorten fließt.

Dieses Wirtschaftsmodell funktioniert, weil wir keinen Kapitalinteressen dienen müssen.“ Die Aktionäre der Bingenheimer seien Menschen und Organisationen, die die ökologische Saatgutarbeit und Züchtung voranbringen wollen. Petra Boie wünscht sich, dass der Bio-Handel und seine Kunden stärker auf samenfeste Sorten aus ökologischer Zucht achten. „Es werden viel zu oft konventionelle Hybrid-Züchtungen verwendet, die nur zur Vermehrung mal kurz ökologisch angebaut wurden.“

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