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aktuell: Kakao unter Der Lupe

Cadmium in Schokolade Unter drei von Ökotest als „mangelhaft“ bewerteten Bitterschokoladen befinden sich zwei Bio-Produkte. Geographische Eigenheiten der Anbauregionen sowie die Physiologie der Kakaopflanze wurden als Ursache ausgemacht. Die Zeitschrift Ökotest stufte folgende Produkte als „mangelhaft“ ein: Alnatura Feine Bitter 70 Prozent Kakao zart-herb und Füllhorn Zartbitter Schokolade von Rewe sowie ein konventionelles Produkt
30.11.2005

Cadmium in Schokolade

Unter drei von Ökotest als „mangelhaft“ bewerteten Bitterschokoladen befinden sich zwei Bio-Produkte. Geographische Eigenheiten der Anbauregionen sowie die Physiologie der Kakaopflanze wurden als Ursache ausgemacht.

Die Zeitschrift Ökotest stufte folgende Produkte als „mangelhaft“ ein: Alnatura Feine Bitter 70 Prozent Kakao zart-herb und Füllhorn Zartbitter Schokolade von Rewe sowie ein konventionelles Produkt.

Kakao gehört zu den Pflanzen, die natürliches Cadmium aus dem Boden anreichern. In Bitterschokoladen mit ihrem hohen Kakao-Anteil findet sich entsprechend mehr Cadmium. Wegen der Eigenschaft der Kakaopflanze Cadmium zu sammeln, sind die Gehalte auch untergrundabhängig: So weisen süd- und mittelamerikanische Sorten im allgemeinen höhere Werte auf als afrikanische.

Die WHO hat den Grenzwert auf einem Mikrogramm je Kilogramm Körpergewicht und Tag gesetzt. Ein 20 Kilogramm schweres Kind hätte demnach mit einer halben Tafel einer als „mangelhaft“ bewerteten Schokolade diesen Wert erreicht. Somit besteht praktisch kein Gesundheitsrisiko: Kinder mögen in der Regel keine Bitterschokolade; kakaohaltige Getränke weisen weit geringere Kakaoanteile auf und Erwachsene (60 kg) müssten mehr als anderthalb Tafeln Bitterschokolade pro Tag verzehren, um sich zu gefährden.

Alnatura nimmt die Bewertung dennoch sehr ernst: „Wir haben die Schokolade ‚Feine Bitter’ vorläufig aus dem Verkauf genommen und suchen nun nach einer Lösung. Aus der Biobranche heißt es weiterhin, dass die Art der Benotung „nicht wirklich zufrieden stellend“ sei, da der Cadmium-Gehalt schwerpunktmäßig bewertet zum Gesamturteil geführt habe. Faktoren wie die Auswahl der Zutaten (eventuell gentechnisch veränderte Rohstoffe etc.) oder die Frage nach Kinder-Sklaverei sei vernachlässigt worden.

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