Die Podcast-Hosts Johanna Juni und Oskar Smollny wagen im zweiten Teil der Pestizid-Folge einen Blick in die Zukunft. Was muss sich ändern, um die Landwirtschaft pestizidfrei gestalten zu können? Mit den Podcast-Gäst:innen, dem Ökotoxikologen Carsten Brühl und der Epidemiologin Beate Ritz, geht es vor allem darum, was die Politik dazu beitragen muss. Aber auch, was jede:r Einzelne von uns dafür tun kann.
Special Guest Alexander Schiebel hat etwas dafür getan. Er ist Filmemacher und Aktivist und hat sich gegen den Einsatz von Pestiziden engagiert. Sein Aktivismus hat ihm über tausend Strafanzeigen eingebracht, was dazu führte, dass er eine gerichtliche Vorladung erhielt. Warum sein Umweltengagement so gefährlich für ihn wurde, erzählt er in dieser Folge.
Transkript zur Folge:
Oskar (00:07)
"Weltretter Bio?" – Bio-to-go, ein Podcast von Schrot und Korn.
Johanna (00:16)
Herzlich willkommen zum Podcast „Weltretter Bio? – Was Bio dir und dem Planeten wirklich bringt.“ Ich bin Johanna Juni und mir gegenüber sitzt Oskar Smollny.
Oskar (00:27)
Hallihallo! Heute bekommt ihr, wie angekündigt, eine Sonderfolge zu hören, nämlich die Fortsetzung zu unserer letzten Folge über Pestizide.
Johanna (00:36)
Ich versuche noch mal zusammenzufassen, worum es in Teil 1 ging, auch wenn ihr den natürlich super gerne nachhören könnt. Wir haben uns mit dem Thema beschäftigt, was sind Pestizide überhaupt und haben versucht, und ich hoffe, es ist uns gelungen, das möglichst einfach zu erklären, sodass es eben auch für Laien verständlich ist und nicht immer nur für die Menschen, die sich mit Bio und Öko und Landwirtschaft und überhaupt super gut auskennen.
Wir haben uns gefragt, wie schädlich sind Pestizide für unsere Gesundheit, wenn wir zum Beispiel gespritzte Äpfel essen oder wenn wir in der Nähe von gespritzten Feldern wohnen. Wir haben uns damit auseinandergesetzt, wie problematisch Pestizide für unsere Umwelt sind, also für Insekten, Blümchen und andere Pflanzen. Außerdem haben wir erklärt, warum Ökolandwirtschaft mit weniger Pflanzenschutzmitteln auskommt und dabei auf mittelnatürlichen Ursprung setzt.
Oskar (01:28)
Heute werfen wir einen Blick in die Zukunft. Was muss sich ändern in Bezug auf Pflanzenschutzmittel? Was können wir tun? Was kann jeder Einzelne tun? Aber vor allem, was muss die Politik tun und welche Rahmenbedingungen muss sie schaffen, damit wir in eine nachhaltigere Zukunft blicken?
Johanna (01:44)
Mit dabei sind wieder wir auch schon in Teil 1 zum Thema Pestizide der Ökotoxikologe Carsten Brühl und die Epidemiologin Beate Ritz. Außerdem haben wir noch einen Special-Gest im Gepäck. Alexander Schiebel ist Filmemacher und Aktivist und hat sich gegen den Einsatz von Pestiziden engagiert. Dafür kassierte er über 1300 Strafanzeigen und wurde vor Gericht gezehrt. Warum sein Umweltengagement so gefährlich für ihn wurde, das erzählt er uns heute. Los geht's!
Alexander Schiebel (02:16)
In Südtirol im Nordwesten ist ein kleiner Ort Mals und die haben versucht ihr Gemeindegebiet pestizidfrei zu bekommen und ich habe für die Leute dort und mit ihnen einen Kinofilm gemacht und ein Buch publiziert mit dem Titel "Das Wunder von Mals."
Johanna (02:38)
Die Menschen in Südtirol sind gegen chemisch-synthetische Pestizide auf die Straße gegangen, weil sie die Pestizidabdrift von den Feldern in die Wohngegenden fürchteten. Sie haben Fahrrad-Demos gemacht und sie sind mit Plakaten durch den Ort gezogen. Damit haben aber die Bürgerinnen und Bürger von Mals ziemlich schnell für Aufsehen gesorgt und sich bei einigen Personen unbeliebt gemacht. Der Landesrat für Landwirtschaft in Mals und die dortigen LandwirtInnen haben die Aktionen eher als üble Nachrede empfunden und sie fürchteten um ihren Ruf. Deshalb zeigten sie Alexander Schiebel und andere Beteiligte an.
Alexander Schiebel (03:14)
Die Verantwortlichen in Südtirol, also dem Bauernbund, den großen Apfelgenossenschaften und der Landesregierung wurde klar, dass das schon langsam bedrohlich wird, wenn bekannt wird, wie giftig deren Praktiken im Obstbau sind für die Touristen. Und so hat man dann versucht, mich einzuschüchtern und zu stoppen. Denen wurde allmählich klar, dass meine Arbeit, die immer weitere Kreise gezogen hat, für sie schädliche Auswirkungen haben könnte in Bezug auf den Verkauf ihrer Äpfel und auch in Bezug auf den Tourismus in einem Land, das von einem Wissenschaftler als komplett kontaminiert bezeichnet wurde. Und so hat man einen Vorwand gesucht, mich anzuzeigen. Eine Stelle aus meinem Buch herausgegriffen, in der ich behauptet hätte, dass die Südtiroler Obstbauern Mörder seien. In Wahrheit steht dort dass das Delikt, das Sie vermutlich begehen, noch in keinem Strafgesetzbuch steht. Es ist sozusagen vorsätzliches Ignorieren von Fakten mit Todesfolge.
Oskar (04:25)
Alexander Schiebel prangert in seinem Buch an, dass der Einsatz von Pestiziden die Artenvielfalt verringert, ebenso wie die Biomasse. Das heißt, dass es also dann weniger Insekten- und Pflanzenreichtum gibt und dass diese Pflanzenschutzmittel, diese Pestizide, schädlich für die Umwelt sind und letztlich auch schädlich fürs Klima. Die Obstgenossenschaften, wiederum bangten um den Verkauf ihrer Äpfel und die Tourismusbranche den Besuch in der Region um Mals.
Alexander Schiebel (04:53)
Und gemeinsam haben wir dann sehr intensiv mobilisiert und diese sogenannte SLAPP-Klage, diesen Angriff auf die Meinungsfreiheit in Deutschland bekannt gemacht.
Johanna (05:07)
SLAPP steht für Strategic Lawsuit Against Public Participation, ein Gerichtsverfahren gegen Menschen, die wirtschaftliche oder politische Probleme öffentlich kritisieren und dann durch Gerichtsprozesse mundtot gemacht werden sollen. Bei SLAPP-Prozessen geht es den Klägern in der Regel nicht darum zu gewinnen, sondern es geht ihnen vor allem darum, die AktivistInnen einzuschüchtern.
Alexander Schiebel hat in dieser Zeit, als er angeklagt wurde, gemeinsam mit dem Umweltinstitut in München alle Hebel in Bewegung gesetzt und in verschiedenen Medien über die Klage gegen ihn berichtet.
Alexander Schiebel (05:42)
Da war eine so große Welle von Solidarität, dass sehr schnell die Verantwortlichen in Südtirol sozusagen den Geist wieder zurück in die Flasche bekommen wollten. sie haben sich dann beschäftigt, das irgendwie wieder einzustellen. Das hat aber jahrelang gedauert. Ich aber habe im Unterschied zu meinem Mitangeklagten darauf bestanden, vor Gericht zu stehen wegen meinem Delikt. Also ich bin der Einzige, in dessen Fall es tatsächlich zu einem Urteilsspruch kam. Und der Urteilsspruch war ein Freispruch, noch bevor überhaupt die Beweise aufgenommen wurden, weil der Richter gesagt hat, es liegt keine Tat vor oder anders formuliert, der ganze Vorwurf ist einfach lächerlich.
Oskar (06:27)
Ja, Alexander wurde also freigesprochen, aber der jahrelange Prozess hat ziemlich an ihm gezehrt. Wenn ihr mehr darüber erfahren wollt, dann empfehlen wir euch unser Schrot und Korn Interview mit Alexander Schiebel online zu lesen. Ihr findet den Link aber wie immer auch unten in den Shownotes. Wir wollen jetzt noch mal einen Blick in die Zukunft wagen und wir fragen uns, ob und wie eine Landwirtschaft mit weniger Pestiziden überhaupt gelingen kann.
Wer die letzte Folge zum Thema Pestizide aufmerksam gehört hat, der kennt schon unsere Interviewpartnerin Beate Ritz. Sie ist Professorin für Epidemiologie an der University of California in Los Angeles in den USA und sie hat den Zusammenhang zwischen chemisch-synthetischen Pestiziden und der Parkinson-Krankheit nachgewiesen.
Beate Ritz (07:14)
Also ich bin Wissenschaftler und Medizinerin und natürlich würde ich mir wünschen, dass wir keine Pestizide aufbringen. Aber ob das nun für Lebensmittelproduktion komplett klappt und wie schnell das klappt, da bin ich mir nicht sicher. Also organische Farmen würde ich mir wünschen, aber ich weiß als Realwissenschaftler, dass das nicht um die Ecke ist. Ich glaube nicht, dass wir unseren Bauernverbänden die Pestizide einfach wieder wegnehmen können. Jedenfalls nicht kurzfristig, weil man sich wirklich umstellen muss, industriell auch umstellen muss, wie man Pflanzen pflanzt, wo man Pflanzen pflanzt, welche Pflanzen man zusammen pflanzt, damit man weniger Pestizide braucht. Also in Kalifornien gibt es so ein Terminus, der heißt integriertes Pestizidmanagement, Integrated Pest Management. Und da werden verschiedene Verfahren angeschaut, um die Belastung der Umwelt, um die Belastung der Menschen zu reduzieren. Also man sagt nicht, man darf gar nichts mehr, sondern man versucht so wenig wie möglich, so wenig toxisch wie möglich und da, wo es eben geht, wirklich auch organisch umzustellen.
Johanna (08:32)
Beate Ritz sieht das Ganze grundsätzlich genauso wie Alexander Schiebel, unser Aktivist, aber sie geht die Umsetzung ein bisschen anders an. Sie ist der Meinung, dass eine Umstellung bzw. ein Verzicht auf chemisch-synthetische Pestizide eben nicht von heute auf morgen gehen kann. Sie plädiert für eine allmähliche Umstellung auf ökologische Landwirtschaft, auch wenn das längere Zeit dauert und Schritt für Schritt passiert.
Auf eine starke Verringerung von Pestiziden pocht auch der Ökotoxikologe Carsten Brühl.
Carsten Brühl (09:03)
Mir wäre wichtig, dass wir Pestizidreduktionsziele wirklich ernst nehmen. Da gibt es ein paar, die definiert wurden. In der EU haben sich die Parlamentarier dagegen entschieden. Man hat eine 50-prozentige Pestizidreduktion bis 2030 angestrebt. Wir sind gespannt. Bayern hat es im Naturschutzgesetz aufgrund eines Volksbegehrens implementiert, dass Pestizide reduziert werden sollen. Und auf globaler Ebene gibt es auch als Ziel der Biodiversitätskonferenz von Montreal vor zwei Jahren auch eine Reduktion um 50 Prozent bis 2030. Und es wäre jetzt auch dringend notwendig, dass da Maßnahmen entwickelt werden, weil es ist nämlich so, man kann das jetzt anfangen, sich schön zu rechnen. Da sind dann verschiedene Rechnungsweisen im Umlauf. Da wird dann drüber gestritten, welche ist denn die bessere oder welche kommt denn schnell zu einem Ergebnis und plötzlich, sie müssen gar nichts tun, plötzlich haben sie schon 50 Prozent Pestizide reduziert. Das ist natürlich äußerst günstig. Können Sie sich vorstellen, für einen Politiker natürlich clever. Da nehme ich natürlich so einen Index, hab schon alles erledigt, muss gar nichts machen, niemand ist verärgert.
Das wäre natürlich fatal, wenn das jetzt passiert. Man sollte sich aber an, man könnte sich orientieren an dem, was schon gemacht wird. Es gibt zum Beispiel die Möglichkeit, Getreide anzubauen in Deutschland ohne Pestizide. Und man kann trotzdem aus dem Getreide noch Brot backen. Und das muss jetzt aber auch, und das ist mir eben auch wichtig, es muss schnell gehen. Diese ganze Umstellung ist leider wie so viele anderen Krisen, in denen wir stecken, wir haben keine Zeit mehr. Weil wir nicht noch mal 30 Jahre warten können, bis die Insekten vollständig verschwunden sind. Wir haben jetzt so einen Biomasseverlust, dass es ... Ich hab mit Insekten viel gearbeitet. Insekten sind für das Ökosystem die Schlüsselstelle. Die machen alles, die bestäuben, die zersetzen den Dung, die machen biologisch Schädlingskontrolle und so weiter. Diese Biomassenuntersuchung, die Krefelder-Studie, die auch durch die Medien ging, hat ja genau das gezeigt, dass die Insektenbiomasse über 70 Prozent abgenommen hat in 30 Jahren. Und meines Erachtens nach brauchen wir da gar nicht irgendwie merkwürdige andere Faktoren in den Blick nehmen. Pestizide haben da einen riesigen Anteil dran.
Oskar (11:42)
Während Carsten Brühl vor allem Forderungen an die politischen Akteure und die politischen Organe in unserem Land stellt, wendet sich Beate Ritz auch an die VerbraucherInnen. Sie sagt, dass auch wir als Konsumentinnen und Konsumenten ein Stück weit beeinflussen können, dass in Zukunft weniger Pestizide eingesetzt werden.
Beate Ritz (12:01)
Aber ich denke, man muss auch dem Konsumenten beibringen, dass ein hochpolierter Apfel vielleicht nicht der gesündeste ist. Und dass vielleicht auch bisschen Fallobst oder mal ein Obst, was eine Raupe enthält, vielleicht ein gutes Zeichen ist. Und dass dieses Obst nicht weggeworfen werden sollte generell, sondern dass man eben wirklich versuchen sollte, so wenig Chemikalien zur Aufzucht von Obst und Gemüse zu benutzen, wie man nur könnte. Ich bin auch besorgt darüber, ich meine, organisches Obst und Gemüse ist immer etwas teurer. Und wir wissen, wie wichtig es ist, dass Kinder Obst und Gemüse essen. Und es gibt viele Familien, die sich organische Lebensmittel nicht leisten können. Richtig? Und da muss wirklich die Wirtschaft sich umstellen oder man muss fördern, organische Lebensmittel. Man kann nicht einfach nur vom Konsumenten verlangen, dass er die ganze Bürde trägt.
Johanna (13:02)
Ja, das war's mit unserer Sonderfolge zum Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft. Falls ihr Teil 1 nicht gehört habt, dann holt das unbedingt noch nach. Denn in Teil 1 haben wir erklärt, was Pestizide überhaupt sind, warum viele Pestizide schädlich für die Gesundheit sind und wie man sich davor schützen kann.
Oskar (13:22)
Sowohl was Carsten Brühl als auch Beate Ritz am Ende gesagt haben, können wir hier nur noch mal unterstreichen. Als VerbraucherInnen können wir auch unseren Teil dazu beitragen, indem wir schauen, was hat diesen Monat Saison. Das heißt jetzt nicht unbedingt, dass man im Winter nur Kohl essen muss. Ich greife auch zur Banane oder ich esse auch mal eine Avocado. Aber es geht wie immer darum, dass man an kleinen Rädchen dreht. Heute zum Beispiel einfach mal die regionalen Beeren kaufen und nicht die, die aus Spanien oder Neuseeland kommen. Oder eben die Äpfel, die nicht auf Hochglanz poliert sind, die vielleicht die eine oder andere Macke haben, aber genauso gut schmecken.
Johanna (14:02)
Wie immer ist es uns aber wichtig zu sagen, dass es letztlich darum geht, dass ökologische und umweltfreundliche Lebensmittel oder insgesamt nachhaltige Produkte erschwinglich werden für Menschen, die es sich nicht leisten können. Und das geht eben nur, wenn sich strukturell etwas ändert. Auch für Landwirtinnen und Landwirte muss es durch finanzielle Unterstützung möglich werden, einfacher auf ökologische Landwirtschaft umzustellen oder eben Pestizide zu reduzieren.
Oskar (14:28)
Es muss also der politische Rahmen gesetzt werden, damit sich etwas ändert. Für die Umwelt und für unsere Gesundheit. Wir hoffen, dass ihr aus der Folge etwas für euch mitnehmen konntet. Wir haben in der Recherche super viel gelernt. Schreibt uns gerne, wie euch die Folge gefallen hat und welcher Aspekt, welche Info, welcher Gedanke euch noch weiter zum Nachdenken angeregt hat, euch noch weiter beschäftigt habt.
Ihr könnt uns eine Mail schreiben an podcast@bioverlag.de oder per Instagram als Direktnachricht oder als Kommentar zu dem Post unter dieser Folge.
Johanna (15:05)
Ja, schön, dass ihr heute wieder dabei wart und dass ihr zugehört habt. Und wenn ihr wollt, dann hören wir uns sehr gerne in zwei Wochen wieder. Mittwoch ist Weltretter-Bio-Tag und nächstes Mal geht es um das Thema Nachhaltig und gemeinschaftlich Wohnen. Ich bin schon sehr gespannt und freue mich total auf die Folge, weil ich persönlich auch damit liebäugle. Und in diesem Sinne wünschen wir euch bis dahin einen schönen Sommer und eine schöne Zeit. Tschüss!
Oskar (15:31)
Tschüss!
Über Carsten Brühl
Dr. Carsten Brühl ist Professor für Ökotoxikologie an der Technischen Universität Kaiserslautern-Landau. Er hat Biologie in Würzburg und den USA studiert, später arbeitete er auf seinem heutigen Gebiet in der Schweiz und in England. Seit vielen Jahren forscht Brühl hinsichtlich der Wirkung von Pestiziden.
Über Beate Ritz
Dr. Beate Ritz ist Professorin für Umwelt-Epidemiologie an der University of California in Los Angeles. Sie studierte Medizin und Medizinische Soziologie in Hamburg. Nach dem Studium arbeitete Ritz zunächst in einer psychiatrischen Klinik in Hamburg und begann dann ihre Forschung an der Universität Kalifornien. Ihr Forschungsschwerpunkt ist die Auswirkung von Pestiziden und anderen Umweltgiften auf neurodegenerative Erkrankungen.
Über Alexander Schiebel
Alexander Schiebel engagiert sich bereits seit seiner Jugend für den Umweltschutz. Nach seiner Tätigkeit als Software-Entwickler machte er sich 2013 als Autor und Filmemacher selbstständig. 2017 erschien sein erstes Buch „Das Wunder von Mals“, ein Jahr später der gleichnamige Dokumentarfilm. Aufgrund seiner kritischen Berichterstattung über den Pestizideinsatz in Mals erhielt Schiebel über 1300 Strafanzeigen. Der anschließende Prozess gilt als bekanntestes SLAPP-Verfahren. Schiebel hat vier Kinder und lebt in Wien.
Was Pestizide überhaupt sind, wie sie sich auf unsere Gesundheit, Lebensmittel und die Natur auswirken und warum die Öko-Landwirtschaft mit viel weniger Pflanzenschutzmitteln auskommt - all das war Thema im ersten Teil der Podcast-Folge rund um Pestizide. Hört gerne rein.
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