Podcast S2:F5

Pestizide – Teil 1: Wie ungesund sind sie wirklich?

Wie gefährlich sind Pestizide? Und warum kommt der Öko-Landbau mit viel weniger davon aus? Das erfahrt ihr in dieser Podcast-Folge.

Im Schrot&Korn-Podcast „Weltretter Bio? Was Bio dir und dem Planeten wirklich bringt“ geht es in Folge 5 um ein brisantes und hoch aktuelles Thema: Pestizide. Vor kurzem wurde Parkison, das durch Pestizide ausgelöst wurde, in Deutschland als Berufskrankheit bei Landwirt:innen anerkannt. Denn: Bestimmte Pestizidarten können klar mit Parkinson in Verbindung gebracht werden. Deshalb haben es sich die Podcast-Hosts Johanna Juni und Oskar Smollny in dieser zweigeteilten Folge zur Aufgabe gemacht, herauszufinden, wie schädlich Pestizide tatsächlich für uns sind. Wie wirken sich belastete Lebensmittel oder ein gespritztes Feld in der Nähe auf unsere Gesundheit aus?

In Teil 1 haben Johanna und Oskar mit gleich drei Expert:innen über das Thema Pestizide gesprochen. Ökotoxikologe Dr. Carsten Brühl erklärt, wie problematisch Pestizide für Insekten sowie Blumen und Pflanzen sind. Die Epidemiologin Dr. Beate Ritz spricht darüber, wie sie herausgefunden hat, dass bestimmte Pestizide Parkinson begünstigen können und die Toxikologin Dr. Marike Kolossa-Gehring vom Umweltbundesamt erzählt, warum Urin und Blut in Deutschland in großen Kühl-Tanks gespeichert wird und was das mit Pestiziden zu tun hat.

Außerdem erklären wir, warum Öko-Landwirtschaft mit viel weniger Pestiziden auskommt – und dabei auf Mittel natürlichen Ursprungs setzt.

Transkript zur Folge:

Carsten Brühl (00:00)

Und es muss jetzt aber auch schnell gehen. Wir haben keine Zeit mehr. Weil wir nicht nochmal 30 Jahre warten können, bis dann die Insekten vollständig verschwunden sind.

 

Marike Kolossa-Gehring (00:10)

Wir wissen, dass viele Pflanzenschutzmittel neurotoxisch sind, dass sie eben aufs Nervensystem, auch auf die Entwicklung des Nervensystems und der kognitiven Fähigkeiten wirken können.

 

Beate Ritz (00:20)

Viele Pestizide sind nicht gut für ein kindliches Gehirn und auch schon nicht gut in sehr, sehr niedrigen Dosen.

 

Oskar (00:30)

"Weltretter Bio?" ein Podcast von Schrot und Korn.

 

Johanna (00:38)

Herzlich willkommen zum Podcast „Weltretter Bio? – was Bio dir und dem Planeten wirklich bringt.“ Ich bin Johanna Juni und mir gegenüber sitzt wie immer der wunderbare Oskar Smollny.

 

Oskar (00:49)

Hallihallo, auch von mir ein herzliches Willkommen. Heute sprechen wir über das brisante Thema Pestizide. Aktueller Aufhänger ist, dass Parkinson, das durch Pestizide ausgelöst wurde, nun auch in Deutschland als Berufskrankheit bei Landwirtinnen anerkannt wird. Weil bestimmte Pestizide im Zusammenhang mit der Krankheit Parkinson stehen. Deshalb wollen wir wissen, wie schädlich sind solche Pestizide für unsere Gesundheit? Und zwar auch, wenn wir belastete Lebensmittel essen oder wenn wir in der Nähe von gespritzten Feldern spazieren gehen oder wohnen.

 

Johanna (01:22)

Zu Gast sind heute drei WissenschaftlerInnen. Wir fragen zum einen den Ökotoxikologen Carsten Brühl, wie problematisch Pestizide für Insekten und Blumen bzw. Pflanzen sind. Und wir sprechen mit der Epidemiologin Beate Ritz, die herausgefunden hat, dass bestimmte Pestizide Parkinson begünstigen können. Und als dritte Gästin in dieser Folge begrüßen wir die Toxikologin Marike Kolossa vom Umweltbundesamt. Und sie erzählt uns, warum Urin und Blut in Deutschland in großen Kühltanks gespeichert wird und was das mit Pestiziden zu tun hat.

 

Oskar (01:59)

Und natürlich unser Thema, wir hießen nicht Weltretter Bio, wenn wir nicht auch erklären, warum Ökolandwirtschaft mit viel weniger Pestiziden auskommt und dabei auf mittelnatürlichen Ursprung setzt.

 

Die heutige Podcastfolge wird gesponsert von der Bauck Mühle Müslis, Mehle oder Mischungen für Brote, Kuchen, Torten und Veggies, oft glutenfrei und vegan, all das und mehr bietet die Bauck Mühle. Dem Bio- und Demeter-Pionier kommen nur die allerbesten ökologisch wertvollen Zutaten in die Tüte. Getreu dem Motto Bio, aus Liebe zur Zukunft. Neugierig? Auf der Website bauck.de findet ihr viele kreative Rezeptideen, die ihr mit den leckeren Produkten ganz leicht zubereiten könnt.

 

Johanna (02:48)

Was sind eigentlich Pestizide? Pestizide werden eingesetzt, um die Kulturpflanze auf dem Feld zu schützen, zum Beispiel Kartoffeln, damit sie nicht von Insekten befallen werden oder von Pflanzen überwuchert werden und genug Platz haben auf dem Acker. Es gibt zum Beispiel Insektizide, schwieriges Wort, die Insekten den Garaus machen oder auch Herbizide. Die werden gezielt eingesetzt, sogenanntes Unkraut abzutöten.

In der konventionellen Landwirtschaft dürfen chemisch-synthetische Pestizide eingesetzt werden, wie zum Beispiel Glyphosat, die sehr schädlich für die Umwelt sind. Das wird nicht von allen LandwirtInnen so praktiziert, muss man dazu sagen. Einige verzichten auch darauf, aber es darf eben eingesetzt werden.

 

Oskar (03:30)

Genau, und so chemisch-synthetische Pestizide und extrem giftige Mittel, wie zum Beispiel Glyphosat, sind im Ökolandbau verboten. Weil die LandwirtInnen aber auch im Bioanbau darauf angewiesen sind, die Kartoffeln vor Schädlingen zu schützen, versuchen sie, eine gute Vorsorge zu treffen. Zum Beispiel durch die Fruchtfolge. Wie genau das vonstattengeht, erklären wir aber auch später nochmal.

Bios greifen außerdem auf Pflanzenschutzmittel zurück, die einen natürlichen Ursprung haben. So werden zum Beispiel Nützlinge auf dem Acker eingesetzt, also erwünschte Insekten, die die unerwünschten Insekten wie zum Beispiel Blattläuse auffressen. Es kommen aber auch im Ökolandbau Pestizide zum Einsatz, also Pflanzenschutzmittel, die zwar natürlich sind, aber trotzdem auch immer wieder in der Kritik stehen, weil sie negative Auswirkungen auf die Umwelt haben können. Ein Beispiel dafür ist Kupfer. Darauf kommen wir aber auch später nochmal zu sprechen.

 

Johanna (04:26)

Jetzt erklärt uns erstmal ein Forscher, wie Pestizide, egal ob natürlich oder chemisch-synthetisch, funktionieren. Carsten Brühl ist Professor an der Rheinland-Pfalzischen Technischen Universität in Landau im Bereich Ökotoxikologie. Und er untersucht die Auswirkungen von Schadstoffen auf die Umwelt.

 

Carsten Brühl (04:46)

Was allen Pestiziden gemein ist, dadurch werden sie auch problematisch, ist, dass sie sehr basale biologische Prozesse unterbrechen. Als Beispiel ein Insektizid, das eingesetzt wird gegen eine Blattlaus, die jetzt da irgendwie als Schädling definiert, ist in irgendeiner Anbaukultur, tötet nicht nur diese Blattlaus, das ist nicht blattlausspezifisch, sondern unterbricht das Nervensystem und das Nervensystem der Blattlaus ist identisch wie das Nervensystem von anderen Insekten, zum einen aber auch dem Nervensystem von Regenwürmern, von Vögeln und übrigens auch vom Menschen. Und da wird die Nervenleitung unterbrochen. Es gibt quasi eine Überreizung oder eine Unterreizung auf alle Fötus zu einer Art Lähmung, Bewegungsstarre und dadurch können sich die Organismen nicht mehr bewegen und sterben dann schlussendlich auch. Das ist jetzt nur ein Beispiel. Da gibt es verschiedene Wirkweisen von Insektiziden. Aber der Prozess generell von diesen Pestiziden ist eben eine Unterbrechung von einem basalen biologischen Prozess. Wie zum Beispiel die Unterbrechung der Photosynthese oder die Unterbrechung der Zellteilung oder eine Membran wird zerstört. Und deshalb muss man auch davon ausgehen, dass es Effekte auf die Umwelt gibt, auf sogenannte Nicht-Zielorganismen, also auf alles andere, was in dieser Umwelt eben auch lebt.

 

Marike Kolossa-Gehring (06:18)

Pestizide sind Wirkstoffe. Und eins der Ziele von Pestiziden, genau wie von Bioziden, ist, bestimmte Organismen abzutöten. So unterschiedlich ist der Mensch eben auch nicht von anderen Umweltorganismen. Das sind eben Wirkstoffe. Wir wissen, dass viele Pflanzenschutzmittel neurotoxisch sind, dass sie eben aufs Nervensystem, auch auf die Entwicklung des Nervensystems und der kognitiven Fähigkeiten wirken können.

 

Oskar (06:45)

Marike Kolossa leitet im Umweltbundesamt als promovierte Toxikologin das Institut für Toxikologie. Sie und ihr Team wollen herausfinden, wie stark die Menschen in Deutschland mit Pestiziden und mit anderen Schadstoffen belastet sind. Im Umweltbundesamt werden zu diesem Zweck in riesigen Kühltanks menschliche Urin- und Blutproben gesammelt und anschließend untersucht.

 

Marike Kolossa-Gehring (07:06)

Wir sammeln in unseren Bevölkerungsstudien Blut- und Urinproben von bestimmten definierten Menschen. Die untersuchen wir dann im Labor oder lassen untersuchen in Speziallaboren in den besten, es gibt in Deutschland, wie hoch die Belastung mit dem Stoff oder mit seinen Abbauprodukten sind. Wir untersuchen vor allen Dingen die Schadstoffbelastung des Menschen und vor allem die innere Belastung des Menschen mit Hilfe von human biomonitoring. Das heißt, dem Messen von Schadstoffen und oder ihren Abbauprodukten in, vorzugsweise, Blut oder Urin im Innenraum. Und wir bewerten dann eben diese Belastung toxikologisch. Wie hoch ist der Mensch, der in Deutschland lebt, überhaupt belastet? Aus welchen Quellen kommen die Belastungen? Was kann man tun, Belastung zu vermindern? Regulatorisch oder eben auch über Beratung der allgemeinen Öffentlichkeit.

Wir finden ganz viele Stoffe im Menschen, ich würde mal sagen locker 300 bis 400 in jedem. Wenn wir jetzt gezielt untersuchen, haben wir eben in sechs europäischen Ländern gesehen, dass die Belastungen mit Pflanzenschutzmitteln, die sind vielfache. In einzelnen Proben haben die 20-30 verschiedene Pflanzenschutzmittel gefunden.

 

Johanna (08:23)

Marike Kolossa hat mit ihrem Team untersucht, ob sich im Blut oder Urin Belastungen wie chemisch-synthetischen Pestiziden nachweisen lassen. Dabei hat sie tatsächlich 20 bis 30 verschiedene chemisch-synthetische Pestizide gefunden. Bevor wir jetzt genauer hinschauen, was das bedeutet und wie sich Pestizide auf die Gesundheit auswirken können, verlassen wir jetzt erstmal das Umweltbundesamt und kehren zurück zu den Pestiziden auf dem Acker. Wir fragen bei Carsten Brühl nach, wie sich Pestizide auf Blumen, Bienen und den Rest der Umwelt auswirken.

 

Carsten Brühl (08:58)

Wenn ich ein Herbizid ausbringe, dann tötet das Herbizid irgendwelche Pflanzen ab. Das ist ein Effekt, der klar ist, ein Insektizid tötet Insekten, auch klar. Aber es gibt auch noch sogenannte indirekte Effekte und die können oft noch stärker sein in der Umwelt. Ein indirekter Effekt wäre, wenn ein Herbizid die Pflanzendichte reduziert. Die Pflanzendichte, die wiederum Nahrung ist, für zum Beispiel Insekten. Dann haben die Insekten weniger zu essen, weil das Herbizid eben die Nahrung, die Pflanzen reduziert haben, ist klar. Das Wichtige daran ist an diesem indirekten Pfad, der womöglich dann durch das gesamte Nahrungsnetz durchgeht, weil das Herbizid die Insekten reduziert, wird es auch die Nahrung für zum Beispiel Vögel reduziert.

 

Oskar (09:47)

Thorsten Brühl erforscht nicht nur die indirekten Effekte von Pestiziden, sondern er hat mit seinem Team auch herausgefunden, welche direkten Effekte Pestizide auf Tiere haben. Dazu hat er Frösche untersucht und die chemisch-synthetischen Pestizide näher in den Blick genommen. Also Pestizide, die in der konventionellen Landwirtschaft verwendet werden dürfen. Solche Pflanzenschutzmittel sind im Ökolandbau verboten.

 

Carsten Brühl (10:14)

Dabei kam raus, dass Amphibien innerhalb von 25 Minuten sofort tot sein können, wenn sie in Kontakt kommen, je nach Substanz. Aber es war auch nichts Substanzspezifisches. Also Insektizide, Herbizide, Fungizide hatten alle eine gleichstarke Wirkung. Da geht es auch um sogenannte Beistoffe, diese Pestizide, wenn sie ausgebracht werden. Die werden formuliert nennt man das, da nimmt man Substanzen rein, damit es der Landwirt besser mischen kann mit Wasser. Dadurch werden die auch Membrangängiger. Sie sollen auch in die Pflanze aufgenommen werden. Das hat natürlich auch große Auswirkungen auf Amphibien. Wir haben auch festgestellt, die nehmen das einfach auf dem Boden aus. Also in realistischen Szenarien hier im Weinbau würden diese Amphibien zur Hälfte sterben.

Dieses Mittel, das wir untersucht haben, wird achtmal eingesetzt in der Saison. Da kann man sich natürlich vorstellen, wenn die Amphibien achtmal in Kontakt kommen, die Populationen. Zum ersten Mal sind sie nur noch 50 Prozent, dann kommen sie nochmal in Kontakt, 25 Prozent. Dann geht's halt weiter. Am Schluss bleibt halt relativ wenig übrig. Und genau das sehen wir ja auch. Ich kenne zumindest keine Amphibienpopulation in Deutschland, die sich irgendwie extrem stark vermehrt hat.

 

Beate Ritz (11:40)

Ja, also quasi muss man sagen, dass Pestizide erfunden wurden, um Insekten oder Unkräuter zu vernichten. Und viele dieser Mechanismen, wie wir zum Beispiel Insekten vernichten, haben damit zu tun, dass wir ihr Nervensystem angreifen. Also es gibt bestimmte Insektizide, die sind so chemisch hergestellt worden und getestet worden, weil sie neurotoxisch sind, also weil sie das Nervensystem angreifen.

 

Johanna (12:13)

Das war Beate Ritz. Sie arbeitet an der University of California Los Angeles in den USA und ist Professorin für Epidemiologie. Das heißt, sie untersucht die Wirkung von bestimmten Stoffen auf dem menschlichen Körper und ganz konkret erforscht sie, wie sich Pestizide auf unsere Gesundheit auswirken.

 

Beate Ritz (12:32)

Aber es gibt leider auch sehr viele Herbizide, also Unkrautvernichtungsmittel, die sehr stark toxisch sind auf eine Art, das nennt sich oxidativer Stress. Und damit stressen die die Pflanzen, aber sie stressen auch unsere eigenen Zellen, weil jede Zelle hat ein gewisses Potential, auf oxidativen Stress zu reagieren. Und leider haben diese Gehirnzellen, die Dopamin im Gehirn produzieren, die sind sehr anfällig für oxidativen Stress. Und wenn dann solche Mittel halt es schaffen ins Gehirn zu kommen, schaffen an dieser Richtung an die Stelle zu kommen, wo diese Dopamin-Neuronen sitzen, dann werden diese Zellen einfach überfordert und können das nicht mehr ausbalancieren. Also es ist quasi ein neurotoxischer Effekt, der besonders diese Dopamin-Zellen, die Dopamin produzieren, dass wir brauchen, damit wir nicht Parkinsons haben, quasi vernichten.

 

Oskar (13:34)

Parkinson wurde im Jahr 2024 in Deutschland als Berufskrankheit bei LandwirtInnen anerkannt. Das bedeutet, dass Landwirtinnen und Landwirte, die Pestizide spritzen, ein erhöhtes Risiko haben, Parkinson zu erkranken. Marike Kolossa vom Umweltbundesamt findet, dass das ein deutliches Signal ist.

 

Marike Kolossa-Gehring (13:52)

Ja gut, und Anerkennung als Berufskrankheit ist eine harte Sache, weil überhaupt etwas in den Katalog der Berufskrankheiten aufgenommen zu kriegen, ist ein sehr schwieriger Weg, individuell dann die Anerkennung zu bekommen ebenfalls. Und ich denke mal, dass man zu diesem Schluss gekommen ist, ist ein sehr deutliches Signal. Und diejenigen, die das entschieden haben, sind sich ganz offensichtlich nach gründlicher Prüfung aller Daten sehr sicher, dass dieser Zusammenhang relevant ist.

 

Johanna (14:21)

Zurück nach Kalifornien. Der Forscherin Beate Ritz ist es gelungen. Sie hat den Zusammenhang zwischen zehn chemisch-synthetischen Pestiziden und Parkinson nachgewiesen. Dafür hat sie sich auf speziellen Landkarten angeschaut, welche Gebiete in Kalifornien mit welchen Pestiziden gespritzt wurden. Und dann hat sie diese abgeglichen mit den Daten von Parkinson-PatientInnen.

 

Beate Ritz (14:44)

Diese Pestizid-Registrierung in Kalifornien hat es ermöglicht, dass man Unterlagen hatte über diesen sehr langen Zeitraum und dass man mit diesen Unterlagen sagen konnte, was in der Nähe von Arbeitsplätzen, auch von Wohnungen und Häusern ausgebracht wurde. Diese Nähe zum Ausbringen von Pestiziden konnte man dann in Verbindung bringen mit dem Gesundheitszustand der jeweiligen Bewohner. Wir haben immer gefunden, dass die Arbeitsplätze ein höheres Risiko bedeuten als die Wohnorte. Wahrscheinlich, weil Menschen am Arbeitsplatz da sind während des Tages, wenn auch gespritzt wird. 

Also ich würde Ihnen auf jeden Fall raten, nicht in einer Zeit dort spazieren zu gehen, in der aktiv gespritzt wird. Allerdings gibt es auch nach dem Spritzen noch eine gewisse Zeit, wo viele dieser Stoffe in der Luft schweben oder durch Sonneneinstrahlung vielleicht auch wieder sich verflüchtigen, bestimmte Stoffe. Das kann schon noch ein paar Tage dauern. Sie können auch durch diese Felder oder an diesen Feldern vorbeilaufen, an den Weinbergen vorbeilaufen. Das ist gestern gespritzt worden, aber sie werden immer noch belastet. Vor allem die Arbeiter werden auch belastet, weil sie natürlich die Weinblätter anfassen, die Reben anfassen. 

Meine Forschung hat vor allem gezeigt, dass es schon ausreicht, dass man quasi im Umkreis von ungefähr 500 Metern dieser Felder gearbeitet oder gewohnt hat. Also man muss nicht selber mit den Schadstoffen hantiert haben, man muss die nicht selber aufgetragen haben.

 

Oskar (16:29)

Die Forschung von Beate Ritz belegt also, dass Pestizide nicht nur die Landwirtinnen und Landwirte, sondern auch uns ganz normale Bürgerinnen und Bürger betreffen können. Dabei hat sie bei zehn chemisch-synthetischen Pestiziden aus der konventionellen Landwirtschaft einen Zusammenhang zur Parkinson-Krankheit feststellen können. Wir wollten konkret wissen, wie hoch dabei das Risiko ist, an Parkinson zu erkranken.

 

Beate Ritz (16:53)

Ja, wir haben also, das kommt immer auf die Menge an, der Exposition und auf die Dauer der Exposition. Also es ist sehr schwer, das zu überschlagen. Also wir haben unsere Expositionsanalyse auf einen 500 Meter Abstand vom Feld, auf dem gespritzt wird, veranlagt. Aber innerhalb von diesen 500 Metern ist man auf jeden Fall zwischen 50 und 100 Prozent einem höheren Risiko ausgesetzt.

Das heißt aber nicht, dass man bei einem Kilometer vollkommen unbelastet ist. Das ist nur, man muss dann vielleicht länger dort wohnen und das kommt dann auch auf die Windrichtung an. Also wenn Sie sagen, dass normalerweise zwei Prozent der Bevölkerung an Parkinson erkrankt nach dem 60. Lebensjahr, dann wären das zwischen drei und vier Prozent. Das klingt jetzt nicht so viel.

Aber im Grunde genommen, wenn man überlegt, dass das Hunderte von Tausenden von Menschen in Kalifornien betrifft, jedes Jahr, dann sind das schon große Zahlen. Es betrifft auch meistens nicht nur die Patienten, es betrifft eigentlich die ganze Familie. Denn mit Parkinson kommt sehr viel dazu, für die Familie sich zu kümmern und mit auszuhalten, was diese Erkrankung mit dem jeweiligen älteren Menschen macht.

 

Johanna (18:17)

Beate Ritz forscht nicht nur zu Parkinson, sondern sieht Pestizide vor allem für schwangere Frauen und Kleinkinder problematisch. Denn sie geht davon aus, dass sich Pestizide auf die Entwicklung des Gehirns auswirken können.

 

Beate Ritz (18:31)

Ja, also ich habe mich auch sehr mit der Nervensystementwicklung beschäftigt, also beim Fetus der Schwangeren, also dem sich entwickelnden Kind, aber auch Kindern zwischen eins und fünf, wo ja das Gehirn sehr, sehr stark sich entwickelt. Und da würde ich auch sagen, viele Pestizide sind nicht gut für ein kindliches Gehirn und auch schon nicht gut in sehr, sehr niedrigen Dosen. Weil manche dieser Pestizide auch eher eine hormonelle Wirkung haben können und Hormone sehr wichtig sind während der Schwangerschaft und auch in der Frühkindheit, wenn es auf Gehirnentwicklung ankommt. Also da können auch geringere Dosen wirklich großen Schaden anrichten. Ich speziell habe mich auf Autismus konzentriert. Man nennt das ja jetzt eine Spektrum-Erkrankung. Also auf das Autismus-Spektrum bezogen, dazu gehört dann auch Asperger. Und wir haben da eben zum Beispiel bestimmte Pestizide auch als Risikofaktoren eingeschätzt. Je nachdem, in welchem Stadium der Gehirnentwicklung man eben mehr oder weniger belastet ist.

 

Oskar (19:44)

Jetzt bleibt nur noch die Frage, wie man sich vor einer hohen Belastung mit Pestiziden schützen kann. Und hier kommt die ökologische Landwirtschaft ins Spiel. Beate Ritz empfiehlt vor allem Schwangeren, in der Nähe von gespritzten Feldern spazieren zu gehen und auf Bio-Lebensmittel zurückzugreifen.

 

Beate Ritz (20:02)

Ja, Gott sei Dank wohnen nicht ganz so viele Menschen, die schwanger sind, direkt in der Nähe von Feldern, die stark gespritzt werden. Aber wenn sie das tun, dann auf jeden Fall die Fenster zu machen und nicht spazieren gehen, während gespritzt wird. Und auch vorsichtig sein natürlich mit Gärten, die man hat. Wenn man selbst dort Obst zieht und das Obst oder Gemüse dann eben aus Versehen mit gespritzt wird, dann sollte man das nicht essen.

Als ich Student war und meine Kinder bekommen habe, habe ich das ökologische Obst und Gemüse wirklich nur für meine Kinder gekauft, weil ich gedacht habe, naja, mein Gehirn ist schon entwickelt, das ist nicht mehr ganz so schlimm. Je mehr Parkinson-Forschung ich gemacht habe und dann auch nicht mehr Student war, sondern Geld verdient habe, umso mehr achte ich auch darauf, dass ich ökologisch mich ernähre. Das Obst und Gemüse da achte ich sehr drauf, dass das ökologisch angebaut ist. Generell würde ich, wenn ich noch mal schwanger wäre, das Geld für ungespritztes Obst und Gemüse ausgeben. Also für diese neun Monate wirklich alles tun, um die Belastung zu verringern.

Das wurde auch schon gezeigt in Studien, wo Zweijährige zum Beispiel für zwei Monate ungespritztes Obst und Gemüse zur Verfügung gestellt bekommen haben und dann Urinproben vorher und nachher benutzt wurden. Das hat ein Kollege von mir an der Harvard-Universität gemacht. Der konnte zeigen, dass bestimmte Pestizidrückstände dann im Urin nicht mehr zu finden waren. Und das will man eigentlich, wenn man schwanger ist oder wenn man kleine Kinder hat.

 

Marike Kolossa-Gehring (21:47)

Also ich würde auf jeden Fall regional, saisonal, nach Möglichkeit biologisch empfehlen. Das sind einfach bessere Produkte. Und auch, wenn auch in Europa Pflanzenschutzmittel großflächig angewandt werden, auch im Weinbau, ist die Kontrolle immer noch besser als in einigen anderen Ländern. Und Weintrauben zu Weihnachten oder jetzt um diese Jahreszeit ist einfach eine ganz schlechte Idee. Und gerade bei Weintrauben, da haben wir viele Fälle gehabt, wo fünf Weintrauben schon für den Tag für die Überschreitung der täglichen akzeptablen Dosis gelten. Also insofern mindestens sehr, sehr gründlich abwaschen, möglichst so leicht warm.

 

Johanna (22:25)

Auch Marike Kolossa, die ihr gerade noch mal gehört habt, empfiehlt also regionale, saisonale und Bio-Lebensmittel. Denn diese sind weniger mit Schadstoffen belastet. Aber woran liegt das? Um das zu verstehen, müssen wir ein kleines bisschen ausholen.

 

Oskar (22:41)

Auch im Ökolandbau sind LandwirtInnen darauf angewiesen, ihr Feld vor Schädlingen zu schützen. Das Spritzen mit chemisch-synthetischen Pestiziden ist hier aber verboten. Bio-Bauern gehen andere Wege. Mischkulturen und Fruchtfolge sind ein gängiger Weg. Nach der Kartoffelernte werden dann zum Beispiel kleeartige Pflanzen gesät, um Schädlinge zu vertreiben, die nur scharf auf Kartoffeln sind.

 

Johanna (23:05)

Unerwünschte Pflanzen, die z.B. der Kartoffel den Platz wegnehmen, werden mechanisch entfernt, z.B. durch Hacken oder Striegeln. sogenanntes Unkraut zu vermeiden, wird der Acker gepflügt. Das allerdings ist nicht unproblematisch, denn durch den Pflug wird der Boden einmal komplett umgedreht und das ist natürlich ein Einfluss in das Bodengefüge. Trotzdem betonen ExpertInnen wie Laura Henningson vom NABU die positiven Aspekte des Biolandbaus.

Zum Beispiel, dass eben keine chemisch-synthetischen Pestizide eingesetzt werden und dass der Boden bei den meisten Bio-Betrieben eine gute Humus-Bilanz aufweist. Wenn ihr dazu mehr erfahren wollt, dann hört doch mal in unsere Podcast-Folge Bio und Umweltschutz rein. Das war die Folge Nummer 2 mit Laura Henningson vom NABU. Wir verlinken euch die Folge auch noch mal in den Show Notes.

 

Oskar (23:57)

Wir haben es am Anfang schon gesagt und jetzt kommen wir darauf zurück. Auch im Biolandbau kommt man aber nicht ganz ohne Pflanzenschutzmittel aus. Aber weil chemisch-synthetische Pestizide eben verboten sind, greifen BiolandwirtInnen deshalb auf Mittel zurück, die einen natürlichen Ursprung haben. Zum Beispiel eben Nützlinge, die unerwünschte Gäste wie Blattläuse oder andere Schädlinge auffressen sollen.

 

Johanna (24:22)

Es gibt aber auch im Biolandbau Mittel, die immer mal wieder in der Kritik stehen. Wie der Einsatz von Kupfer. Der wird zum Beispiel im Weinbau gegen Pilzbefall eingesetzt. Kupfer kann sich in den oberen Bodenschichten anreichern und schädlich für Mikroorganismen und Regenwürmer sein. Und wenn direkt neben dem Acker ein Gewässer ist, kann das natürlich auch schädlich für die Fische sein.

 

Oskar (24:44)

Was ist jetzt der Unterschied zu den chemisch-synthetischen Pestiziden? Kupfer ist ein natürliches Spurenelement und wirkt in der Regel nur dort, wo es ausgebracht wird. Direkt auf dem Feld. Es driftet nicht über die Luft in andere Bereiche ab. Und, wie auch Carsten Brühl sagt, es reichert sich nicht in behandelten Pflanzen oder Früchten an.

 

Carsten Brühl (25:04)

Was der große Unterschied ist, ist die Verteilung in der Umwelt. Kupfer verteilt sich einfach nicht. Das bleibt auf dem Acker. Wenn ich jetzt an unsere Untersuchungen in Bergen denke, die synthetisch-chemischen Pestizide, die verteilen sich eben. Wir finden die sogar in der Arktis, auf alle Fälle. Wir haben damit gerade angefangen und haben jetzt zum Beispiel auch so eine Landschaftsebenenmessung gemacht. Das war allerdings nicht bei uns in Deutschland, das war im Vinschgau in Südtirol, wo viel Apfelplantage ist und haben dort eben festgestellt, dass die Pestizide eben nicht nur unten im Tal sind, sondern sich auch bis auf die Berggipfel bis auf 2300 Meter verteilen.

Man muss schon davon ausgehen, wenn konventioneller Anbau erfolgt, verteilen sich Pestizide. Es gibt auf alle Fälle einen Ferntransport. Es gibt Ferntransporte in Bergketten. Das findet alles mit den biologischen Pestiziden nicht statt. Zumal da auch wirklich die Abbauprodukte unproblematischer sind.

 

Johanna (26:13)

Ja, wir versuchen jetzt nochmal diese vielen und sehr komplexen Informationen für euch zusammenzufassen zum Ende der Folge hin. Carsten Brühl hat ja gerade erklärt, dass die Verteilung und die Abbauprodukte von Pflanzenschutzmitteln im Ökolandbau in der Regel unproblematischer sind als bei konventionellem Anbau. Ganz wichtig ist auch das, was Sie vorhin schon kurz angedeutet haben. Die Mengenvorgaben für den Ökolandbau sind sehr streng. Außerdem beschränkt sich zum Beispiel bei Kupfer der Einsatz im Ökolandbau auf einen kleinen Teil der biologischen Anbaufläche von nur 5 Prozent.

 

Oskar (26:49)

Der Grund dafür ist, Bios versuchen vorzubeugen, mit Mischkulturen, mit Fruchtfolge oder durch Pflügen. Erst wenn die vorbeugenden Maßnahmen nicht mehr ausreichen, um die Kulturpflanzen, wie zum Beispiel unsere Kartoffel, vor Schädlingen zu schützen, dürfen Ökolandwirtinnen und Landwirte zugelassene Pflanzenschutzmittel verwenden. Dabei müssen sie aber auch genau dokumentieren, warum das Mittel notwendig war und wann und wo sie es verwendet haben.

 

Johanna (27:18)

Wichtig ist auch noch mal zu wissen, dass extrem giftige Mittel wie Glyphosat im Ökolandbau verboten sind. Die Bios verwenden, wie wir schon erklärt haben, keine chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel, sondern solche natürlichen Ursprungs. Nicht nur quantitativ, sondern eben auch qualitativ sind die Pflanzenschutzmittel, die im Ökolandbau zugelassen sind, in der Regel und im Gro weniger schädlich für die Umwelt.

 

Oskar (27:44)

Die zehn Pestizide, die von der Epidemiologin Beate Ritz mit der Parkinson-Krankheit in Verbindung gebracht wurden, sind chemisch-synthetische Pestizide und im Ökolandbau verboten. Klar ist aber, für eine gesunde Umwelt und die Artenvielfalt muss auch die Ökolandwirtschaft weiter daran arbeiten, den Einsatz von zum Beispiel Kupfer und anderen Pflanzenschutzmitteln weiter zu minimieren.

 

Johanna (28:08)

Insgesamt lässt sich sagen, dass beim Pflanzenschutz im Biolandbau, vielleicht noch mal ein paar harte Fakten und Zahlen hier einzubauen, nur ein Zehntel der Wirkstoffe angewendet werden, die in der konventionellen Landwirtschaft zugelassen sind. Und das macht sich eben auch in der Umwelt bemerkbar. Denn auf biologischen Feldern ist die Artenvielfalt tatsächlich größer. Laut Heinrich-Böll-Stiftung findet man dort ein fünfmal höheres Artenreichtum an Pflanzen und ein zwanzigmal höheres an Bestäubern. Heißt also an Bienen zum Beispiel. Wir wollen an dieser Stelle auch noch mal betonen, dass wir mit dieser Podcast Folge niemanden an den Pranger stellen wollen. Nicht die Bauern und auch nicht die KonsumentInnen. Denn viele LandwirtInnen stehen unter Druck, weil sie eben möglichst kostengünstig produzieren müssen, damit wir VerbraucherInnen die Ware abnehmen oder zum Beispiel auch, weil sie Ernteausfälle haben, die zum Beispiel auch durch die Klimakrise zunehmen und schlimmer werden.

Wenn euch interessiert, wie es Landwirtinnen und Landwirtinnen damit geht, dann hört doch mal in unsere allererste Podcast-Folge rein. Da erzählen zwei junge LandwirtInnen, wie es wirklich ist, eben in diesem Bereich zu arbeiten und damit jeden Tag zu dealen. Wir wollen eben darauf aufmerksam machen, welche Auswirkungen Pestizide auf unsere Umwelt haben und dass es extrem wichtig ist, dass es endlich politisch mehr Unterstützung gibt für Landwirtinnen und Landwirte, die ökologisch wirtschaften wollen oder es schon tun, indem bei den Subventionen, also den staatlichen Finanzspritzen, die Umweltleistungen stärker honoriert werden.

 

Oskar (29:39)

Jetzt sind wir schon am Ende von dieser sehr dichten Folge, dieser sehr informativen Folge, aber auch, wie ich finde, angekommen. Das war es aber noch nicht mit diesem Thema Pestizide. In zwei Wochen gibt es einen Teil zwei. Wir haben jetzt geklärt, was Pestizide mit dem Körper machen, wie sich das auf unsere Gesundheit auswirkt und wie sich das auf unsere Umwelt auswirkt. Wir fragen uns in zwei Wochen dann, wie können denn diese Pestizide überhaupt reduziert werden? Was, das hat Johanna gerade schon gesagt, was muss die Politik tun und was können wir Einzelne aber trotzdem auch tun?

Und in der Hinsicht haben wir ein fast schon Paradebeispiel für Engagement und Aktivismus im Gepäck. Der Filmemacher Alexander Schiebel erzählt von seinem Einsatz gegen Pestizide und warum er dafür über 1300 Strafanzeigen erhalten hat.

 

Johanna (30:29)

Vielen Dank fürs Zuhören und wenn ihr wollt, dann hören wir uns in zwei Wochen wieder, denn wie immer gibt's jetzt jeden zweiten Mittwoch eine neue Folge. Bis dahin, tschüss!

Über Dr. Casten Brühl

Dr. Carsten Brühl ist Professor für Ökotoxikologie an der Technischen Universität Kaiserslautern-Landau. Er hat Biologie in Würzburg und den USA studiert, später arbeitete er auf seinem heutigen Gebiet in der Schweiz und in England. Seit vielen Jahren forscht Brühl hinsichtlich der Wirkung von Pestiziden.

Über Dr. Beate Ritz

Dr. Beate Ritz ist Professorin für Umwelt-Epidemiologie an der University of California in Los Angeles. Sie studierte Medizin und Medizinische Soziologie in Hamburg. Nach dem Studium arbeitete Ritz zunächst in einer psychiatrischen Klinik in Hamburg und begann dann ihre Forschung an der Universität Kalifornien. Ihr Forschungsschwerpunkt ist die Auswirkung von Pestiziden und anderen Umweltgiften auf neurodegenerative Erkrankungen.

Über Dr. Marike Kolossa-Gehring

Dr. Marike Kolossa-Gehring ist Biologin und Toxikologin. Sie promovierte an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Kolossa-Gehring ist Leiterin des Fachgebiets „Toxikologie, gesundheitsbezogene Umweltbeobachtung“ im Umweltbundesamt. Hier befasst sie sich unter anderem mit der Durchführung und Auswertung bevölkerungsbezogener Belastungsstudien wie der bevölkerungsrepräsentativen deutschen Umweltstudie zur Gesundheit GerES. Seit 2016 ist sie Koordinatorin des European Joint Programms HBM4EU, an dem sich 107 Forschergruppen aus 26 Ländern beteiligen.

In Teil 2 der Pestizid-Folge von „Weltretter Bio?“ geht es darum, was wir ändern können und müssen. Was muss die Politik umsetzen? Und was kann jede:r Einzelne tun? Als Special Guest mit dabei: Alexander Schiebel – Er ist Filmemacher und Aktivist und hat sich gegen den Einsatz von Pestiziden engagiert. Dafür hat er über tausend Strafanzeigen erhalten. Warum sein Umweltengagement so gefährlich für ihn wurde, das hört ihr dann ab dem 28. August.

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