Podcast S2:F8

Bio to go: Nachhaltig kochen mit kleinem Budget

Ernährungswissenschaftlerin und Autorin Annette Sabersky verrät uns, wie man auch mit kleinem Geldbeutel gesund und lecker kochen kann.

Jetzt reinhören!

Die Blätter färben sich langsam bunt, die Tage werden kürzer - es ist Herbst. Die Zeit der Kürbissuppen und Eintöpfe. Um Essen dreht sich auch die aktuelle Folge unseres Schrot&Korn Podcasts "Weltretter Bio?". Johanna Juni hat Autorin Annette Sabersky zu Gast, die verrät, wie wir leckere Bio-Rezepte für wenig Geld auf den Tisch zaubern. 
In ihrem neuen Buch „Günstig gut einkaufen“ hat Annette viele Tipps zusammengetragen, wie nachhaltig und gesund einkaufen mit einem kleinen Budget möglich ist und man aus dem Einkauf besonders viel rausholen kann. Zum Beispiel kann aus Karottengrün und Lauchresten ein tolles Pesto oder eine leckere Brühe werden. Außerdem hat sie nützliche Tricks rund ums Kochen mitgebracht und verrät, welche Lebensmittel besonders günstig und ergiebig sind. 

Transkript zur Folge:

Johanna (00:11)

Herzlich willkommen zum Podcast "Weltretter Bio?". Heute begrüße ich euch wieder zu unserem Kurzfolgenformat Bio-to-go. Heute geht es um das Thema: Wie kann man auch mit kleinem Budget super lecker, nachhaltig und bio einkaufen und kochen? Und dazu habe ich mir eine tolle Interview Gästin eingeladen, nämlich Annette Sabersky. Sie arbeitet unter anderem als freie Autorin für unser Printmagazin Schrot und Korn. Da schreibt sie Artikel und sie hat auch ein Buch zu unserem Thema geschrieben, nämlich Wie kann man möglichst gut, günstig, lecker, bio, nachhaltig einkaufen und kochen? 

 

Oskar (01:00)

Unsere heutige Podcast Folge wird freundlich unterstützt von gleichklang.de. Bei Gleichklang lernen sich ökologisch, nachhaltig und gesundheitsbewusst denkende Menschen kennen. Für Liebesbeziehungen, Freundschaften, Projekte und Gemeinschaft. Ihr findet außerdem viele psychologische Informationen über Beziehungen. Auf gleichklang.de könnt ihr eure Beziehungssuche zum Erfolg bringen.

 

Johanna (01:19)

Hallo liebe Annette, ich freue mich sehr, dass du da bist. Stell dich doch einmal kurz vor.

 

Annette (01:30)

Ich bin Anette Sabersky, ich bin Ernährungswissenschaftlerin und arbeite seit über 30 Jahren als Journalistin und Autorin. Ich schreibe Bücher, Ratgeber vor allen Dingen und arbeite auch für verschiedene Magazine eben wie Schrot und Korn, Ökotest, Slow-Food-Magazin und andere.

 

Johanna (01:47)

Du hast dich dahingehend sehr lange mit auseinandergesetzt, wie man sich eben gesunde, nachhaltige Lebensmittel leisten kann. Wenn du jetzt zurückblickst auf diese Reise, die du da unternommen hast, die Reise der nachhaltigen Küche, was war denn für dich so der größte Gamechanger?

 

Annette (02:05)

Für mich war ganz überraschend, dass Bio gar nicht teurer sein muss als konventionelles Essen. Ich kaufe schon lange Bio, aber wenn man dann wirklich mal losgeht und auf die Preise achtet und vergleicht auch Bio mit Nicht-Bio, dann stellt man fest oder hat gerade in letzter Zeit festgestellt, wo die Preise so hochgegangen sind, dass Bio gar nicht teurer sein muss als das herkömmliche Essen. Ich sage immer sein muss, es hängt natürlich davon ab, was man kauft, klar. Ich habe dann aber auch nach Studien geguckt, die es zu dem Thema gibt. Es gibt ja so einige Preisvergleiche, wo eben konventionell und Bio eingekauft wird und auch da ist es so immer gewesen, dass Bio nicht teurer sein muss, wenn man an gewisse Dinge sich hält.

 

Johanna (02:43)

Was war da eine Erkenntnis für dich? Wo konntest du da gut sparen, um trotzdem super leckere Gerichte zu kreieren?

 

Annette (02:52)

Eine Sache ist immer ganz wichtig, dass man eben Basic-Lebensmittel verwendet, nenne ich das. Das sind also Gemüse, Obst, Kartoffeln, Nudeln, Reis. Wenn man die verwendet und daraus was kocht, gibt es jede Menge Rezepte, auch bei Schrot und Korn, dann kann man wirklich ganz, ganz viel Geld sparen. Wenn man das gleiche fertig kauft, also z.B. eine Fertig-Pizza oder ein Auflauf oder Lasagne, gibt es ja alles fertig, dann wird es wahnsinnig teuer, gerade auch wenn man für eine Familie kocht. Das ist ein ganz, ganz wichtiger Punkt.

 

Johanna (03:19)

Es gibt ja so die gängigen Tipps wie zum Beispiel Mealpreppen, also dass man sozusagen, du hast das mal an einem Beispiel von einer Kartoffelsuppe in einer Sendung neulich erklärt, dass man eben großen Topf Kartoffelsuppe kocht und dann, wenn man jetzt zum Beispiel allein ist und das nicht alleine wegbekommt, dass man das dann einfriert oder in den Kühlschrank packt und dann die nächsten Tage auch isst. Oder so ein guter Tipp ist, auch eine Einkaufsliste zu schreiben, dass man sich eben vorher genau aufschreibt, was man braucht oder nach Saison einkaufen geht.

Was sind denn jetzt abgesehen von diesen, ich sag mal eher Tipps, vielleicht einige Hörerinnen und Hörer schon kennen, die schon sich auch mit dem Thema auseinandergesetzt haben, was sind denn abgesehen davon so drei Tipps, wo du sagen würdest, die beherzigst du jetzt oder die helfen dir total in deinem Alltag?

 

Annette (04:03)

Also ganz wichtig ist pflanzenbasiert essen, plant-based heißt das ja heutzutage. Das heißt, dass man vor allem pflanzliche Lebensmittel verwendet, weil die tendenziell günstiger sind als die vom Tier. Das ist auch nicht überraschend, weil wenn ich zum Beispiel das Weizenkorn ernte und daraus Brot backe, kann ich das ja quasi direkt machen. Wenn ich Milch oder Käse erzeuge, geht das ja immer über den Umweg des Tieres und dann wird es teuer, weil für alle Prozesse ja auch Energie verwendet wird und Energie ist ja ebenso wahnsinnig teuer geworden. Wenn ich jetzt also diese Basics verwende, dann plant-based esse, man sagt inzwischen ja sogar 80 Prozent dessen was auf den Teller kommt täglich sollte pflanzlich sein, dann kann man schon ganz viel Geld sparen. Ein weiteres Beispiel ist für mich auch, was ich ganz spannend finde, Lebensmittel zu retten. Über verschiedene Apps geht das ja. Oder auch im Supermarkt zu gucken nach reduzierten Produkten. In der Kühlung steht ja manchmal Joghurt oder Käse oder auch Gemüse, was günstiger angeboten wird. Das fand ich oder finde ich ganz wichtig und auch spannend zu nutzen, weil man dadurch zum einen Lebensmittelwaste vermeiden kann und zum anderen auch ganz günstig einkaufen kann. Der dritte Tipp ist, das ergibt sich eigentlich auch aus dem, was ich anfangs gesagt habe, dass man selber kocht und keine Fertigprodukte verwendet, weil die immer sehr teuer sind. Also selber kochen mit Pflanzen, also pflanzenbasiert selber kochen, nach Möglichkeit aus geretteten Lebensmitteln, da kommt man wirklich sehr gut über die Runden.

 

Johanna (05:32)

Welche Erfahrungen hast du denn mit geretteten Lebensmitteln? Du hast das jetzt schon angesprochen. Es gibt ja zum Beispiel so etwas wie die App Too Good To Go. Welche Erfahrungen hast du denn damit gemacht? wie bist du da rangegangen für Leute, die vielleicht das noch nie ausprobiert haben? Wie funktioniert das? Welche Erfahrungen hast du damit gemacht?

 

Annette (05:51)

Also ich war da auch ein totaler Newcomer. Ich habe gedacht, als ich so recherchierte, wie kann ich noch sparen, bin ich auf diese Apps gekommen, Too Good To Go. Es gibt ja auch noch andere. ja, das funktioniert so. Man muss sich die App runterladen. Das ist so der einzige Wehrmutstropfen, weil man ja auch Angaben macht, wie man heißt, wie alt man ist und diese Dinge. Das muss man halt überlegen, ob man das möchte. Aber ansonsten ist es ja für einen guten Zweck. wenn ich die App runtergeladen habe, bekomme ich in der Umgebung Läden oder auch Restaurants genannt, wo ich Lebensmittel retten kann. Das sind Beispiel Bäckereien oder Bioläden. Es kann auch ein ganz normaler Supermarkt sein, der da Gemüse und Obst anbietet, ein Restaurant, eine Tankstelle, alles gibt's da. Und dann muss man rechtzeitig sozusagen das reservieren, also in der Tüte ist das in der Regel. Meistens ist es am Abend vorher. Dann zahlt man das eben online und kann es am nächsten Tag abholen. Und das ist wirklich eine ganz klasse Sache, weil man dann zum Beispiel eine Tüte Brot bekommt im Wert von 12 Euro, aber nur 4 Euro bezahlt.

 

Johanna (06:53)

Das klingt sehr gut. Ich habe gelesen in deinem Buch, dass man auch sehr schön jetzt in dieser Jahreszeit natürlich Sommer und Herbst einfrieren und einkochen kann. Was würdest du denn sagen, was wäre so ein Tipp, was man jetzt gut einfrieren oder einkochen kann, um eben etwas für den Winter dann vorzusorgen?

 

Annette (07:12)

Ja, jetzt gibt es ja Äpfel und Birnen überall eigentlich. Man kann die auch teilweise wirklich aufsammeln. Es gibt ja so eine tolle App, heißt Mundraub. Da kann man dann gucken, wo in der Nähe eben Obst und Gemüse von den Bäumen fallen oder gepflückt werden können. Also kostenlos, das ist von der Stadt dann oft freigegeben. Das habe ich auch gerade gemacht. Da habe ich dann zum Beispiel... 

 

Johanna (07:34)

Das wusste ich gar nicht, das klingt super.

 

Annette (07:39)

Ja, da habe ich Äpfel zum Beispiel gepflückt und da habe ich jetzt Apfelsaft draus gemacht und Apfelmus. Das kann man ganz toll machen, zum Thema Einmachen, Einkochen. Tomaten, wenn es noch gibt, kann man tolle Tomatensoßen selber machen, Ketchup selber herstellen und fermentieren natürlich. Ich bin auch ein Fermentierfreak. Da kann man auch neben dem Weißkohl, was man ja kennt, dem Sauerkraut, zum Beispiel auch ganz toll Karotten fermentieren oder rote Beete oder auch so kleine Cocktailtomaten, Basilikum. Das schmeckt wirklich ganz, ganz toll und ist auch für den Winter natürlich ein Vorrat.

Jetzt sind hier auch Maronen zum Beispiel, also die Esskastanien, fallen hier überall runter. Die kann man aufsammeln und entweder gleich essen. 

 

Johanna (08:16)

Wie macht man die haltbar?

 

Annette (08:18)

Die kann man entweder liegen lassen. Das ist eigentlich auch eine Haltbarkeit, gute Methode, wie auch beim Kürbis zum Beispiel. Man lässt es einfach liegen, also lagert es. Da muss man erstmal gar nichts machen. Oder man kann sie im Backofen rösten. Also man ritzt die ein über Kreuz und würde sie im Backofen dann 20 Minuten backen quasi und kann sie dann direkt essen oder auch später verwenden für eine Suppe oder Marronenpüree oder ähnliches.

 

Johanna (08:42)

Du hast auch im Vorfeld erzählt, dass du häufiger auf Luxus-Lebensmittel, sag ich jetzt mal, wie so was wie Karpan oder Oliven verzichtest und stattdessen leckere Alternativen gefunden hast oder auch auf sogenanntes Superfood. Was würdest du denn sagen? Ich zum Beispiel, ich liebe ja Oliven, es ist ja auch gerade wieder so eine Debatte, Olivenöl wird super teuer. Hast du da Empfehlungen für Alternativen, die trotzdem lecker sind?

 

Annette (09:09)

Ich finde eingelegte Tomaten toll, die sind auch teuer. Die kann man aber auch selber machen, wenn man jetzt davon spricht. Tomaten im Backofen trocknen und in Öl legen, das ist auch eine schöne Sache. Und was ich so zum Knabbern immer toll finde, sind einfach geröstete Sonnenblumenkerne und Sesam so zusammen in der Pfanne ohne Fett geröstet. Das kann man wirklich so wegknabbern, kann man über einen Salat machen und dann wirklich aus einem einfachen Salat wirklich ein ganz köstliches oder noch zusätzlich köstliches Gericht machen. Das ist dann so ein Topping, das finde ich auch ganz toll.

 

Johanna (09:39)

Also auch statt Nüssen zum Knabbern, sowas wie Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne. Hast du eine Alternative für Olivenöl gefunden, wo man trotzdem eine leckere Salatsauce machen kann, oder sagst du, das ist so ein Basic, das braucht man?

 

Annette (09:52)

Ja, ich habe immer zwei Öle, das ist so der Tipp. Also ein Olivenöl, was dann eben wahrscheinlich etwas teurer ist und ein Rapsöl, also ein nicht raffiniertes Rapsöl, was eben noch so eine schöne Farbe hat. Das kann man dann sehr schön auch zum Kochen verwenden, das ist ja auch hoch erhitzbar und das ist nicht so teuer in der Regel. Also der Trick ist eigentlich, mit zwei Ölen zu arbeiten und das für die kalte Küche ist dann das Olivenöl, also für Salate oder wenn man Gemüse damit abschmeckt. Und zum Garen oder Kochen ist dann das Rapsöl richtig.

 

Johanna (10:26)

Ich würde nochmal das Thema Low-Waste ansprechen. Hast du da vielleicht so ein, zwei Tipps von Lebensmitteln, bei denen man jetzt auf den ersten Blick nicht draufkommt, dass man die komplett verbrauchen kann, wo du sagst, ja probiert es doch mal aus, ist trotzdem super lecker.

 

Annette (10:39)

Ja, da fällt mir Porree ein oder Lauch. Mich hat es immer schon gestört, dass meine Mutter früher immer so ein Drittel abgeschnitten hat und das flog dann in Kompost oder in Müll. Also man kann wirklich den ganzen ... 

 

Johanna (10:49)

Habe ich früher auch gemacht.

 

Annette (10:51)

Ich auch, klar. Man kann also wirklich alles verwenden, indem man zum Beispiel wirklich das obere Drittel abschneidet, das ja relativ fest ist und dann auch unten dieses puschelige Ende abschneidet und dann zum Beispiel für eine Brühe verwendet. Man kann also das dann in eine Gemüsebrühe machen, zum Beispiel auch zusammen mit Karotten und Kartoffelschalen, die dann vielleicht auch anfallen beim Kochen. Setzt man einfach einen Topf auf, tut das da alles rein und lässt das dann kochen, auch vielleicht eine dreiviertel Stunde, dann hat man wirklich eine kräftige Brühe. Noch ein bisschen Salz dazu und das kann man dann entweder in den Kühlschrank stellen und dann in der Woche verwenden oder auch einfrieren. Oder auch so ein Eiswürfel bereiter, so kleine Würfel machen, dann hat man eben eine kräftige Brühe, die man verwenden kann bei Bedarf. Das finde ich zum Beispiel eine ganz tolle Sache.

Was ich auch immer cool finde, ist eigentlich so das Grün zu verwenden noch von zum Beispiel Karotten oder Fenchel. Das muss man nicht wegtun. Also gut, wenn man jetzt Tiere hat, Kaninchen, okay, aber wenn nicht, dann kann man das zum Beispiel das Fenchelgrün auch klein schneiden und für ein Pesto verwenden. Also statt Basilikum zum Beispiel. Es ist Geschmackssache. Es schmeckt ja so ein bisschen nach Lackritzig, bisschen nach Anis. Das muss man natürlich mögen. Also ich würde es einfach mal ausprobieren.

Das Gleiche auch mit Karottengrün, da kann man auch einen Teil Pesto verwenden. wenn man das nicht mag, ist ja wirklich ein spezieller Geschmack, kann man auch das Karotten- oder Fenchelgrün zumindest für den Salat verwenden, also zum Untermischen als Gewürz. Dann sind das ja nicht so große Mengen im Vergleich zu den Salatblättern, ich habe oder zu dem Salat, den ich habe. Dann kann man das zum Würzen verwenden.

 

Johanna (12:24)

Würdest du uns denn zum Abschluss ein Rezept verraten, vielleicht dein Lieblingsrezept für ein leckeres Gericht, was du gerade total gerne kochst? Das packen wir auch dann total gerne für euch nochmal in die Show Notes natürlich. Müsst ihr jetzt nicht mitschreiben.

 

Annette (12:39)

Ich bin so Fan von Kürbissuppe und freue mich schon die ganze Zeit, dass es jetzt bald wieder losgeht. Man muss ein bisschen gucken. Am Anfang kommt der Kürbis dann noch aus Südafrika. Das ist natürlich dann zu weit, aber irgendwann kommt er ja auch von hier. dann einen Bio-Kürbis, einen Hokkaido kaufen. Das ist dann immer so etwa ein Kilo. Und dann die Hälfte, also 500 Gramm von diesem Kürbis von Gewicht an Kartoffeln dazutun. Die Kartoffeln schälen und den Kürbis einfach nur zerkleinern, die Kerne rausnehmen und das Ganze dann in Brühe kochen. ich würde sagen eineinhalb Liter Flüssigkeit braucht man da und kann dann Gemüsebrühe zutun oder einfach Salz. Das kochen 20 Minuten und dann pürieren. Und dann hat man eine wirklich leckere Suppe. Das ist ganz schnell, das ist günstig und ja es schmeckt eigentlich allen. Gibt kein Gemecker. Am Familien-Tisch.

 

Johanna (13:30)

Gibt es noch was, was du im Herbst gerne kochst?

 

Annette (13:32)

Ich mag total gerne Pfannkuchen aller Art und jetzt kann man natürlich, wenn man Äpfel hat oder auch günstig kriegt, Apfelpfannkuchen machen. Das ist auch total lecker und man muss den Pfannkuchen auch nicht so klassisch machen, dass man dann so gemästet wird sozusagen. Also nicht mit Eiern und  Milch und so weiter. Man kann einfach Mehl nehmen und mit Pflanzendrink und Leinsamen anrühren. Der Leinsamen sorgt dann dafür, dass es so eine Bindung gibt, also am besten geschroteter Leinsamen. Da hat man relativ schnell einen Teig, also einen Pfannkuchen-Teig, den man kurz stehen lässt zum Quellen. Und dann kann man daraus in der Pfanne mit ein bisschen Rapsöl Pfannkuchen machen. Und in diese Masse gibt man dann Apfelspalten oder Apfelstückchen und macht sich einen leckeren Pfannkuchen und das Ganze dann mit Zimtzucker. Also das ist wirklich ganz toll.

 

Johanna (14:19)

Ja, finde ich spannend, weil ich habe Pfannkuchen bisher auch immer mit Pflanzendrink tatsächlich, also mit Haferdrink und Mehl, mit Vollkornmehl und dann aber noch mit Eiern gemacht. Ich werde das auf jeden Fall mal ausprobieren mit den Leinsamen. Vielen, vielen Dank, liebe Annette. Das packen wir auf jeden Fall für euch auch in die Show Notes, das Rezept. Und wer jetzt Lust hat, sich noch mehr mit dem Thema zu beschäftigen, Annette hat ein Buch geschrieben. Magst du noch mal sagen, wie es heißt?

 

Annette (14:44)

Das Buch heißt: Günstig gut einkaufen und saisonal, regional gesund. Ich habe den Titel nicht ganz genau auf dem Kopf, aber jedenfalls geht es eben darum, wie man mit auch knappem Budget gesund, nachhaltig, bio essen kann.

 

Johanna (15:00)

Ja, vielen lieben Dank, liebe Annette, für das tolle Interview und vielen Dank euch fürs Zuhören. Wir haben noch eine kleine Überraschung für euch, und zwar verlosen wir einmal das Buch von Annette. Und alles, was ihr dafür tun müsst, ist auf Instagram zu gehen, auf den Post zu dieser Folge und da erklären wir euch, wie ihr dieses Buch gewinnen könnt, wie ihr an der Verlosung teilnehmen könnt. Ich drücke auf jeden Fall die Daumen und auch wenn ihr das Buch jetzt nicht gewinnen solltet, würde ich mich total freuen, wenn ihr vielleicht das ein oder andere Rezept ausprobiert oder den ein oder anderen Tipp ausprobiert. Ich finde gerade jetzt im Herbst ist ja so die Zeit. Die Sonne geht früher unter, es wird dunkel, man muggelt sich ein, wo man dann auch gerne mal so ein bisschen in der Küche rumprobieren kann. Also ich zumindest mache das dann ganz gerne. Und ja, schreibt mir doch gerne mal, ob ihr da was ausprobiert habt. Entweder per E-Mail an podcast@bioverlag.de oder per Instagram. Und ansonsten freuen wir uns natürlich, wenn ihr die Folge teilt und wenn ihr in zwei Wochen wieder rein hört. Der Mittwoch ist und bleibt Weltretter-Bio-Tag und ja, bis dahin eine gute Zeit.

Über Annette Sabersky

Annette ist Ernährungswissenschaftlerin, Autorin und Fachjournalistin. Sie schreibt regelmäßig für Schrot&Korn und Biohandel sowie Öko-Test. Vor ihrem neuen Buch „Günstig gut einkaufen" hat sie bereits eine Reihe von Sachbüchern veröffentlicht. 2021 erhielt sie den Journalistenpreis der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Annette ist Mutter von zwei Kindern und lebt in der Nähe von Hamburg.

Alle Schrot&Korn-Texte von Annette Sabersky
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