Aktionstag zum Thema Lebensmittelverschwendung an der Uni Hamburg - Schrot und Korn

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Aktionstag zum Thema Lebensmittelverschwendung an der Uni Hamburg

Am 25. November macht der Ökomarkt e.V. im Rahmen des Projektes "Bio transparent" gemeinsam mit dem AStA der Uni Hamburg, der Greenpeace Gruppe Hamburg und foodsharing.de auf die Themen Lebensmittelverschwendung und Abfallvermeidung aufmerksam.

Los geht es um 11 Uhr mit den Aktionsständen vom Ökomarkt Verein, foodsharing.de, Eine-Welt-Netzwerk Hamburg e.V. sowie Hamburg mal fair vor dem Info-Café des Uni-AStAs. Begleitet werden die Stände von einem Büffet aus geretteten Lebensmitteln. Im Anschluss zeigt ein Vortrag von Greenpeace mit Filmvorführung die wichtigsten Aspekte zum Thema auf. Eine spannende Podiumsdiskussion mit VertreterInnen der gesamten Wertschöpfungskette sowie ein experimenteller Kochworkshop runden den Aktionstag ab. 

Jedes 8. Lebensmittel, das wir kaufen, werfen wir weg, das sind durchschnittlich 82 kg pro Kopf und Jahr im Wert von rund 235 Euro! Muss das wirklich sein? Geschätzt könnten wohl zwei Drittel, also ungefähr 53 kg vermieden werden. Aber wie? Wo liegen die Hauptursachen für diese enorme Verschwendung von kostbaren Ressourcen und wo kann jeder Einzelne eingreifen und dazu beitragen, mehr Lebensmittel vor der Tonne zu retten? Der Ökomarkt e.V., Greenpeace Hamburg, foodsharing BotschafterInnen und der Uni AStA widmen dieser bedeutenden Thematik einen ganzen Tag, um Problematiken aufzudecken, Denkanstöße zu geben und wieder mehr Bewusstsein für den Wert von Lebensmittel zu schaffen.

Dazu informieren der Ökomarkt Verein, foodsharing.de, das Eine-Welt-Netzwerk Hamburg e.V. sowie Hamburg mal fair von 11.00 bis 13.30 Uhr mit ihren Ständen vor dem Info-Café des Uni AStAs zu den Themen Lebensmittelwertschätzung und
vermeidbare Lebensmittelabfälle. Die Studierenden haben dort die Gelegenheit, die ideale Aufbewahrung verschiedener Lebensmittel zu erlernen, die Auswirkungen der Verschwendung auf Umwelt und Mensch zu erfahren sowie praktische
Handlungshinweise zur Vermeidung von Abfällen zu erhalten. Dabei dürfen sich die BesucherInnen auf ein spannendes Lebensmittel-Quiz freuen, bei dem das eigene Wissen zum Thema Lagerung, Herkunft und Ressourceneinsatz getestet werden kann. Mit den Broschüren und Aufklebern der Kampagne „Zu gut für die Tonne“ können die Informationen zum Weitergeben auch mit nach Hause genommen werden. Das Projekt „Bio transparent“ wird gefördert durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages im Rahmen des Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) sowie von der Norddeutschen Stiftung für Umwelt und Entwicklung (NUE) aus Erträgen der Lotterie BINGO! Die Umweltlotterie.

Zeitgleich wird im Uni AStA Info-Café zum Buffet eingeladen. Alle Studierenden können sich hier an einer Vielfalt frisch geretteter Lebensmittel bedienen und sich selber davon zu überzeugen, dass ein um wenige Tage überschrittenes Haltbarkeitsdatum noch lange kein Grund für das Entsorgen von noch absolut genießbaren Produkten ist. Um 14 Uhr folgt dann ein spannender Beitrag von Greenpeace. Ein kurzer Vortrag und eine 60-minütige Zusammenfassung des Films „Taste the Waste“, ein deutscher Dokumentarfilm aus dem Jahr 2011 von Valentin Thurn über den Umgang der Industriegesellschaften mit Nahrungsmitteln und die globale Lebensmittelverschwendung, wird präsentiert. Der Film schildert eindrucksvoll, wie modernes Konsumverhalten den eigentlichen Wert unserer Ressourcen untergräbt. Er zeigt aber auch, dass ein weltweites Umdenken stattfindet und dass es Menschen gibt, die mit Ideenreichtum und Engagement diesem Irrsinn entgegen treten. Im Anschluss wird zur Diskussion der Standpunkte von Industrie und Verbrauchern eingeladen.

Zu einer Podiumsdiskussion um 16 Uhr werden unter Moderation von Miriam Block (Uni AStA) die Gäste Wolfgang Stränz (stellvertretend für die Solidarische Landwirtschaft), Julia Siewert (Erdkorn), Thomas Effenberger (Effenberger Vollkornbäckerei), Arne Knöchel (Greenpeace Hamburg), eine Vertreterin von foodsharing.de sowie eine Studentin auf dem Podium sitzen und die Frage: „Lebensmittelverschwendung Warum? Ursachen und Widersprüche“ kritisch von unterschiedlichen Standpunkten beleuchten.

Anja Bischoff, die Gründerin von foodshariment und foodsharing-Botschafterin bietet um 17.45 Uhr die Möglichkeit, sich selber am Kochen mit geretteten Lebensmitteln zu versuchen. Durch die unvorhersehbaren Rettungsaktionen ergeben sich immer neue Herausforderungen, Lebensmittel zu verarbeiten. Anja Bischoff hilft, sich in einem ergebnisoffenen, spielerischen Prozess mit theoretischen und praktischen Fragen, wie und was wir essen wollen, auseinander zu setzen und
leckere Speisen zu kreieren.

Programm:

11.00 Uhr: „Informatives Buffet mit geretteten Lebensmitteln!“
Infostände des Ökomarktvereins und foodsharing.de
Buffet mit geretteten Lebensmitteln
Uni AStA-Trakt

14.00 Uhr „Lebensmittelverschwendung stoppen!“
Workshop mit Filmvorführung und Debatte von Greenpeace
WiWi-Bunker, Raum 2163/2168 

16.00 Uhr: „Lebensmittelverschwendung Warum? Ursachen und
Widersprüche.“
Podiumsdiskussion
WiWi-Bunker, Raum 2163/2168

17.45 Uhr: „foodshariment“
Experimenteller Koch-Workshop mit geretteten Lebensmitteln
Uni AStA-Trakt

Nähere Informationen zu den Veranstaltungen finden Sie unter www.bio-hamburg.de in der Rubrik „Bio für junge Erwachsene“.

Foto: © Charles Smith / Flickr

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Rubrik: News

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