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Ecover: Vorerst doch kein Waschmittel mit Algenöl

Der belgische Hersteller Ecover will das weltweit erste Waschmittel mit Tensiden auf der Basis von Algenöl statt Palmöl auf den Markt bringen. Allerdings hat das Unternehmen seine Pläne nach ersten Versuchen vorerst verschoben.
11.06.2014
Der belgische Hersteller Ecover will das weltweit erste Waschmittel mit Tensiden auf der Basis von Algenöl statt Palmöl auf den Markt bringen. Allerdings hat das Unternehmen seine Pläne nach ersten Versuchen vorerst verschoben.

Der belgische Hersteller Ecover will das weltweit erste Waschmittel mit Tensiden auf der Basis von Algenöl statt Palmöl auf den Markt bringen. Allerdings hat das Unternehmen seine Pläne nach ersten Versuchen vorerst verschoben. Umweltorganisationen in den USA hatten massiv protestiert, weil die eingesetzten Algen künstlich erzeugtes Erbgut enthalten. Nun will Ecover das Thema erst breit diskutieren und dann neu entscheiden. Den Einsatz des Algenöls begründete das Unternehmen damit, dass es einen viel kleineren ökologischen Fußabdruck habe als Inhaltsstoffe auf der Basis von Erdöl oder Palmöl.

(Monique Klebsattel, Vertriebsleiterin für Deutschland bei Ecover, schrieb auf Anfrage der Zeitschrift BioHandel, man sei mit dem Testprojekt Algenöl in einer frühen Phase. „Es wurde in einem Produkt getestet, welches einmalig in einer Charge von 6000 Stück hergestellt wurde – hier ist auch der Inhaltsstoff Algenöl eindeutig gekennzeichnet.“ Weitere Tests mit Algenöl seien auf Eis gelegt, „bis wir alles ausführlich diskutiert haben. Hierfür werden wir eine offene Diskussion mit einem breiten Spektrum an NGOs und Wissenschaftlern eröffnen. Wir erwarten, dass dieser Prozess etwa sechs Monate dauern wird. Erst nach diesen ausführlichen Diskussionen werden wir eine klare Aussage bezüglich unserer Zukunftspläne für den Einsatz von bestimmten Formen von Biotechnologie treffen.

Ecover begründete sein Vorgehen damit, „dass Algenöl über den gesamten Lebenszyklus hinweg einen viel geringeren ökologischen Fußabdruck (weniger Flächennutzung bei der Produktion, weniger Ausstoß von Treibhausgasen und weniger Wasserverbrauch) im Vergleich zu erdöl- und palmölbasierten Inhaltsstoffen hat“. Begriffe wie „synthetische Biologie“ und „extreme Gentechnik“ seien „eine sehr irreführende Art und Weise etwas zu beschreiben, das ein potentiell nützlicher Inhaltsstoff sein könnte“. Die synthetische Biologie biete „bewiesene und wesentliche Umweltvorteile für unseren Planeten.“)

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