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DDT noch immer eine Gefahr

40 Jahre nach dem Verbot ist das Pflanzenschutzmittel DDT immer noch eine Gefahr für die Umwelt. Das sagen französische Forscher. Denn das jahrzehntelang meistverkaufte Gift findet sich im Boden und kann in das Wasser von Seen gelangen.
01.02.2015

40 Jahre nach dem Verbot ist das Pflanzenschutzmittel DDT immer noch eine Gefahr für die Umwelt. Das sagen französische Forscher. Denn das jahrzehntelang meistverkaufte Gift findet sich im Boden und kann in das Wasser von Seen gelangen.

Den Wanderfalken brachte das Pestizid an den Rand der Ausrottung, weil seine Ei-Schalen immer dünner wurden. Aber auch andere Vögel und sogar Robben litten sehr unter dem Einsatz des Mittels in der Landwirtschaft, das sich im Fettgewebe anreichert. 1972 verboten, wiesen Wissenschaftler der Université de Savoie jetzt in einem Seeboden im Südosten Frankreichs Mittel für Schädlingsbekämpfung aus dem gesamten 20. Jahrhundert nach. Darunter auch DDT.

Die Ablagerungen, die etwa durch die Erosion von Weinbergen bis heute in das Gewässer gelangen, seien auch weiterhin als eine Schadstoffquelle zu betrachten. DDT ist im Boden stark an organische Bestandteile oder Tonmineralien gebunden, kann aber ausgewaschen werden. Offenbar führte etwa der spätere Einsatz des Herbizids Glyphosat dazu, das die DDT-Partikel aus dem Gestein gelöst wurden. Die Warnung der Forscher ist von daher eindeutig: Man müsse bei der Einführung neuer landwirtschaftlicher Methoden solche Prozesse der Mobilität von Pestiziden berücksichtigen. // sb

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