Editorial - Schrot und Korn

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Wie kann beides gehen?

Stephanie Silber

Verantwortliche Redakteurin Schrot & Korn

Lebe Leserin, lieber Leser,

ja, es ist sehr wahrscheinlich, dass ich mir nicht annähernd vorstellen kann, wie komplex und schwierig Politik ist – aber da muss doch was zu machen sein. Ich will auf Folgendes hinaus: An einem Samstag im Januar setzten wir bei der zehnten Demo „Wir haben es satt!“ während der Grünen Woche mit Tausenden Anderen ein Zeichen gegen Nitrat im Wasser, gegen Arten­sterben und für mehr Tierwohl. Nur einen Tag vorher demonstrierten ebenfalls Tausende von Bauern gegen mehr Umweltauflagen der Bundesregierung. Und das sicherlich nicht, weil sie denken, dass Artensterben eine gute Sache sei und verseuchtes Wasser vielleicht doch nicht ganz so schlimm.

Viele Bauern haben Existenzangst. Sie haben Schulden für Höfe aufgenommen, die zu einer Landwirtschaftspolitik passen, die auf Export und billige Lebensmittel setzt. Warum – und für Antworten bin ich wirklich dankbar – soll Landwirtschaft nicht möglich sein, die umweltfreundlich ist und Existenzen sichert? Warum wirkt es wie Entweder-oder? Bei vielen Bio-Bauern klappt es doch.

Naja klar, man muss größere Räder drehen. Womit ich anfangen würde? Mit einer anderen Verteilung der Gelder von der EU: Bauern, die unsere Umwelt schützen, bekommen mehr Subventionen als andere. Wann sind eigentlich die nächsten Wahlen zum EU-Parlament? Vielleicht sollte ich den Job wechseln und daran mitarbeiten, dass nicht nur Entweder-oder geht – zehn Jahre demonstrieren scheint nicht zu reichen.

Ihre

Stephanie Silber

Die besten!

Tattatattaaaa... sie stehen fest: Die Gewinner unserer Leserwahl der besten Bio-Läden Deutschlands. Wir stellen sie Ihnen hier vor.  Eine Liste aller prämierten Bio-Läden finden Sie dann in unserer April-Ausgabe.