Editorial - Schrot und Korn

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Die Lobby der Natur

Stephanie Silber

Verantwortliche Redakteurin Schrot & Korn

Lebe Leserin, lieber Leser,

mich verwundert in letzter Zeit immer wieder ein Argument von Bauern, die gegen das Agrarpaket der Bundesregierung demonstrieren: Sie seien ja nicht angehört worden. Kann doch nicht sein, denke ich dann, ihr habt diesen mächtigen Bauernverband, der mit seinen 18 Landesverbänden bis direkt in jedes Dorf organisiert ist. Den ihr durch diese basisdemokratisch mitbestimmen dürft. Und der in Berlin im sogenannten Haus der Land- und Ernährungswirtschaft – übrigens gemeinsam mit der Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie – am Puls des Regierungsgeschehens sitzt.

Wo hat die Lobby der Natur ihr Hauptquartier? Und wer ist das überhaupt? Es sind kleine Nicht-Regierungsorganisationen, die versuchen, der Natur eine Stimme zu geben. Einer von ihnen, Campact, wurde im Oktober die Gemeinnützigkeit abgesprochen. Campact aktiviert die Zivilgesellschaft, die Stimme für Umwelt- und Klimaschutz zu erheben – egal ob Ackergifte oder Kohleausstieg.

Die Diskussion, ob unsere Natur ein schützenswertes Gemeingut ist, müssen wir als Gesellschaft dringend führen. Ich finde, der Schutz  dieses Allgemeinguts sollte viel stärker berücksichtigt werden – egal ob es um Regelungen für die Automobilindustrie, Verpackungsgesetze oder die Menge an Dünger auf den Feldern geht. Diesen Auftrag wollen wir der Politik mit lauter Stimme geben. Zum Beispiel am 18. Januar in Berlin, ich bin dabei (s. S. 12). Sie auch?

Ihre

Stephanie Silber

Die Besten

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