Editorial - Schrot und Korn

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Stephanie Silber

Verantwortliche Redakteurin Schrot & Korn

Liebe Leserin, lieber Leser,

 

„von nüscht kommt nüscht“ sage ich ganz gern mal – sehr zur Freude meiner Kolleginnen und Kinder. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner mag diese Redewendung wohl auch ganz gern. Jedenfalls ging ihr Werbe-Video für das Lebensmittelunternehmen Nestlé Anfang Juni fast genau auf den Tag online, als das Umweltministerium seine neue Umweltbewusstseinsstudie (s. S. 6) veröffentlichte. Darin stimmten 86 Prozent der Befragten der Aussage zu, dass sich Landwirtschaftspolitik vor allem an den Interessen der Industrie orientiere.

In der Studie gaben auch Zweidrittel der Teilnehmer an, dass ihnen geringe Umwelt- und Klimabelastungen am wichtigsten für die Landwirtschaft der Zukunft seien. Hm, da wären doch Bio-Lebensmittel eine gute Wahl. Der Anteil dieser liegt in Deutschland allerdings bei nur gut fünf Prozent. Da ist noch viel Luft drin. Der Anteil von Bio-Fleisch liegt sogar nur bei gut einem Prozent. Und (Massen)-Tierhaltung ist der Klimasünder Nummer eins in der Landwirtschaft.

Ich weiß, ich rede mit den Falschen, Sie wissen das und haben Ihren Fleischkonsum eh schon reduziert. Gemeinsam haben wir es geschafft, diese Themen in den vergangenen Jahrzehnten immer mehr in den Mittelpunkt zu rücken. Mit Erfolg, wie die Studie zeigt. Aber dass es noch eine große Schere bei uns Konsumenten zwischen Handeln und Reden gibt, ist auch offensichtlich. Also weitermachen mit unseren Themen – von nüscht kommt nüscht. 

Ihre

Stephanie Silber

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